Grundlegende Artikel

 

 

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Jesus und seine natürliche Bedeutung für den heutigen Kulturmenschen

Was der Mensch heute braucht ist eine globale biologische Bewusstseinsrevolution

Die drohende globale Kultur-Insolvenz und die notwendige allgemeine Antwort darauf

Die Erlösung von dem Bösartigen in der Kultur

 

 

Aufbauende Artikel

 

 

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Die ungünstige Veränderung der natürlichen menschlichen Selbstorganisation durch die Verwirklichung der Standeskultur ab 3000 v. Chr. und ihre heute immer notwendiger werdende Korrektur

Die durch die Erfindung der Sklaverei entstandene sado-masochistische Beziehungskonstitution und ihre Folgen

Der asoziale Narzissmus - eine gefährliche Abweichung vom gesunden menschlichen Sozialverhalten

Die Entstehung der pseudo-symbiotischen Beziehungs-Verstrickung und ihre enormen gesellschaftlichen Auswirkungen

Die kulturbedingten Überlebensstrategien der Kinder und die daraus entstehenden ideologischen Stolperfallen

Die gegenwärtigen Folgen eines kulturbedingten Jähzorns

 Die menschliche Suchtentwicklung - ein wesentliches Symptom der Standeskultur

Der notwendig gewordene Abschied vom ideologischen Konzept des platonischen Idealismus

Die heute immer gefährlicher werdende monotheistische Religion

Der zunehmend notwendig werdende adäquate Respekt vor der besonderen menschlichen Natur

Der fundamentale heutige Unterschied zwischen Recht und Gesetz durch die Erfindung der Sklaverei

 

 

 

 

Grundlegende Artikel

 

 

 

Jesus und seine natürliche Bedeutung für den heutigen Kulturmenschen

 

Eine der bis heute eklatantesten Folgen der sogenannten Standeskultur ist die Entstehung einer unnatürlichen und asozialen Herren-Untertanen-Beziehung, die jeweils zu einer „normal“ werdenden sado-masochistischen zwischenmenschlichen Beziehungskonstellation führt. Dabei haben wir es psychologisch gesehen mit einem sozialen Supergau für den Menschen zu tun, der nicht nur zu widernatürlichen, sondern auch zu karzinogenen zwischenmenschlichen Beziehungen mit einer faktischen Zersetzung der sozialen menschlichen Natur führen kann. Dadurch entsteht ein typisch künstliches menschliches Verhalten, durch das die Betroffenen mit der Zeit die natürliche Empathie sowohl für das allgemeine natürliche Leben auf der Erde als auch für das eigene Leben einbüßen.

Wie wir heute durch eine Zusammenfassung der verschiedenen Sozialwissenschaften wissen, haben wir es bei der sado-masochistischen Beziehung mit einer tragisch einander ergänzenden und zunehmend intensivierenden Beziehung zu tun. Sowohl der nach einer absolutistischen Macht über andere strebende sadistisch agierende Mensch als auch der masochistisch sich organisierende Mensch, der nach einer absolutistischen Macht über das eigene Denken und Handeln für ein kulturelles „Anpassungsverhalten“ strebt, tragen zu einer „fortschrittlich“ sich ins Brisante forcierenden sado-masochistischen Beziehung bei.

Dadurch entwickeln alle davon betroffenen Menschen mit der Zeit ein destruktives Beziehungsverhalten, dass dazu tendiert die Beziehung in eine Selbstzerstörung zu führen. Dies gilt nicht nur für die persönliche Beziehung, sondern auch für die Statuten der gesellschaftlichen Beziehungen, die seit 5000 Jahren eine destruktive gesellschaftliche Entwicklung fördern und über einen längeren Zeitraum einen „normalen“ kulturellen Teufelskreis von Hoffnung (Aufbau), Gleichgültigkeit (Konsolidierung) und Unerträglichkeit (Zerstörung) vollziehen.

Wir können den Beginn der sado-masochistischen Herren-Untertanen-Beziehung als den menschlichen Sündenfall, als den Beginn einer un-, über- und widernatürlichen zwischenmenschlichen Beziehung begreifen, die mit der Zeit karzinogene Beziehungskonsequenzen produziert. Eine derartige Beziehung zersetzt sowohl im sadistisch als auch im masochistisch sich organisierenden Menschen die eingeborene menschliche Natur und ersetzt sie durch ein chronisch werdendes künstliches Beziehungsverhalten. Dabei geht den davon Betroffenen mit der Zeit die natürliche Empathie für den Beziehungspartner und für sich selbst durch ein sich zunehmend „perfektionierendes“ absolutistisches Machtstreben über den anderen oder über die eigene Existenz verloren.

Angesichts der Lebensbotschaft von Jesus, können wir heute davon ausgehen, dass Jesus der erste bekannt werdende Mensch war, der den persönlichen und gesellschaftlichen Teufelskreis der sado-maoschistischen Herren-Untertanen-Beziehungsformen erkannt hat. Es hat daher einen Grund, weshalb der Einfluss der Lebenslehre von Jesus durch die besondere Betonung einer natürlichen Empathie mit allem Leben, einer gelebten Nächstenliebe und der Betonung der Brüderlichkeit bis heute auf viele Menschen stark geblieben ist. Diese Lebensbotschaft hilft dem Kulturmenschen, sein natürliches soziales Wesen innerhalb einer unnatürlichen sado-masochistischen Standeskultur einigermaßen zu bewahren.

In den letzten 25 Jahren finden wir sowohl im westlichen als auch im östlichen Kulturkreis eine neue Phase der kulturellen Selbstzerstörung. Ein Mensch kann sich vor dieser Entwicklung nur hinreichend seelisch schützen, wenn er die Lebensbotschaft von Jesus auf eine biologische Weise relevant und als überaus wichtig begreift. Dank der wissenschaftlich erworbenen Erkenntnisse der letzten 150 Jahre ist es dem Menschen heute möglich, den traditionellen sado-masochistischen Beziehungs-Teufelskreis einer Standeskultur durch seine destruktiven Indizien und Symptome auf eine hinreichende Weise nachzuvollziehen und durch eine bewusste Verhaltenskorrektur zu beenden.

