Einleitung

 

Kapitel 1

Die gegenwÀrtige kulturelle Konstitution und ihre widrigen Wirkungen auf die menschliche und die irdische Natur

 

  • DieBeschaffenheit der heutigen Staatskonstitution
  • Die Geschichte des Kapitalismus
  • Der neoliberale Kapitalismus seit 1985
  • Das Kommunistische Manifest
  • Die relativen AnsĂ€tze der kommunistischen Theorie
  • Die kulturbedingten Suchtentwicklungen
  • Die Macht der Medien

 

Kapitel 2

Die Konstitution einer natĂŒrlichen Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung

 

  • Das natĂŒrliche politische Gleichgewicht und das menschliche Streben nach Sicherheit und nach Freiheit
  • Die moderne Systemforschung und die natĂŒrliche, heterarchische Selbstorganisation
  • Die natĂŒrliche Ökonomie
  • Die natĂŒrliche Gesellschaftsorganisation
  • Die natĂŒrliche globale Kulturorganisation
  • Weitere wichtige politische und ökonomische Zielsetzungen fĂŒr eine nachhaltige natĂŒrliche Demokratie
  • Die natĂŒrliche Selbstverteidigung und der kulturelle Krieg
  • Die Aufhebung der heutigen Umwelt-Überlastungen
  • Die natĂŒrliche Wissenschaft

 

Kapitel 3

Die biologische Philosophie

 

  • Die natĂŒrliche empathische Beziehung
  • Die natĂŒrliche Erziehung der Kinder
  • Die gesunde natĂŒrliche Psyche
  • Die natĂŒrliche Geschlechterbeziehung
  • Die natĂŒrliche Religion
  • Zusammenfassung und Schluss

 

Anhang

  • Quellenangaben und weiteres Hintergrundwissen durch Internet-Abhandlungen und YouTube Dokumentationen

Kapitel 1

Die gegenwÀrtige kulturelle Konstitution und ihre widrigen Wirkungen auf die menschliche und die irdische Natur

 

Die Geschichte des Kapitalismus (TeilauszĂŒge)


Karl Polanyi (1886-1964), ein ungarischer Wirtschaftshistoriker, hat in seinem Buch „The Great Transformation“1 die Entwicklungsgeschichte des Kapitalismus in einer anschaulichen Weise nachgezeichnet:

S110 ff [
] „Je komplizierter die industrielle Produktion wurde, umso zahlreicher wurden auch jene Produktionsfaktoren, deren Vorhandensein gesichert werden mußte. Drei davon waren [...] von Ă€ußerster Wichtigkeit: Arbeitskraft, Boden und Geld. In einer kommerziellen Gesellschaft konnte VerfĂŒgbarkeit nur auf eine einzige Weise gewĂ€hrleistet werden: indem man sie kĂ€uflich machte. Sie mußte daher so organisiert werden, daß sie auf dem Markt zum Verkauf standen, mit anderen Worten als Waren galten“.[...]

S. 224 ff. [
] „Die Arbeit von anderen AktivitĂ€ten des Lebens zu trennen und sie dem Gesetz des Marktes zu unterwerfen, bedeutet alle organisatorischen Formen des Seins auszulöschen und sie durch eine andere Organisationsform zu ersetzen, eine atomistische und individualistische Form. Einem solchen zerstörerischen Schema dient man am besten durch die Anwendung des Prinzips der Vertragsfreiheit. Dies bedeutet in der Praxis, daß die nicht vertraglich festgesetzten Formen wie Verwandtschaft, Nachbarschaft, Beruf und Bekenntnis liquidiert werden mußten, da sie Treue und Ergebenheit des Einzelnen verlangten und damit seine Freiheit beschrĂ€nkten.

Dieser Effekt der Errichtung eines Arbeitsmarktes ist heute in Kolonialgebieten deutlich sichtbar. Die Eingeborenen sollen gezwungen werden, ihren Lebensunterhalt durch den Verkauf ihrer Arbeitskraft zu bestreiten. Zu diesem Zweck mĂŒssen ihre traditionellen Institutionen zerstört und ihre Wiedererrichtung verhindert werden, da in einer primitiven Gesellschaft der Einzelne in der Regel nicht von Hunger bedroht ist, solange die Gemeinschaft nicht als Ganzes in diese Lage gerĂ€t. So ist beispielsweise im Kral-Landsystemder Kaffern Verelendung unmöglich: wer immer Hilfe benötigt, erhĂ€lt sie bedingungslos.

Das Prinzip der Freiheit von Not wurde in der Dorfgemeinschaft Indiens ebenso beachtet, und, fĂŒgen wir hinzu, auch in fast jeder und jeglicher Art von gesellschaftlicher Organisation Europas bis etwa zum Beginn des 16. Jahrhunderts“. [
] „Es ist gerade das Fehlen der Drohung fĂŒr den Hunger des Einzelnen, das die primitive Gesellschaft in gewissen Sinne humaner macht als die marktwirtschaftliche Gesellschaft.“[
]

„Groteskerweise bestand der erste Beitrag des weißen Mannes zur Welt des schwarzen Mannes hauptsĂ€chlich darin, daß er ihn mit den Anwendungsmöglichkeiten der Geißel des Hungers vertraut machte. So konnten die Kolonisten auf den Gedanken kommen, die Brot-fruchtbĂ€ume zu fĂ€llen, um einen kĂŒnstlichen Lebensmittelmangel herbeizufĂŒhren oder sie belegten die HĂŒtten der Eingeborenen mit einer Steuer, um sie zum Verkauf ihrer Arbeitskraft zu zwingen“.[
]

„Was der weiße Mann vielleicht auch heute noch in entlegenen Regionen praktiziert, nĂ€mlich die Zerschlagung von Gesellschaftsstrukturen, um aus ihnen das Element der Arbeitskraft herauszupressen, wurde im 18. Jahrhundert zu Ă€hnlichen Zwecken von weißen MĂ€nnern weißen Bevölkerungen angetan“.

Dies erklĂ€rt nebenbei ein ansonsten unerklĂ€rliches VersĂ€umnis der klassischen Nationalökonomen, nĂ€mlich warum nur der Angst vor dem Hunger, nicht aber auch der Anziehungskraft höherer Löhne die FĂ€higkeit zugeschrieben wurde, einen funktionsfĂ€higen Arbeitsmarkt hervorzubringen. Auch hier hat die Entwicklung in den Kolonien ihre Erfahrungen bestĂ€tigt. Je höher die Löhne, umso geringer der Leistungsanreiz fĂŒr den Eingeborenen, der sich im Gegensatz zum weißen Mann, nicht durch seine Kulturnormen veranlasst fĂŒhlt, so viel Geld als möglich zu verdienen.

Diese Analogie war umso eindrucksvoller, als auch der frĂŒhe Arbeiter die Fabrik fĂŒrchtete, wo er sich erniedrigt und gequĂ€lt fĂŒhlte, wie der Eingeborene, der sich hĂ€ufig nur dann aufraffen konnte, in unserer Art und Weise zu arbeiten, wenn er mit körperlichen ZĂŒchtigungen, wenn nicht sogar VerstĂŒmmelungen bedroht wurde.

Die Fabrikanten von Lyon traten im 18. Jahrhundert fĂŒr niedrige Löhne vor allem aus soziologischen GrĂŒnden ein. Nur ein ĂŒberarbeiteter und niedergetretener Arbeiter, so argumentierten sie, wĂŒrde es unterlassen, sich mit seinen Kameraden zusammen zu tun, um dem Zustand der persönlichen Leibeigenschaft zu entkommen, in deren Rahmen man ihn zu allem, was seine Herren von ihm verlangten, zwingen konnte. Gesetzlicher Zwang und Sprengelsklaverei wie in England, die HĂ€rten einer absolutistischen Arbeitspolizei wie auf dem europĂ€ischen Kontinent und die Kontraktarbeiter wie im frĂŒhen Nord- und SĂŒdamerika waren die Vorbedingungen fĂŒr den „willigen Arbeiter“. Das letzte Stadium wurde jedoch mit der Anwendung der „Strafe der Natur“, dem Hunger erreicht. Um ihn sich nutzbar machen zu können, war es erforderlich, die organische Gesellschaftsordnung zu liquidieren, die es nicht zulassen wollte, daß der einzelne hungerte“.[
]

Die Lehre von Adam Smith wurde mit der Zuwendung der kapitalistischen Bourgeoisie an die Ansichten von David Ricardo, Thomas Robert Malthus und Joseph Townsend erheblich modifiziert und schließlich durch die Verkehrung der natĂŒrlichen Tauschformel „Ware-Geld-Ware“ in die neue Tauschformel „Geld-Ware-Geld“ in ihrem Wesen völlig verfremdet.

Durch die Verkehrung der natĂŒrlichen Tauschformel in die Tauschformel Geld-Ware-Geld wurde das Geld zum eigentlichen Sinn und Zweck des „liberalen“ Kapitalismus erklĂ€rt, so dass der Profit- und Machtgewinn zu einer absolutistischen Richtlinie der kapitalistischen Ökonomie wurde. Die Folge war, dass der „liberale“ Kapitalismus keine RĂŒcksichten mehr auf die menschliche Natur und die Natur der Erde nahm. Karl Marx hat das Wesen und die Folgen dieser neuen Formel des „liberalen“ Kapitalismus erkannt und in seinem Werk „Das Kapital“ beschrieben. 2

Seitdem durch den Kapitalismus der Zwang fĂŒr alle Menschen entstanden war, fĂŒr die Sicherstellung seiner fundamentalen Überlebensmittel eine ĂŒbernatĂŒrliche Arbeitsleistung zu vollbringen, wurde das, was der Mensch fĂŒr sein Auskommen leisten musste zunehmend erhöht. So hatten beispielsweise die Weber im 19. Jahrhundert immer wieder Schwierigkeiten damit, trotz eines 16 Stunden Arbeitstages zu ĂŒberleben. Dieser Prozess einer tendenziell fortschreitend sich intensivierenden Ausbeutung der Arbeiter wurde in Form von kulturellen „SachzwĂ€ngen“ auf eine untergrĂŒndige Weise zunehmend forciert, so dass mit Erfindung der Fließbandproduktion im 20. Jahrhundert einen erster kritischer Punkt fĂŒr die Überforderung und die Degeneration der menschlichen Natur durch den Kapitalismus erreicht wurde. Nicht ohne Grund haben daher immer mehr Menschen den Eindruck, dass sie von der heutigen kapitalistischen Standeskultur vollstĂ€ndig vereinnahmt werden.

1:The Great Transformation Politische und Ökonomische UrsprĂŒnge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen, Suhrkamp Verlag, 1978

2:http://ciml.250x.com/archive/marx_engels/german/kapital1.pdf Das Kapital S.96 f.

 

Der neoliberale Kapitalismus seit 1985

Ab 1950 entstand innerhalb der „1. Welt“ eine neue Massenproduktion durch den sogenannten „Fordismus“3. Dadurch haben viele Wirtschaftskonzerne in den 70er Jahren die wirtschaftliche GrĂ¶ĂŸenordnung von modernen Staaten erreicht. Dies hatte eine inhaltliche Modifizierung der bis dato vorherrschenden wirtschaftstheoretischen Ansichten zur Folge, die schließlich zu einer Hinwendung an die Wirtschaftstheorien der sogenannten Chicagoer Schule und insbesondere an die Theorien von Milton Friedman gefĂŒhrt haben. Dadurch wurde schließlich der „liberale“ Kapitalismus des 19. Jahrhunderts innerhalb der „1. Welt“ wiederbelebt.