Eine solche Konsequenz entfaltet sich nicht auf eine sensationelle Weise, sondern still im seelischen Urgrund des Menschen, indem der Einzelne die Bedeutung der Lebensbotschaft von Jesus in einer ganzheitlichen Weise als eine biologische Frage von Sein oder Nicht-Sein begreift, als die Entscheidung zwischen einem natürlichen Leben und einem widernatürlichen Leben. Nur durch ein solches Verständnis kann sich der heutige Mensch von seinen vielen kulturell bedingten destruktiven Denk- und Handlungsgewohnheiten der unnatürlichen und widernatürlichen Art wieder erlösen.

Weil diese Möglichkeit de facto besteht, veranstalten die heutigen Herren der Kultur ein alle natürlichen Maße und Grenzen hinter sich lassendes ideologisches und mediales Medienfanal. Ein solches Fanal ist in der Lage eine persönliche aus dem Inneren heraus sich entwickelnde biologische Konsequenz in Bezug auf die destruktive Konsistenz der traditionellen Standeskultur durch „sensationelle“ Ablenkungen aller Art zu verdrängen und zu verhindern. Vor allem aus diesem Grund ist in den letzten 25 Jahren eine zunehmende soziale Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Beliebigkeit in vielen Kulturen „normal“ geworden. Dadurch droht der Homo sapiens an einer „normal“ gewordenen asozialen Willkür der immer bodenloser werdenden Art zu scheitern.

Die biologische Bedeutung der Botschaft von Jesus ist daher heute wertvoller denn je. Sie vermag in ihrer Konsequenz auch das religiöse Tam-Tam zum Schweigen zu bringen, das die christlichen Standeskulturen des Westens seit 1500 Jahren um die Person Jesus veranstalten. Dadurch ist es den jeweiligen Herrschern in der Kultur gelungen, den einfachen Menschen „erfolgreich“ von der eigentlichen Bedeutung der Lebensbotschaft von Jesus abzulenken.

Ein heute auffallend mit dieser geschichtlichen Entwicklung nach wie vor kämpfendes Volk sind die Deutschen. Dies liegt vor allem daran, dass Deutschland stets das zentrale europäische Transitland war, so dass alle Unarten, welche die europäischen Kulturmenschen im Lauf der Zeit entwickelt haben in Deutschland ein besonderes Sammelbecken und eine mitunter sehr ungünstige Konzentration gefunden haben.

Die Deutschen sind dadurch wie kein anderes Volk in den regelrechten Krieg einer katholischen und evangelischen Angst- und Schuldreligion bzw. in eine Machtreligion hineingeraten, die, wenn man heute eine kulturgeschichtliche Bilanz zieht, ausschließlich die Interessen der religiösen und weltlichen Machthaber durchgesetzt hat. Bis heute hat sich die daraus entstandene Unart im Kulturalltag normalisiert, die vermeintliche menschliche Schuld gegenüber einen absolutistischen belohnenden und bestrafenden Gott, die dadurch entstehende übernatürliche Angst aller Gläubigen und die daraus in der Regel resultierenden chronischen und bodenlosen Aggressionen auf Sündenböcke abzuladen.

Einer der Hauptgründe für diese Verirrung ist auf das offizielle katholische und evangelische Glaubensstatut zurückzuführen, dass Jesus für die Sünden der Menschen gestorben ist. Ein solcher Glaube kann wie wir heute wissen in mehrfacher Hinsicht verheerende Folgen haben. Neben der Tendenz Unschuldige mit bodenlos destruktiven Aggressionen zu belasten und zu tyrannisieren, besteht eine weitere eklatante Folgeerscheinung der traditionellen christlichen Schuldkonstitution darin, dass die Gläubigen bis heute durch eine generative Denk und Verhaltensvererbung ihre Probleme nicht auf eine natürliche, aktive und direkte zu lösen versuchen. Stattdessen beginnen viele Gläubige bei einem neu sich stellenden Problem sich zu beklagen und tendieren auf eine seltsam irrationale Weise dazu, eine Hoffnung zu entwickeln, dass sich irgendein „Erlöser“ finden lässt, der sich des Problems annimmt und es löst. Auf eine in der Regel unbewusste Weise tendieren viele Gläubige dadurch zu einer toxischen religiös untermauerten Passivität und orientieren sich dabei ob nun bewusst oder unbewusst an einem wesentlichen katholischen und evangelischen Symbol, an Jesus als einem Sündenbock und Erlöser von allen menschlichen Problemen (Sünden). Wie wir heute wissen sind diese Probleme und Sünden zum größten Teil kulturbedingt, da sie weder durch die Natur der Tiere noch durch die besondere Natur des Menschen hinreichend erklärbar und begründbar sind.

Auch der wissenschaftlich geprägte moderne Christ kommt aufgrund dieses eher unbewussten religiösen Verhaltenstendenzen in der Regel nicht auf die Idee, dass ein solches religiöses Verhalten absurd bzw. destruktiv sein könnte. Dies hat vor allem den Grund, dass die religiösen Verhaltensrollen seit 1000 Jahren in den christlichen bzw. scheinchristlichen Kulturen klar verteilt sind: Jesus nimmt alle Last und Schuld auf sich und sorgt für eine allgemeine und systematische Erlösung aller Menschen. Dieses „Amt“ überträgt der christliche Glaube seit jeher auf alle „Statthalter Gottes auf Erden“, insbesondere auf die sogenannten Seelsorger. Dadurch verleiht der einfache Mensch diesen „Statthaltern Gottes auf Erden“ auf eine grundlegende Weise eine unscheinbare und doch wirksame Macht über das eigene Leben und erwartet bevorzugt von den “Herren der Kultur“ die Lösung seiner Lebensprobleme.

Geht diese Rechnung nicht auf, dann beschweren sich viele Christen auch heute noch über eine schlechte, verkommene Welt, die zweifellos früher besser war als heute, hier und jetzt. In der Regel kommen die wenigsten Gläubigen, die ein solches reguläres „Programm“ vollziehen auf die Idee, dass ein solches Programm psychologisch, moralisch und gesellschaftlich nicht in Ordnung und unhaltbar sein könnte. Erst durch die Mahnung des Dritten Reichs, in dem nicht nur die Juden auf eine bodenlose Weise zu Sündenböcken geworden sind, sondern auch eine totalitäre Übertragung der Macht an eine zentrale Autorität einschließlich einer Abgabe des persönlichen natürlichen und sozialen Gewissens stattgefunden hat, hat das Brutale, Asoziale und Unerträgliche an einem solchen Verhaltensprogramm greifbar gemacht.