Wie gefĂ€hrlich die neoliberale Agenda fĂŒr den heutigen Menschen geworden ist, lĂ€sst sich vor allem dadurch ermessen, dass der Neoliberalismus den Menschen nur nach seinem Nutzen fĂŒr eine bestĂ€ndige Steigerung der ökonomischen Macht beurteilt. Eine derartige Instrumentalisierung und Funktionalisierung des Menschen setzt „Die Wirtschaft“ an die erste Stelle und erklĂ€rt sie zu einem Heilsbringer, so dass „Der Markt" zu einer heiligen Kuh wird. Akzeptiert ein moderner Mensch eine derartige Wirtschaftsreligion, so normalisiert sich in ihm die widernatĂŒrliche Auffassung, dass der Mensch fĂŒr die Wirtschaft da ist und nicht, wie dies innerhalb einer natĂŒrlichen Gemeinschaftsorganisation der Fall ist, die Wirtschaft fĂŒr den Menschen.

Da die Sozialausgaben vom Neoliberalismus bis heute lediglich als Kosten erachtet werden, die im Sinne eines neoliberalen Profit- und Machtstrebens zu minimieren sind, zĂ€hlt der moderne BĂŒrger fĂŒr die neoliberale Kultur grundsĂ€tzlich nicht als Mensch, sondern nur in seinen kulturellen und wirtschaftlichen Funktionen als WĂ€hler, Arbeiter, Steuerzahler und Verbraucher. FĂŒr einen neoliberalen Wirtschaftskonzern und fĂŒr einen neoliberalen Staat spielt es daher auch keine Rolle, welche Religion, welche Hautfarbe oder welches Geschlecht ein Mensch hat. Sowohl die Natur des Menschen, als auch der Charakter eines Menschen, sind fĂŒr die rein auf Profit und Macht geeichte neoliberale Agenda gegenstandslos. Dadurch hat die neoliberale Agenda bis heute eine zunehmende asoziale Zersetzung der Gesellschaft verursacht, die den modernen Menschen langsam aber sicher in einen materialistischen EinzelkĂ€mpfer verwandelt.

3: AusfĂŒhrliche Informationen dazu finden Sie in dem Buch „Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung“

 

Kapitel 2

Die Konstitution einer natĂŒrlichen Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung


Das erste Kapitel des Buches macht deutlich, dass fĂŒr eine Verwandlung der heutigen Kultur in eine natĂŒrliche Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung die BewĂ€ltigung materieller Probleme eher zweitrangig ist. Der heutige Mensch benötigt in erster Linie eine natĂŒrliche Kulturvision und eine biologische Lebensphilosophie, die ihm fĂŒr die Verwirklichung einer natĂŒrlichen Demokratie als Richtschnur dienen können. Eine Quelle fĂŒr diese Richtschnur ist die Wissenschaft der Ethnologie, die in den letzten 150 Jahren zahlreiche natĂŒrlich lebende Gemeinschaften und deren Lebensgewohnheiten studiert hat.4 Wenn daher im Folgenden von einer natĂŒrlichen Lebensweise, einem natĂŒrlichen Verhalten oder einer natĂŒrlichen Gesellschaftsorganisation die Rede ist, dann bezieht sich dies jeweils auf die Feststellungen der Ethnologie und auf andere wissenschaftliche Forschungsgebiete, die sich mit der Selbstorganisation der irdischen Natur auseinandersetzen.

4:Eine Zusammenfassung ĂŒber die gemeinsamen sozialen Organisationsmerkmale dieser Naturvölker, die eine Gruppe von Professoren de Ethnologe um 1950 verfasst hat, finden Sie in dem Buch „Die Geschichte der kulturellen Fehlentwicklung“ und in dem Buch „German Angst“

 

Das natĂŒrliche politische Gleichgewicht und das menschliche Streben nach Sicherheit und nach Freiheit

 

Innerhalb einer natĂŒrlichen Gemeinschaftsorganisation lĂ€sst sich die Politik als das BemĂŒhen definieren, die natĂŒrlichen Interessen der menschlichen Natur miteinander abzugleichen, um eine ausgewogene soziale und symbiotische Selbstorganisation zu erreichen:

1.) Die ICH-Interessen = der empathische Bezug auf die eigene Existenz, der geistige, emotionale und körperliche Selbsterhalt und die Kultivierung der persönlichen Talente und Interessen.

2.) Die DU-Interessen = die Pflege der Kameradschaften, der Freundschaften, der Partnerschaften und der Familienbeziehungen.

3.) Die Wir-Interessen = die konstruktive Kulturverbundenheit, die empathische Verbundenheit mit allem Leben und die Ausbildung eines ganzheitlichen Weltbildes.

DafĂŒr muss sowohl das kleine Dorf als auch der große Staat das sich gegenseitig auf eine natĂŒrliche Weise ergĂ€nzende Streben aller Menschen nach Sicherheit und nach Freiheit in einer angemessenen Weise berĂŒcksichtigen.

Seit ca. 100 Jahren ist dem Menschen bekannt, dass sich das Universum und die Natur auf der Erde durch dynamische Wechselbeziehungen der relativen Art organisieren. Neben einer dynamischen Polarisierung des Universums durch eine Ordnung (Sicherheit) und durch ein Chaos (Freiheit) finden wir auf der Erde die natĂŒrliche ElektrizitĂ€t mit ihrer + und – Polarisierung, das PhĂ€nomen von Flut und Ebbe und auch eine dynamische Polarisierung des menschlichen Geschmackssinns, z. B. durch die geschmackliche Dynamik von sĂŒĂŸ und sauer.