Die Gretchenfrage ist daher, ob es für den heutigen Christen nicht besser wäre, sich auf einfache biologische Denkweisen zu besinnen und bewusst damit aufzuhören, ständig nach Fluchthelfern Sündenböcken und Entscheidungsträgern für seine Beziehungs- und Kulturprobleme zu suchen.

Die biologische Destruktivität, die durch das komplizierte katholische und evangelische Denken und Verhalten in den letzten 500 Jahren entstanden ist bedeutet bis heute, dass viele Menschen sich nach wie vor aktiv psychologische Lastesel für ihre Schwierigkeiten und unerträglichen Kulturerfahrungen suchen. Ein solcher in der Regel in Beschlag genommener Lastesel erntet für seine Funktion nicht etwa Dank, sondern eine immer haltloser werdende Belastung, die von der heutigen Jugend nicht zu Unrecht mit dem Vorwurf „Looser“ kommentiert wird. Das Destruktive an diesen alten religiös untermauerten absurden Gewohnheiten des Menschen wird erst dann in seiner brutalen Bedeutung offensichtlich, wenn man miterlebt, wie Eltern ihre eigenen Kinder zu ihren persönlichen psychologischen Lasteseln degradieren, da Kinder anders als die meisten Tierjungen von ihren Eltern über einen langen Zeitraum fundamental abhängig bleiben. Welche Möglichkeiten hat daher ein Kind sich gegen ein offizielles „Amt“ als familiärer Sündenbock und Seelenmülleimer für bodenlos werdende aggressive Kultur-Effekte zu wehren?

Außenstehende, die ein derartiges Beziehungsspiel innerhalb einer Familie miterleben sind auf den ersten Blick nicht selten verwundert, da die sich dabei zeigenden Beziehungsprobleme leicht lösbar zu sein scheinen. Viele Christen sind jedoch nach wie vor durch ihre eigene Erziehung unbewusst auf die Erlösung von ihren Schwierigkeiten und Leiden durch einen Sündenbock (Ideal Jesus) fixiert.

Da wir derartige religiös untermauerte Beziehungskomplexe heute in der gesamten westlichen Kulturwelt finden, kommt das katholische und evangelische Sündenbockstatut einem totalitären Verlust der natürlichen Lebensbotschaft von Jesus gleich. Ohne sich dessen bewusst zu werden, kann sich ein Volk auf diese Weise in einer geradezu professionellen Weise ohnmächtig und unglücklich machen, was heute das deutsche Volk auf eine besonders eindrucksvolle Weise verdeutlicht.

Diese vor allem religiös konnotierte Irritation der heutigen Deutschen wird durch ein starkes praktisches, germanisches Erbe der biologischen Art einigermaßen entschärft. Trotzdem unternehmen heute die scheinbaren Führer und Experten in der Kultur auf eine offensichtliche Weise alles, um die Deutschen ideologisch und emotional mithilfe einer entsprechend gestalteten Medienwelt seelisch und geistig zu schwächen und zu vergiften. Vor allem deshalb kann sich heute in Deutschland trotz aller wissenschaftlicher Aufklärung ein systematisches Schmarotzertum in vielen Teilbereichen der Kultur aufrecht erhalten (z.B. eine äußerst fragwürdige Gewinnpolitik beim Tanken von Benzin). ´

Die heute offensichtlich haltlos gewordenen parasitären Kulturkonzepte unterscheiden sich von einer natürlichen relativen Lebensart dadurch, dass ihr absolutistisch bis fanatische gewordenes „Gewinnstreben“ nichts anderes ist als eine verkappte und getarnte zwanghafte Gewinnsucht. Das daraus jeweils entstehende absolutistische Schmarotzertum kennt keine Grenzen und seit einigen Jahren auch keine biologische oder soziale Zurechnungsfähigkeit mehr. An dieser Problematik ändert sich heute auch dann nichts, wenn die zum kulturellen Schmarotzer werdenden Menschen einen feinen Anzug, eine Amtsrobe oder ein Priestergewand tragen. Das gefährlichste Schmarotzertum ist heute das ideologische oder religiöse Schmarotzertum, dass sich „psychologisch“ in die Weltanschauung des Menschen durch ständige Wiederholungen von leeren Denk- und Handlungsformeln einschreibt, so dass in der Kultur parasitäre Anschauungen, Lebensgewohnheiten und Phänomene „normal“ und „selbstverständlich“ werden.

Viele der katholischen und evangelischen Ideen und Weltbilder sind in Ihrer Wirkung in letzter Konsequenz sowohl für den Kulturmenschen als auch für die Natur der Erde heute toxisch. Kommt ein Kulturmensch dadurch dahin, dass er keine Empathie mehr für sich selbst und für alle anderen Lebewesen empfinden kann oder will, weil eine solche Empathie für ihn unerträglich geworden ist, gerät er zwangsläufig in die Gefahr zu einem destruktiven kulturellen Handlungsautomaten zu werden. Wer auf diese Weise eine Lebenslösung sucht, kommt irgendwann dazu einen Nihilismus der Beliebigkeit, der Unverbindlichkeit, der Gleichgültigkeit und der Verantwortungslosigkeit zu kultivieren und wird zu dem, was man heute in der Psychologie als einen Narzissten oder im Volksmund als einen Unmenschen bezeichnet. Derart sich organisierende Menschen können für das persönliche „Schicksal“ eines Menschen oder eines Volkes äußerst gefährlich werden, da sie von einem natürlich geborenen Lebewesen zu einem unnatürlich bzw. übernatürlich sich organisierenden Lebewesen mutiert sind.

Wir finden oft am Anfang einer solchen menschlichen Mutation zu einem sich selbst verabsolutierenden Wesen das „Schicksal“ eines von der eigenen Familie missbrauchten Sündenbocks, was für das fundamental sozial geprägte und abhängige Kind zwangsläufig einen Supergau der Seele bedeutet. Die Brisanz eines solchen Supergaus wird für den normalen Menschen erst dadurch hinreichend fassbar, dass der natürliche Mensch grundsätzlich nur Natürliches auf eine natürliche (relative) Weise verarbeiten und verdauen kann. Etwas Übernatürliches, Absolutistisches, Extremistisches oder gar Unerträgliches ist für einen Menschen nicht verdaubar, weshalb derartige Erlebnisse ständig im Innern der Betroffenen rumoren und ein davon besonders betroffener Mensch sich schwer damit tut, einen inneren Frieden zu finden.