Verfolgt ein Mensch, aus welchen GrĂŒnden auch immer, ein Streben nach einer absoluten Sicherheit durch eine absolute Ordnung, so schließt er darĂŒber in einer tragischen Weise die natĂŒrliche Freiheit aus seinen Bestrebungen aus und wird zu einem Gegner der Freiheit, da er die Freiheit nur noch als eine unwillkommene Verunsicherung seines Lebens betrachtet. Das Gleiche gilt fĂŒr ein menschliches Streben nach einer absoluten Freiheit, fĂŒr die jede natĂŒrliche Ordnung zu einem Hindernis wird. Sobald ein Mensch daher seine relativen natĂŒrlichen BedĂŒrfnisse und Anschauungen verabsolutiert, ergĂ€nzen sich die natĂŒrlichen Wechselpole des Lebens innerhalb seiner Selbstorganisation nicht lĂ€nger, sondern schließen sich gegenseitig aus. Eine widernatĂŒrliche ideologische Selbstorganisation der absolutistischen Art kann sich daher Ă€ußerst fatal auf die Selbstorganisation eines Menschen, eines Dorfes oder einer ganzen Gesellschaft auswirken.

Auch nach 100 Jahren RelativitĂ€tstheorie organisiert sich der moderne Kulturmensch nach wie vor auf eine absolutistische mittelalterliche Weise, indem er an dem 2400 Jahre alten ideologischen Konzept des sogenannten Idealismus festhĂ€lt. Der platonische Idealismus (Plato 427-347 v. Chr.) geht davon aus, dass im Universum absolute göttliche Ideen existieren, die allen lebendigen Erscheinungen auf der Erde als Vorbilder zugrunde liegen. Dadurch werden die „vollkommenen“ göttlichen Ideen jeweils als höherwertig eingestuft, als die Verwirklichung dieser Ideen durch eine „unvollkommene“ biologische Existenz. Der Idealist betrachtet daher alle Lebewesen der Erde, den Menschen eingeschlossen, als minderwertige Abbilder „höherer“ göttlicher Ideen.

Durch den Idealismus hat sich eine hierarchische Werteeinteilung von Geist, Seele und Körper innerhalb der ideologischen Selbstorganisation der Standeskultur etabliert, die der Mensch bis heute in sein Weltbild integriert auf eine relativ unbewusste Weise anwendet. Entsprechend destruktiv fallen seine Neigungen aus, alle menschliche Ideen, Betrachtungen und Ziele ĂŒberzubewerten, seine Emotionen zu bezweifeln und zu kritisieren und seinen Körper abzuwerten.

Eine weitere Folge dieser willkĂŒrlichen Werteeinteilung des Lebens besteht darin, dass der Mensch seit 2000 Jahren relativ rĂŒcksichtslos mit der Natur der Erde umgeht.

Die idealistische Organisation des menschlichen Weltbildes hat in der westlichen Kulturgeschichte zahlreiche ideologische „ismus“ Komplexe wie z. B. einen Material„ismus“ hervorgebracht, die einen fragwĂŒrdigen Anspruch auf eine absolute, idealistisch-göttliche GĂŒltigkeit erheben. Die Folge davon ist, dass viele Menschen noch heute einem „ismus“ Glaubenskomplex auf eine fanatische Weise anhĂ€ngen und gegen alle „Feinde“ verteidigen, die einen anderen „ismus“ Glaubenskomplex vertreten.

Die sich darĂŒber bis heute immer wieder entzĂŒndenden ideologischen Kriege, wie z.B. zwischen einem Kapital„ismus“ und einem Kommun„ismus“ und zwischen den Weltreligionen machen deutlich, wie hartnĂ€ckig und mit welch destruktiven Konsequenzen der Mensch seit der griechischen Kultur an der ideologischen Konzeption des Idealismus festhĂ€lt.

Dies trifft auch auf die seit ca. 100 Jahren innerhalb der modernen Standeskultur grassierenden Konflikte zwischen einer „rechten“ und einer „linken“ Politik der jeweils idealistischen Art zu, die durch das ĂŒbertriebene Verlangen nach einer absoluten kulturellen Ordnung einerseits (Diktatur, Faschismus, Kommunismus) und nach einer absoluten Freiheit andererseits (Anarchismus) entstanden sind. Dadurch ist bis heute ein regelrechter idealistischer Krieg innerhalb der Standeskultur „normal“ geblieben, der die Gesellschaft auf eine absolutistische Weise polarisiert und durch feindselige ideologische Lagerbildungen spaltet.

Seit der Jahrtausendwende fördert die neoliberale Agenda diese innere Spaltung durch die modernen Medien und treibt dadurch die sozialen Kulturbeziehungen in eine fortschrittliche Zersetzung. Diese Zersetzung ist nach der Börsenkrise von 2008 virulent bzw. bodenlos geworden, so dass sich seither alle natĂŒrlichen Anschauungen des Menschen fortschrittlich auflösen und einer zunehmenden bodenlosen idealistischen WillkĂŒr weichen.

Das Ergebnis ist ein untergrĂŒndiger und dennoch heftiger ideologischer und emotionaler Krieg innerhalb der Gesellschaft, von dem die meisten Menschen heute nicht mehr wissen, wie er entstanden ist und ob er irgendeinen Sinn hat.

 

Die natĂŒrliche Ökonomie

 

Die natĂŒrliche BeschrĂ€nkung der Einflussnahme eines Menschen auf die Gemeinschaft (Teilauszug)

Jede natĂŒrliche Spezies hat ihre eigenen natĂŒrlichen Grenzen und MaßstĂ€be innerhalb derer sie sich entfaltet. Dies gilt auch fĂŒr den erwachsenen Menschen, dessen natĂŒrliches Wachstums-Spektrum in einem Bereich von 1,0 bis 2,40 Metern KörpergrĂ¶ĂŸe liegt.