Wer dies einmal erkannt und begriffen hat, der kann auch nachvollziehen, dass es für den heutigen Menschen unerlässlich ist, die besondere Sozialnatur des Menschen auf eine angemessene Weise zu verstehen und zu respektieren. Dies bedeutet auch, stets sorgsam darauf zu achten, dass man nicht zu einem Verräter seiner eingeborenen Natur und Seele wird, weil man sich an ein unnatürliches parasitäres Kulturleben der absolutistischen Art anzupassen versucht oder gar die zugeteilte Rolle eines masochistischen Sündenbocks im Kulturalltag akzeptiert.

Für eine übernatürliche Destruktivität gibt es keine natürliche Lösung. Daher entsteht in den davon betroffenen Menschen in der Regel ein Gefühlsknoten im Bauch und ein ständiges Gedankenkreisen um inwendige Organisationsprobleme, die nicht klar fassbar sind. Ein natürliches Wesen kann daher auch nicht ständig Unnatürliches und Übernatürliches kultivieren, ohne sich damit auf Dauer in einer erheblichen Weise zu schaden. So einfach und klar sind die biologischen Regulierungen für den Menschen innerhalb der irdischen Evolution.

Ein religiöser Glaubenskomplex kann hingegen von einer bodenlos und maßlos gewordenen menschlichen Phantasie erzeugt werden, die wir als übernatürlich begreifen und bezeichnen können. Nur ein entsprechend konsequentes „Wehret den Anfängen“ kann daher eine bodenlos destruktiv werdende ideologische und emotionale Fehlentwicklung des Menschen wirksam vermeiden. Wie die Kulturgeschichte hinreichend gezeigt hat, kann ein ideologischer Glaubenskomplex auch derart „psychologisch“ gestaltet sein, dass diejenigen, die an einen solchen Komplex festhalten über kurz oder lange zu Sklaven derer werden, die sich diesen Glaubenskomplex ausgedacht haben.

Der Mensch kann daher nicht einfach grundsätzlich religiösen Führern vertrauen, da der Mensch überaus furchteinflößende religiöse Bilder erzeugen kann, wie etwa das Bild eines willkürlich belohnenden und bestrafenden Gottes im Himmel, der alle Taten des Menschen überwacht und am Ende des Lebens eine „Bilanz“ durch eine entsprechende Belohnung (Himmel) und Bestrafung (Hölle) zieht. Religionsstifter sind grundsätzlich in der Lage eine unsichtbare ideologische Radioaktivät“ für das menschliche Gemüt zu produzieren, die für den Gläubigen widernatürliche Denk- und Handlungszwänge erzeugt. Ein solches Radio-ideologisches Glaubensprodukt ist daher in der Lage das natürliche menschliche Denken und Fühlen vollständig zu zersetzen. Wer diese Gefahren des Glaubens erkannt hat, der kann auch eine entsprechende persönliche Prüfung aller an ihn herangetragenen Glaubensannahmen entwickeln und sich dadurch von schwerwiegenden Fehlentwicklungen innerhalb der eigenen Selbstorganisation schützen bzw. sich von bereits integrierten destruktiven Glaubensannahmen entlasten.

Jesus war der erste bis heute bekannte Mensch, der zu solch einer kritischen Haltung gegenüber einer bereits in vieler Hinsicht toxisch gewordenen jüdischen Religion aufgefordert und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat, wie sich der Mensch vor den Folgen einer solchen Religion schützen kann. Was damals galt, gilt auch für alle heutigen Menschen und Kulturen. Die aktive Verwirklichung eines empathischen Mitgefühls mit anderen Lebewesen und das bewusste Hochhalten der Nächstenliebe und der Brüderlichkeit können den offensichtlich gewordenen Verfall der sozialen menschlichen Natur auch innerhalb der heutigen Standeskulturen aufhalten und ein neues einfaches soziales und biologisches Denken hochhalten.

Allerdings kann ein solches Konzept den Menschen nicht das bringen, was sich viele Menschen unter einer Erlösung vorstellen. Eine stabile Erlösung von der Standeskultur kann der Mensch nur durch ein ausreichendes Verständnis für die Natur im Allgemeinen und für die menschliche Natur im Besonderen erreichen. Dazu ist es notwendig, dass sich der Mensch der allgemeinen Gefahren und Risiken bewusst ist, die mit dem menschlichen Instrument der Phantasie einhergehen. Die Phantasie ist ein besonderes menschliches Instrument durch das der Mensch seine natürliche relative Freiheit auf eine kreative Weise und damit sowohl konstruktiv als auch destruktiv gestalten kann.

Der Mensch nutzt seine natürliche Fähigkeit zur Phantasie seit ca. 5000 Jahren auf eine überwiegend destruktive Weise um widernatürliche und regelmäßig sich selbst zerstörende absolutistische Machtkulturen zu kultivieren. Der heutige Mensch benötigt daher eine konstruktive relative natürliche Religio (lat: sich zurückbesinnen auf...: [die Natur]), damit er einen natürlichen Respekt vor der Natur der Erde und vor der eigenen eingeborenen Natur in einer nachhaltigen Weise hochhalten kann. Die Wissenschaften sind sich seit 100 Jahren weitestgehend einig, dass diese Natur sich relativ und nicht wie viele Religionsformen und die Kulturphilosophien seit 5000 Jahren behaupten absolutistisch organisiert.

Die seit 5000 Jahren ungebrochene ideologische und emotionale Selbstvergiftung des Menschen hat heute bereits einen Grad erreicht, der nicht mehr nur die Existenz des Homo sapiens gefährdet, sondern die gesamte natürliche Evolution der Erde schwächt. Die allgemeine Gretchenfrage lautet daher, ob und wann der Mensch aus seinem selbst produzierten kulturellen Dornröschenschlaf erwacht und sich wieder eindeutig zu seiner eigenen Natur und zur Natur der Erde bekennt.

Ein solches Bekenntnis bedeutet die Konsequenz auf alle kulturellen Künstlichkeiten, Verabsolutierungen, Perfektionierungen und Sensationalisierungen des Lebens ganz bewusst zu verzichten. Das Leben selbst ist so reich an Schönheit und Bewunderungswürdigem, dass ein wacher empathischer Geist dadurch eine ständig brennende Flamme der inneren Motivation finden kann. Der Mensch braucht daher auch keine immerwährende künstliche Zufuhr an Kulturdrogen, die ihn süchtig nach einer immer mehr derselben „Erlösung“ von unerträglichen kulturellen Erfahrungen machen. Er kann sich weit einfacher und besser organisieren.

 

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Was der Mensch heute braucht ist eine globale biologische Bewusstseinsrevolution

 

Sobald sich ein Mensch die Frage stellt, ob der Mensch nicht seit langer Zeit eine kulturelle Fehlentwicklung der unnatürlichen Art vollzieht, kann er sich Klarheit darüber verschaffen, ob die heutigen destruktiven kulturellen Entwicklungstendenzen durch die menschliche Natur oder durch die Kulturkonstitution verursacht werden. Erst durch eine solche begründete Fragestellung, kann der Mensch zu der Einsicht gelangen, dass es heute dringend eine globale menschliche Bewusstseinsrevolution braucht, damit sich der Mensch vor „weiterführenden“ kulturellen Fehlentwicklungen und Verirrungen bewahren kann.

Vor allem die tragische sado-masochistische Beziehungsnorm, die seit 5000 Jahren die Kulturen prägt, ruft auch heute in allen Kulturmenschen die destruktiven Verhaltenssymptome eines absolutistischen Machtstrebens über andere Menschen (Geschlechter-, Arbeitgeber und Arbeitnehmer-, Staat und Bürger-Beziehungen) hervor. Durch die seit 25 Jahren erfolgende globale kapitalistische Gleichschaltung aller Standeskulturen finden wir in allen Ländern die gleichen sado-masochistischen Fehlentwicklungen im Denken und Verhalten der Menschen vor. Aus diesem Grund reicht es auch nicht aus, wenn eine Nation mit gutem Beispiel vorangehen will (wie sich das die GRÜNEN in Deutschland vorgenommen hatten). Solange den Menschen in den heutigen Kulturen nicht klar ist, wo der eigentliche soziale Knackpunkt für die heutigen globalisierten Beziehungs- und Entwicklungsschwierigkeiten zu finden ist, zieht sich der Mensch an jedem neuen Tag ein Stück mehr die biologischen Lebensgrundlagen unter den Füßen weg.

Wer diese übernatürliche Tragik der kulturellen Fehlentwicklungen von heute begriffen hat, dem wird auch klar, dass ein ausufernder Krieg dem Menschen keine Lösung bringen kann. Ein Krieg war stets ein Ausdruck eines bodenlosen absolutistischen Machtstrebens sowohl über die Natur („Mache dir die Erde Untertan“) als auch über den „einfachen, naiven“ Mitmenschen in allen Standeskulturen. Ein Krieg wird daher niemals eine Lösung, sondern allenfalls ein Mittel für eine Pervertierung der menschlichen Natur und der Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen sein.

Das Ziel aller Menschen, die noch auf eine natürliche, empathische Weise Denken und Fühlen können muss daher heute lauten, dass eine globale Bewusstseinsrevolution in Gang kommt, die nicht zu einem Krieg, sondern zu einer Wandlung der normalen Welt- und Kulturanschauungen der Menschen führt. Dies kann vor allem dadurch stattfinden, dass der Mensch ehrlich genug zu sich selbst ist und das heute als „normal“ gehandelte Kulturverhalten des Menschen als das benennt, was es tatsächlich ist, als zunehmend bodenlos, abstrus und abwegig. Erst dann kann jeder Mensch bei sich die gewohnten Denkweisen und Anschauungen prüfen und korrigieren, die heute eine zunehmend sich verschärfende bodenlose, abstruse und abwegige Kulturrealität begünstigen und nähren.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um religiöse Anschauungen oder um ökonomische Ideologien wie etwa den Kapitalismus oder den Kommunismus handelt, die jeweils durch ihre absolutistischen ideologischen Prägungen fatalistische und fanatische Verhaltensweisen im modernen Menschen begünstigen. Wer glaubt, dass er die Natur und alles was lebt in eine käufliche Sache verwandeln kann und die Kultur dafür entsprechend „effektiv“ gestalten muss, ist heute angesichts der evolutionären Entwicklungen auf der Erde bereits zu einem gefährlichen Fanatiker geworden, der lebensgefährliche Anschauungen verabsolutiert. Für viele Menschen ist das eigene Konto bereits zu einem heiligen Gral geworden, was immer das auch für die Natur der Erde und für die menschliche Gemeinschaft heißen mag.

Man kann heute zusehends miterleben, wie der Mensch nervöse Erkrankungen entwickelt und auf zu Vieles fatalistisch zu reagieren beginnt. Wir erleben daher gegenwärtig eine Art der galoppierenden Inflation der nervösen Gedanken und Haltungen, die darauf zurückzuführen sind, dass die Standeskulturen für keinen Menschen ein ausreichendes Geborgenheits- und Sicherheitsgefühl erzeugen. Sie sind stattdessen im Begriff, alle traditionellen kulturellen Normalitäten, Anhaltspunkte und Verlässlichkeiten langsam aber sicher in einen Sumpf der politischen, ökonomischen und militärischen Willkür zu verwandeln. Diese Tendenz ist im Begriff zu einem tödlichen moralischen Giftcocktail für die menschliche Seele und für alle sozialen Beziehungen zu werden.

Wie wir heute durch die Sozialwissenschaften wissen, ist die „normale“ traditionelle“ sado-masochistische Beziehungskonstellation in der Standeskultur keine natürliche Beziehungsform, sondern eine absolutistische Beziehungs-Falle in der Konstitution eines sich von selbst intensivierenden Teufelskreises. Daher gibt es für diese Problematik auch keine denkbare Problemlösung durch eine kulturelle „Autorität von Oben“, da diese Autorität ein Teil des Problems ist und die Lösung des Problems tatkräftig verhindert. Zudem macht das heute global gewordene „normale“ sado-masochistische Beziehungsproblem eine dauerhafte natürliche Insellösung für eine Familie, ein Dorf, eine Stadt unmöglich, solange der Rest der Welt eine sado-masochistische Kulturrealität kultiviert. Daher braucht es eine biologische Bewusstseinsrevolution, die alle Menschen aktiv oder passiv erfasst und die eine globale Wiedergeburt der natürlichen Vernunft und natürlichen Seele des Menschen einleitet. Anders ist eine Erlösung des heutigen Kulturmenschen von den vertrackten gegenwärtigen Kulturbeziehungen und Kulturkonstellationen nicht möglich.