Beim Kulturmenschen wird der Einfluss auf seine Umgebung und auf die Gesellschaftsgestaltung nicht nur durch die KörpergrĂ¶ĂŸe, sondern auch durch sein materielles und politisches Vermögen bestimmt.

Um eine nachhaltige natĂŒrliche Kulturorganisation verwirklichen zu können, muss daher auch das politische und das materielle Vermögen eines Menschen durch ein natĂŒrliches Von-Bis-Spektrum beschrĂ€nkt werden. Andernfalls bleibt eine natĂŒrliche Demokratie stets gefĂ€hrdet, sich in eine Diktatur zu verwandeln, sobald sich der Wille von wenigen Vermögenden auf Kosten der Vielen durchsetzen kann.

Wie die Kulturgeschichte zur GenĂŒge zeigt, fĂŒhrt ein unbegrenztes „Privatvermögen“ innerhalb einer Kultur zu einer regelrechten Konzentration des Vermögens und damit auch zu einer Konzentration des effektiven Einflusses auf die Gestaltung der Kultur (Macht) bei nur wenigen Menschen.

Da eine Gesellschaft im Grunde nichts anderes ist als ein lebendiges Biotop mit einem eigenen ökonomischen Lebenskreislauf, verursacht eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Konzentration des Vermögens bei wenigen Akteuren eine allgemeine SchwĂ€chung der vielen anderen Akteure, wodurch das gesamte Biotop zwangslĂ€ufig anfĂ€llig fĂŒr Störungen wird. Eine solche Gemengelage stellt aus mehreren GrĂŒnden eine schwerwiegende kulturelle Fehlentwicklung dar, da der zu einem „Übermenschen“ werdende reiche und mĂ€chtige Mensch das auf eine unbewusste Art zu zersetzen beginnt, was wir als eine soziale Lebensversicherung durch eine natĂŒrliche Verbundenheit des Menschen mit der kulturellen Gemeinschaft begreifen können. Mehr als alle anderen Lebewesen der Erde ist der Mensch auf eine solche Lebensversicherung durch eine soziale Gesellschaft angewiesen, da der Mensch 20 Jahre der Reife bis zu seiner geistigen, emotionalen und körperlichen SelbstĂ€ndigkeit benötigt und seine Natur keine speziellen FĂ€higkeiten fĂŒr eine Existenz als EinzelkĂ€mpfer aufweist.

Je mehr der „Übermensch“ daher versucht, die ihm verloren gehende soziale Gesinnung und die dadurch sich zersetzende soziale Lebensversicherung durch eine materielle Lebensversicherung in Form eines ĂŒbernatĂŒrlichen Strebens nach materiellem Vermögen und nach einer absolutistischen VerfĂŒgungsmacht ĂŒber andere Menschen zu ersetzen, desto mehr gerĂ€t er in eine tragische Teufelsspirale.

Der Mensch bezieht aus der sozialen Lebensversicherung ein essenzielles SicherheitsgefĂŒhl und eine innere Zufriedenheit, die ihm eine natĂŒrliche Entspannung ermöglichen. Zersetzt sich seine soziale Lebensversicherung, dann entsteht in ihm zwangslĂ€ufig eine Unsicherheit und eine Unzufriedenheit, die förmlich an ihm nagt. Je mehr der „Übermensch“ daher nach einer ĂŒbernatĂŒrlichen materiellen Lebensversicherung strebt und je mehr er dadurch seine sozialen Beziehungen und seine soziale Lebensversicherung zersetzt, desto unsicherer und unzufriedener wird er und desto mehr versucht er durch ein immer noch intensiveres Streben nach Vermögen und Macht eine Lösung fĂŒr seine prekĂ€re seelische Situation zu erreichen.

Erreicht diese Teufelsspirale einen gewissen Grad, dann wird das Streben nach einer materiellen Lebensversicherung endemisch, so dass aus dem „Übermenschen“ ein „Herrenmensch“ wird, der das Kultur-Biotop als ganzes durch eine immer weiter zunehmende ĂŒbernatĂŒrliche Einflussnahme ein StĂŒck weit zu beherrschen und gemĂ€ĂŸ seinen „Interessen“ abzuwandeln versucht.

Geschichtlich gesehen war es daher nur eine Frage der Zeit, bis der asozial sich organisierende Übermensch zu einem Herrenmenschen und der Herrenmensch zu einem BegrĂŒnder der Standeskultur wurde. Bis heute streben diese „Herrenmenschen“ der Kultur in Form einer destruktiven „Biologik“ jeweils danach, das gesamte Kultur-Biotop auf eine absolutistische Weise zu beherrschen.

Heute wird anhand der geschichtlichen Aufarbeitung und der wissenschaftlichen Forschungen deutlich, dass auch ein „Herrenmensch“ der eine gefestigte materielle Lebensversicherung in seinem Leben erreicht und zahllose Diener und Sklaven auf eine direkte oder indirekte beherrscht, nie zufrieden ist und niemals zufrieden sein kann.

Der tiefere Grund fĂŒr diese Tragik liegt vor allem darin, dass in Augenblick, in dem eine schwere Kulturkrise eintritt alle Macht und aller Reichtum des Herrenmenschen wertlos werden können, wodurch sich folglich auch alle seine Beziehungen in Windeseile auflösen können. Die eingeborene menschliche Natur mit ihrem besonderen Selbsterhaltungstrieb ist unbestechlich und lĂ€sst sich durch keine willkĂŒrlichen positivistischen Interpretationen und Beschönigungen dieser Tatsachen tĂ€uschen. Daher ist der widernatĂŒrliche egozentrische Entwicklungsgang vom Menschen zum Übermenschen und vom Übermenschen zum Herrenmenschen so oder so zum Scheitern verurteilt.

Menschen mit einer sozialen Lebensversicherung können im Fall einer Kulturkrise auch ohne Macht und ohne ein materielles Vermögen ĂŒberleben, weil sie zusammenhalten und teilen, was sie jeweils an Lebensmitteln finden. Mathematisch gesehen haben 7 Menschen, die zusammenhalten an einem Tag weit mehr Chancen Lebensmittel zu finden, die fĂŒr alle Reichen als ein einzelner Mensch. Sie können nicht nur ein 7-fach grĂ¶ĂŸeres Revier an jedem Tag nach Lebensmitteln absuchen, sondern in der Gruppe auch Tiere ohne Schusswaffen erlegen. Die bio„logische“ Sicherheit, die eine Gruppe von Menschen auch in bitteren Zeiten fĂŒr jedes Gruppenmitglied generiert, liegt daher weit höher als die Sicherheit, die ein EinzelkĂ€mpfer innerhalb einer Krisensituation erreichen kann.

Aus diesem Grund ist die Entwicklung des Menschen zum Herrenmenschen eine ĂŒberaus tragische Entwicklung geworden, die heute zunehmend die grundlegende Existenz des Menschen bedroht. Durch die Erfindung der Standeskultur und durch ihre fortschrittliche Entwicklung bis heute ist allen Kulturmenschen ein widernatĂŒrlicher Existenzfluch entstanden. Auch der heutige Mensch der Mittelschicht und der Unterschicht tendieren zunehmend dazu, sich durch eine materielle Lebensversicherung in Form eines EinzelkĂ€mpfertums zu organisieren.

Diese tragische Entwicklung ist vor allem den kulturellen „SachzwĂ€ngen“ geschuldet, die durch den Einfluss der Herrenmenschen auf die Gestaltung der Standeskultur in den letzten 150 Jahren entstanden sind. Seit der Jahrtausendwende mĂŒssen dadurch alle „einfachen“ Kulturmenschen in einer zunehmenden Weise um ihr geistiges, seelisches und körperliches Überleben kĂ€mpfen. Dadurch organisiert sich der Kulturmensch zunehmend auf eine egozentrische Weise, so dass sich die sozialen Beziehungen auf eine entsprechende Weise zersetzen. Dies bedeutet zwangslĂ€ufig fĂŒr die soziale Lebensversicherung des Menschen eine folgenreiche schleichende Auflösung.

Vielen Kulturmenschen bleibt heute gar keine andere Wahl, als nach einer materialistischen Lebensversicherung zu streben, da die Kulturbeziehungen zunehmend oberflÀchlich, unverbindlich, objektiv und sachlich werden.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass der heutige Mensch erkennt, dass er die natĂŒrliche soziale Lebensversicherung nicht einfach durch eine materielle Lebensversicherung ersetzen kann, ohne in eine Teufelsspirale eines bodenlosen egozentrischen Strebens zu geraten.

Der Mensch kann heute durch sein gesammeltes Wissen zum ersten Mal begreifen, dass der „Teufel“, der in den mythologischen ErzĂ€hlungen der Standeskultur eine so große Rolle gespielt hat, kein universales Wesen ist, sondern die Folgen einer Aufgabe der sozialen Lebensversicherung durch das Streben nach einer materiellen Lebensversicherung symbolisiert. Wir können anhand dieser realen Folgen nachvollziehen, dass der Mensch durch das Streben nach einer materiellen Lebensversicherung in der Tat „in Teufels KĂŒche kommt“ weil er dadurch seine Seele fĂŒr ein grundsĂ€tzliches Überleben an die Standeskultur verkauft. Die scheinbare Überlebensgarantie einer materiellen Lebensversicherung erweist sich jedoch als eine schwerwiegende Falle, da der Mensch dadurch zu einem ewig unzufriedenen Menschen wird, der keinen inneren Frieden mehr finden kann.

 

Neue Formen der ökonomischen SelbstÀndigkeit (Teilauszug)

Der ökonomische Strukturausgleichs-Fonds innerhalb einer natĂŒrlichen Demokratie macht ein weiteres neues Konzept fĂŒr die Förderung einer natĂŒrlichen Wirtschaft möglich. Indem alle Konkurs anmeldenden Firmen durch einen Konkursverwalter darauf hin ĂŒberprĂŒft werden, ob sich eine weitere Aufrechterhaltung der Firma fĂŒr die natĂŒrliche Demokratie lohnt, können viele wertvolle Ressourcen an Wissen und an bereits bestehenden logistischen Strukturen innerhalb der natĂŒrlichen Demokratie aufrecht erhalten werden.

Lohnt sich die Aufrechterhaltung einer in Konkurs gegangenen Firma, dann kann ein besonderes Gremium die Aufgabe ĂŒbernehmen, eine neue Firmenorganisation durch einen demokratischen Investmentfonds auszuarbeiten, die den ehemaligen Mitarbeitern der Firma die Möglichkeit eröffnet ihre ehemalige Firma zu ĂŒbernehmen. Statt den Mitarbeitern ein Arbeitslosengeld oder eine Sozialhilfe zu bezahlen, erhalten alle Mitarbeiter einen Anteil an dem neuen Firmen-Investmentfonds, wodurch alle Mitarbeiter zu MiteigentĂŒmern ihrer ehemaligen Firma werden.