Durch eine solche Analyse wird deutlich, dass es auf jeden Fall nicht die „oberen Kulturetagen“ sein werden, die eine solche Korrektur leisten, weil sie diese durch eine „normal“ gewordene Gewinngier und Machtlust mit allen lauteren und unlauteren Mitteln verhindern. Es sind daher nur die „unteren“ Kulturetagen, die, sobald sie auf das Recht bestehen, ein gesundes natürliches Sozialleben führen zu können, eine entsprechende Bewusstseinsrevolution einleiten können. Dazu gehört vor allem der persönliche Entschluss sich nicht länger durch fadenscheinige Versprechungen für ein irgendwann abzufinden und der Entschluss keine sado-masochistischen „Kompromisse“ mehr einzugehen, da solche Kompromiss mit der Zeit stets zu faulen Kompromissen werden.

Nur wenn der Mensch auf seine kulturellen Erfahrungen mit einer neuen Klugheit reagiert, kann eine globale Bewusstseinsrevolution erfolgen, durch die der Mensch wieder auf eine natürliche Weise damit beginnt, sich selbst zu helfen. Dazu ist es notwendig, dass der Mensch seinen „professionellen“ naiven Dornröschenschlaf beendet und sich neue soziale und biologische Zielsetzungen für seine Lebens- und Kulturgestaltung setzt.

Erfolgt keine solche erlösende Bewusstseinsrevolution, dann wird der Mensch bereits in naher Zukunft keine natürliche Entspannung mehr in sich finden und wird alle seine Energien für die Bekämpfung einer chronischen Unzufriedenheit verbrauchen, was zu tragischen politischen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen führen kann. Z.B. wenn man wieder einmal den Heilsversprechen eines Führers oder einer politischen Partei folgt.

Viele Entwicklungen von heute erfüllen bereits die wissenschaftliche Definition des Wahnsinns: „Immer das Gleiche zu tun und auf ein besseres Ergebnis als das sich jeweils einstellende Ergebnis zu hoffen. Heute wird zunehmend deutlich, dass sich dadurch stets nur für die Kulturpotentaten ein „besseres“ Ergebnis einstellt, weil es ihnen immer wieder gelingt, Kosten eines übernatürlichen geschäftlichen Gewinnstrebens auf die Schultern der Unterschicht und der Gesellschaft im Allgemeinen zu laden. Diese in der Regel totalitäre soziale Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit gegenüber allen anderen Menschen wird heute zusehends zu einer immer unerträglicher werdenden Last für die Vielen. Daher müssen die „einfachen“ Menschen und insbesondere die jungen Generationen darauf in einer deutlichen Weise reagieren, damit die langfristigen Folgen für diese brutale parasitäre Mentalität keine kulturelle Krise auslösen. Alleine die heutige Feststellung, dass es für die Giftmüllentsorgung vieler Kulturprodukte keine zufriedenstellenden Lösungen und auch keine ausreichend sicheren Depots gibt, spricht Bände über die geradezu professionell gewordene leichtfertige Rücksichtlosigkeit und Unverantwortlichkeit in den oberen Etagen der meisten Kulturen.

Durch diese Verantwortungslosigkeit hat sich der Kapitalismus seit der Jahrtausendwende in eine parasitäre Religion verwandelt, die zunehmend fanatische Züge angenommen hat und gegenwärtig eine Ausbeutungsmentalität ohne Grenzen kultiviert. Die unbedingte Stringenz, mit welcher die kulturellen Potentaten heute eine KI und den Einsatz von Robotern durchsetzen wollen, obwohl man dafür weder eine ausreichende Risikokalkulation noch eine fundierte Folgenanalyse vorgenommen hat, zeugen von einer drohenden kamikazeartigen Verantwortungslosigkeit und Unzurechnungsfähigkeit für alles Biologische und auch für das kulturelle Leben, so dass der Mensch ernsthaft über eine andere Sichtweise und über einen anderen Umgang mit seinen Kulturpotentaten nachdenken muss. Andernfalls ist eine lebenswerte Zukunft für den Menschen eher unwahrscheinlich. Der seit der Jahrtausendwende außer Rand und Band geratene Gewinnfanatismus der kapitalistischen Potentaten kennt gegenwärtig keine natürlichen und sozialen Maßstäbe und Grenzen und damit auch keine soziale Scham mehr. Von einer Demokratie kann daher bereits heute in keiner Kultur mehr die Rede sein, da die ökonomischen und die politischen Potentaten heute die Demokratie für den Traum von einem absolut „liberalen“ bzw. willkürlichen globalen Kapitalismus in eine Scheindemokratie verwandeln.

Wer sich daher selbst einen Gefallen tun will, der erklärt für sich die Wörter „genießen, bequem, sorglos und sicher“ mit denen die Kulturpotentaten heute die „einfachen“ Menschen zu einem leichtsinnigen Denken und Handeln verlocken zu den gefährlichsten Wörtern des 21. Jahrhunderts. Mit diesen Verführungs-Begriffen werden jeweils bestimmte übertriebene bis allergische Lösungen für entsprechende kulturelle Unerträglichkeiten angetriggert. Dies zeigt sehr deutlich, dass die Standeskulturen in den letzten 75 Jahren regelrechte kulturelle Hochhäuser des idealistischen Unsinns gebaut haben. Diese Hochhäuser drohen heute einzustürzen, weil sie auf dem seichten Sand der Willkür, der Scheinheiligkeit und der Lüge gebaut wurden und einer biologischen Überprüfung nicht standhalten.