Durch eine professionelle Begleitung des dafĂŒr notwendig werdenden Übergabeprozesses durch das Gremium können auch die GlĂ€ubiger der ehemaligen Firma nach dem vollzogenen Entschuldungs-Prozess durch den Konkursverwalter mit einer zusĂ€tzlichen EntschĂ€digung rechnen. Voraussetzung dafĂŒr ist die Einwilligung, die GeschĂ€ftsbeziehungen zu der neuen demokratisierten Firma wieder aufzunehmen. Dadurch kann eine wertvolle ĂŒber Jahre und Jahrzehnte angewachsene Logistik aufrecht erhalten und modernisiert werden.

Bereits die Tatsache, dass die ehemaligen Mitarbeiter zu gemeinsamen EigentĂŒmern ihrer Firma werden, verleiht der Motivation dieser Mitarbeiter FlĂŒgel. Durch die Einrichtung eines Firmenrates, in dem die Abteilungsleiter die Firmenpolitik und die jeweiligen AuftrĂ€ge absprechen wird die Arbeit durch eine befriedigende soziale Komponente bereichert, die der neuen Firma einen natĂŒrlichen Schwung verleihen kann.

Indem die natĂŒrliche Demokratie ein solches Verfahren fĂŒr alle Firmenkonkurse durch besondere Gremien standardisiert, können die jeweiligen Gremien auch dafĂŒr sorgen, dass die in Konkurs gegangenen Firmen in ihrer GrĂ¶ĂŸe und in ihrer Logistik so beschnitten werden, dass die neu entstehenden demokratisierten Firmen auch die BedĂŒrfnisse der Natur der Erde angemessen berĂŒcksichtigen.

Diese ganzheitliche Konkurs-Agenda kann sowohl bei kleinen Firmen als auch bei großen Konzernen angewendet werden, fĂŒr die sich die natĂŒrliche Demokratie ein primĂ€res Verwertungsrecht einrĂ€umen kann. Hier bietet sich fĂŒr den Prozess der Demokratisierung eine Zerschlagung der Konzerne in Einzelfirmen an, die jeweils durch den Einbezug der ehemaligen Mitarbeiter in kleinere demokratische Firmen verwandelt werden. Indem alle umgewandelten Firmen durch eine heterarchische VerknĂŒpfung in einen lebendigen ökonomischen Organismus verwandelt werden, lassen sich auch die heutigen hierarchisch organisierten Konzerne durch die Verwirklichung einer natĂŒrlichen Legitimationslinie von Unten nach Oben in demokratische Konzerne verwandeln.

 

Die natĂŒrliche Gesellschaftsorganisation

 

Der Mensch kann heute viele Open-Source Software-Programme nutzen, die durch private Spenden finanziert werden. Viele Menschen kennen die Programme Mozilla Firefox, Thunderbird, File Zilla, Open Office und Gimp bereits. Alle diese Programme gibt es kostenlos, weil sich Menschen auf eine symbiotische Weise vernetzt haben, um an dieser Software zu arbeiten.

Viele der Open-Source Softwareprogramme funktionieren in der Praxis besser als gekaufte Programme, weil die hinter den Programmen stehende Philosophie des symbiotischen Gemeinnutzes weit mehr auf das Wohl der Menschen bedacht ist, als die profitorientierten Softwarehersteller.

Aus den Open-Source Betriebssystemen Linux Ubuntu und Linux Mint sind bis heute respektable Betriebssysteme geworden, die bereits ein „Service Pack“ von allen wichtigen Open-Source Programmen enthalten. So können auch relativ unerfahrene Nutzer sofort damit beginnen, Briefe zu schreiben, im Internet zu surfen und andere Aufgaben zu erledigen. Wie gut die Linux Betriebssoftware bereits geworden ist, lĂ€sst sich auch daran ermessen, dass sie hĂ€ufig dafĂŒr eingesetzt wird, um ein nicht mehr laufendes Windows-Betriebssystem zu reparieren oder nicht mehr zugĂ€ngliche Daten zu retten.

Eine allgemeine UnterstĂŒtzung durch ein entsprechendes privates Spendenaufkommen könnte Linux seinen letzten Schliff geben, so dass Linux fĂŒr die Organisation einer zukĂŒnftigen natĂŒrlichen Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung eingesetzt werden kann.

Eine erste wichtige Open-Source Zielsetzung fĂŒr eine derartige kulturelle Entwicklung ist die Entwicklung einer unabhĂ€ngigen Open-Source Internet-Wahl-Plattform, die es möglich macht, den realen demokratischen Willen einer Gesellschaft öffentlich widerzuspiegeln. Der Aufbau einer demokratischen Internet-Wahl-Plattform ermöglicht es jedem Menschen mittels eines geheimen Wahlcodes seine Stimme fĂŒr wichtige politische Entscheidungen in seinem Land abzugeben und dadurch sozusagen ein neues „Wort zum Sonntag“ zu kultivieren.

Dazu wĂ€re eine Kombination einer Open-Source-Internet-Wahl-Plattform-Lösung mit einer Informations-Lösung in der Art von Wikipedia notwendig, die ĂŒber die jeweils anstehenden politischen Entscheidungen in einem Land auf eine unabhĂ€ngige Weise informiert. Eine solche Internet-Wahl-Plattform wĂ€re nicht nur eine politische Schule fĂŒr eine demokratische Kulturgestaltung sondern auch ein Politik-Barometer fĂŒr den realen, von kommerziellen Interessen unverzerrten politischen Willen eines Volkes.

 

Die natĂŒrliche gesellschaftliche Selbstverwaltung (Teilauszug)

Eine der wesentlichen Zielsetzungen fĂŒr die Verwirklichung einer natĂŒrlichen Demokratie ist die Umsetzung einer natĂŒrlichen Exekutive mit einer Legitimationslinie von Unten nach Oben, die durch eine direkte Wahl der Dorf- und Stadtbeamten durch die jeweiligen Einwohner beginnt.

Dadurch werden die lokalen Verwaltungsbeamten zu einer natĂŒrlichen exekutiven Instanz, die alle bĂŒrokratischen Alltagsregulierungen in einer relativ eigenstĂ€ndigen Weise vornimmt. Eine ergĂ€nzende Aufgabe der lokalen Exekutive besteht darin, dass sie die natĂŒrlichen Interessen der BĂŒrger mit den natĂŒrlichen Interessen der Kreisverwaltung abgleicht.

Indem die lokalen Verwaltungsbeamten jeweils aus ihrer Mitte die Kreisbeamten wĂ€hlen, entsteht eine erste Legitimationslinie von Unten nach Oben. Dabei bilden die BĂŒrger die erste Instanz, die lokale Verwaltung die zweite Instanz und der Kreisverwaltung die dritte Instanz. Diejenigen, die durch ihre Wahl zum Kreisbeamten aus der lokalen Verwaltung ausscheiden, wĂ€hlen aus praktischen GrĂŒnden ihre Nachfolger durch persönliche GesprĂ€che selbst aus einer Liste von AnwĂ€rtern.

Indem der gleiche Prozess auch fĂŒr die Wahl der Landesbeamten und der Bundesbeamten vollzogen wird, entsteht eine natĂŒrliche demokratische Exekutive, die sicherstellt, dass der BĂŒrger in der Kultur das erste und letzte Wort hat.

Dies betrifft nicht nur die Organisation der Exekutive, sondern auch die Organisation der Legislative innerhalb einer natĂŒrlichen Demokratie, da die BĂŒrger aller Landkreise alle 4 Jahre die Politiker fĂŒr den Landtag und fĂŒr den Bundestag mit Hilfe der Internet-Wahl-Plattform auf eine direkte Weise wĂ€hlen.

Da die Organisation eines modernen Staates eine relativ komplexe Angelegenheit ist, kann auch die natĂŒrliche Demokratie nicht auf hauptberufliche Politiker verzichten. Die hauptberuflichen Politiker haben innerhalb einer natĂŒrlichen Demokratie die Aufgabe sich fĂŒr eine nachhaltige Aufrechterhaltung der Demokratie intensiv mit den einzelnen Kulturfeldern auseinander zu setzen, um zu ausgewogenen Betrachtungen und Entscheidungen gelangen zu können. Sie haben zudem die Aufgabe, ihre Betrachtungen und Entscheidungen in ihrer KomplexitĂ€t so verstĂ€ndlich darzustellen, dass sie den BĂŒrgern durch eine Veröffentlichung dieser Darstellungen auf der Internet-Wahl-Plattform eine fortschrittliche politische Bildung ermöglichen. Eine derartige politische Bildungsinitiative ist ein wichtiger Bestandteil fĂŒr die Verwirklichung einer nachhaltigen natĂŒrlichen Demokratie.

Die Gesetzgebung einer natĂŒrlichen Demokratie erfolgt sowohl durch den Bundestag als auch durch den Landtag der einzelnen BundeslĂ€nder. Damit das bĂŒrgerliche Korrektiv in der Verabschiedung der Gesetze wirksam werden kann, haben der Landtag, der Bundestag und der BĂŒrgertag ein Stimmgewicht von jeweils 33 %, wobei die GesetzesbeschlĂŒsse ĂŒber die Internet-Wahl-Plattform vollzogen werden. Dadurch wird das „Wort zum Sonntag“ fĂŒr alle BĂŒrger zu einem wichtigen politischen und sozialen Feiertag.

Die Wahl von lokalen Politikern und von Kreispolitikern wird in einer natĂŒrlichen Demokratie relativ ĂŒberflĂŒssig, da die BĂŒrger durch ihr regulĂ€res „Wort zum Sonntag“ die Politik in allen Dörfern und StĂ€dten selbst gestalten.

 

Kapitel 3

Die biologische Philosophie

 

Zusammenfassung und Schluss

 

Die Standeskultur ĂŒberfordert die menschliche Natur und die Natur der Erde seit 5000 Jahren in einer grundlegenden Weise, da sie von allen Lebewesen eine ĂŒbernatĂŒrliche Anpassung an die Kultur fordert und mit einer willkĂŒrlichen Gewaltanwendung durchsetzt. Dies geschieht heute selbst auf die Gefahr hin, dass die Menschen ihre eigene Lebensgrundlage verlieren und der irdischen Evolution einen schweren Schaden zufĂŒgen.

Die Konstitution der Standeskultur ist ein unnatĂŒrlicher und unglĂŒcklicher Fluch fĂŒr alles Leben auf der Erde geworden. Der Mensch ist es sich daher heute selbst schuldig, die Verwirklichung einer natĂŒrlichen Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung zu wagen, bevor er das Handtuch wirft und sich durch einen nihilistischen Kulturpessimismus vollstĂ€ndig seinen IrrtĂŒmern ĂŒberlĂ€sst.

Der Mensch ist heute durch sein Wissen und durch seine kulturellen Möglichkeiten in der Lage, sich auf eine biologische Weise zu organisieren. Eine solche Selbstorganisation setzt die Einsicht voraus, dass die Übertragung der tierischen Domestikations-Prinzipien auf den Menschen vor 5000 Jahren ein großer Fehler war. Die dadurch entstandenen unnatĂŒrlich und unertrĂ€glich sich organisierenden „Herrenmenschen“ und „Sklavenmenschen“ verzerren die Selbstorganisation des Menschen bis heute auf eine Ă€ußerst tragische Weise.

Taschenbuch

Das Taschenbuch umfasst 202 Seiten, hat die ISBN Nr. 978-3-75970-440-5 und ist fĂŒr 22,- Euro im Buchhandel erhĂ€ltlich.

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