Wer diese innere Komplexität der heutigen ideologischen Blüten des kulturbedingten Wahnsinns hinreichend nachvollziehen kann, der kann in sich auch eine neue ideologische Standhaftigkeit und Nachhaltigkeit finden und aufbauen. Dabei kann der Mensch heute auch das gesammelte und geprüfte Wissen der biologischen, soziologischen und psychologischen Wissenschaften heranziehen und miteinander koordinieren. Auf diese Weise lässt sich das willkürliche, abartige und abwegige Denken und Handeln in den heutigen Kulturen neu einordnen und bewerten.

Die Kulturpotentaten setzen derzeit dazu an, die Kulturen und die Natur der Erde zu Tode zu „verbessern“. Wer das einmal begriffen hat, der kann auch die lebensgefährlichen Nachteile eines ausgeklügelten diktatorischen Staatsapparates mit seiner jeweiligen Militärmaschine, Wirtschaftsmaschine und bürokratischen Maschine besser erkennen, die seit 5000 Jahren die zu Reichen und Mächtigen vor den zu Armen schützen. Deutschland ist dabei durch seine traditionelle Neigung zu einer diktatorischen Bürokratie mit einer schwer zu verstehenden Fremdsprache für das „einfache“ Volk zu einem Paradebeispiel der EU geworden. Die EU hat seit der Jahrtausendwende in vieler Hinsicht einen fragwürdigen, kontraproduktiven Bürokratismus aufgebaut, der die reichen Potentaten begünstigt und die Armen und Schwachen ohnmächtig zurücklässt.

Viele Europäer wissen dabei nicht, dass bereits Konrad Adenauer den Grundstein für die Erneuerung einer derartigen Bürokratie in der BRD dadurch gelegt hat, dass er die hohen Beamtenposten mit vielen ehemaligen Nazibeamten besetzt hat. Bis heute ist den Deutschen lediglich Hans Globke als ein zentraler Stein des kulturellen Anstoßes bekannt, weil dieser an der Ausarbeitung der Nürnberger Judengesetze beteiligt war.

In der heutigen Blüte einer zunehmend haltlos werdenden kulturellen Willkür ist eine solche bürokratische Tradition gefährlich, da es heute durchaus denkbar ist, dass die Deutschen in ihrem eigenen Land zu kapitalistischen Arbeitssklaven und auf die ein oder andere Weise zu Sündenböcken für die zukünftigen kulturellen Potentaten werden. Es gibt bereits viele Deutsche, die ihr Arbeitsleben als eine Zwangsarbeit erachten, die durch indirekte kulturelle „Sachzwänge“ in einer passiv-aggressiven Weise verursacht wird. Setzt man daher die KI und die Roboter für eine „traditionelle“ alle Menschen verunsichernde Kulturgestaltung ein, so kann sich dadurch durchaus ein ganzes Land in ein regelrechtes Arbeitskonzentrationslager für wenige kulturelle Potentaten verwandeln. Kommt es dazu, dann findet die natürliche Seele des Menschen keinen ausreichenden Trost mehr, weil auch die eigene materiell luxuriös ausgestattete Wohnung durch eine digitale Überwachung zu einem „hübschen“ Gefängnis werden kann. Es gibt daher nichts, was tatsächlich im konstruktiven Sinne innerhalb einer Standeskultur mit ihren sado-masochistischen Beziehungsnormen sicher ist.

Die durchaus heute im Raum stehende Möglichkeit eines faschistischen Kapitalismus macht deutlich, dass die KI und die Roboter eine Gefahr für alle Menschen und für die Natur der Erde werden können. Wie das Aussehen kann, wird heute durch die Regulierung des Alltags in China deutlich. „Fortschritt“ bedeutet in dieser Hinsicht zwangsläufig eine Degeneration der menschlichen Seele, weil der Mensch auf Dauer ein solches Leben nur durch die Kultivierung einer inneren Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Willkür in Kombination mit einer masochistischen Lustgewinnung ertragen kann.

Die meisten Menschen sind sich heute nicht wirklich im Klaren, dass die ökonomischen Betriebsamkeiten des Menschen in vieler Hinsicht bereits die Qualität eines gefährlichen Größenwahns erreicht haben. Wie sehr dieses bereits Anzeichen eines Fanatismus zeigende kapitalistische Treiben das soziale und biologische Denken des Menschen seit der Jahrtausendwende in eine Zersetzung gebracht hat, wird anhand der bereits selbstverständlich gewordenen Realität der Sprichwörter „Erfolg heiligt die Mittel“ und „Bei Geld hört die Freundschaft auf“ deutlich. Indem man das Geld zu einem religiösen Mittel macht, durch das z.B. der Fußballspieler im Weltbild vieler Menschen zu einem Superstar und „Helden“ wird, kultiviert man notwendig das Groteske, maßlos Übertriebene und damit eine ideologische Willkür bis ins Makabre und Lächerliche hinein und verwandelt die daraus entstehenden Ansichten und ideologischen Mischungen mittels einer ständigen Wiederholung in ein „normales“ Kultur-Bewusstsein. Eine solche ideologische Agenda reicht nicht nur aus, das Denken und Verhalten eines Menschen zu vergiften, sondern kann auch durch eine ausufernde biologische und soziale Unzurechnungsfähigkeit des menschlichen Denkens und Handelns eine ganze Kultur zerstören.

Es ist daher an der Zeit, dass der Mensch in Bezug auf seine idealistischen und materialistischen Religionsideologien (Kapitalismus und Kommunismus) seine bisherige leichtsinnige pauschale Akzeptanz in Frage stellt. Nur durch einen solchen emanzipatorischen Akt kann der heutige Mensch wieder zu einem normalen gesunden Denken und Handeln finden. Die wissenschaftliche Forschung hat uns für eine solche Zielsetzung zahlreiche Hinweise dafür gegeben, wie die natürliche ideologische Selbstorganisation des Menschen funktioniert.

Von zentraler Bedeutung dabei ist die Feststellung, dass gleichgültig, was auch immer der Mensch sich vorstellt, die Organisationsregel des Gehirns „What You See Is What You Get; Kurzformel WYSIWYG eine Anwendung findet. Auch das, was sich der Mensch vor seinem geistigen Auge vorstellt, ist für das Gehirn real, da das Gehirn auf biologische Vorstellungen geeicht ist und nicht mit destruktiven oder übernatürlichen menschlichen Ideen rechnet. Daran ändert sich auch nichts, wenn ein Mensch aus einer akuten Notlage heraus, wie etwa nach einer Vergewaltigung, durch eine Versklavung oder durch ein Verlassen werden von den eigenen Eltern heftige ideologische und emotionale Störungen erlebt.

Die Organisationsregel „WYSIWYG“ bedeutet, dass ein Mensch, der sich eine Vorstellung von einer Realität macht, diese Vorstellung als Basis für weitere biologische oder nicht biologische Vorstellungen verwendet, um daraus neue Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Mensch kann daher auch einen ganzen Komplex von irrealen oder gar destruktiven Gedanken und Vorstellungen aufbauen, die für ihn stets „Die Realität“ bleiben. Erst wer diese Logistik begreift, kann auch ermessen wie gefährlich der Glaube für den Menschen werden kann, wenn er innerhalb einer Gemeinschaft zu einem regelrechten Manipulationsinstrument eines absolutistischen Machtstrebens wird.

Wer immer auf die Idee kommt eine absolute Macht über einen anderen Menschen oder innerhalb seiner Gemeinschaft auszuüben, der erzeugt in seiner Phantasie entsprechend“ geeignete“ Vorstellungen dafür und bietet sie seinen Mitmenschen an. Dieses Angebot ist nichts anderes als eine „Falle“ für diese Mitmenschen, die zuschnappt, sobald sie unnatürliche asoziale und anderweitig toxische Ideen und Gedanken nachvollziehen und sie nicht sofort „ausspucken“ bzw. verwerfen. Werden diese Vorstellungen erst einmal akzeptiert, dann werden sie in der Regel im Lauf der Zeit durch eine ständige Wiederholung und Bestärkung durch den bzw. die machtwilligen Menschen zunehmend „normal“. So kommt es über kurz oder lang zu einer sogenannten Adaption, bzw. zu der Übernahme dieser Gedanken und Vorstellungen durch den zu „naiven“ und vertrauensseligen Menschen, wodurch ein innerer ideologischer und emotionaler Vergiftungs- und Zersetzungsprozess bei den Betroffenen einsetzt.

Dieser Prozess ist der Beginn eines sich immer weiter ausbildenden Komplexes an toxischen Gedanken und Emotionen, die von dem Betroffen selbst durch entsprechend toxische Schlussfolgerunen und „weiterführende“ Annahmen „fortschrittlich“ potenziert wird. Oft beginnt eine solche toxische ideo-emotionale Komplexbildung mit Angst verursachenden Vorstellungen, wie etwa durch eine scheinbar drohende Bestrafung durch ungreifbare und übermächtige Götter im Himmel.

Wie gefährlich ein solcher sich immer weiter ausbildender Glaube durch seine Vorstellungen und durch die Annahme werden kann, dass das jeweils Geglaubte „Die Realität“ ist, wird dadurch deutlich, wie eine gesunde natürliche Bewusstseinsentwicklung des Menschen verläuft. Die im Rahmen des Natürlichen erzeugten menschlichen Vorstellungen bilden im Menschen jeweils einen inwendigen Rahmen für entsprechende Emotionen und Gefühlslagen. Umgekehrt verursachen neue natürliche Emotionen und Gefühlslagen einen inwendigen Impuls, einen gesunden ideologischer Rahmen dafür auszubilden. Diese konstruktive Wechselwirkung von Gedanke und Gefühl in der Art von Form und Inhalt bedeutet im Fall einer toxischen Ideologie, die unweigerliche Entstehung sowohl von toxischen Emotionen als auch von toxischen Ideen. Daher bietet die von Natur aus besonders freiheitlich geprägte menschliche Selbstorganisation mehrere Angriffspunkte für ein destruktives asoziales Machtstreben innerhalb einer sich ins Übernatürliche oder Widernatürliche verirrenden Gemeinschaft.

Erst wer dies auf eine einfühlsame Weise nachvollziehen kann, kann auch ermessen, was die Erfindung der Sklaverei als einem willkürlichen widernatürlichen Akt der bodenlosen kulturellen Entrechtung eines Menschen für diesen Menschen tatsächlich bedeutet. Eine willkürliche Aufhebung seiner natürlichen Selbstorganisation durch eine ständig wirksame übernatürliche Gewalt, die zwangsläufig unnatürliche bis toxische Gedanken und Emotionen in ihm hervorruft. Das Gleiche gilt für den „Herren“ eines solchen Sklaven, der seine eingeborene soziale Natur für die Sklaverei notwendig ein Stück weit aussetzt und fortan widernatürliche und toxische Gedanken zur Rechtfertigung seines Denkens und Handelns entwickelt, bis ihm diese Rechtfertigungen „normal und richtig“ erscheinen. Weder der Herr, noch der Sklave und auch nicht eine von der Sklaverei infizierte Kulturgemeinschaft (wie z.B. die Griechen und die Römer) können eine toxisch werdende Ideen- und Gefühlsentwicklung verhindern, die im Lauf der Zeit alle Beziehungen in der Kultur kontaminiert.

Die Folge ist eine normal werdende übernatürliche Aggression oder Depression innerhalb der betroffenen Kultur, die sowohl der Einzelne als auch die gesamte Kultur in ihrem Inneren austrägt. Dadurch kann ein regelrechter inwendiger Gedanken- und Emotionskrieg innerhalb der menschlichen Selbstorganisation und innerhalb der Kulturorganisation entstehen, der keine wirkliche Lösung findet.

Wie tragisch eine solche Konstellation werden kann, wird daran deutlich, dass das menschliche Kind, anders als die Tiere, auf einen gewissen Teil der tierischen Instinkte nicht mehr zurückgreifen kann. Dadurch muss jedes Kind gemäß seiner jeweiligen Lebensumstände eine kreative individuelle Selbstorganisation entwickeln. Dafür bedient sich das Kind einer von der Psychologie entdecken sogenannten Identifikation mit seinen Eltern und Familienmitgliedern, die dadurch erfolgt, dass das Kind die Verhaltensrollen der Eltern und Geschwistern exakt kopiert, um damit in den eigenen Beziehungen zu experimentieren und um sich dadurch ein eigenes Weltbild und Verhaltensprogramm zu erzeugen. Nicht die Vererbung führt daher dazu, dass eine Gesellschaft toxische Vorstellungen und Verhaltensweisen jeweils an die nächste Generation weitergibt. Vielmehr erfolgt die Identifikation des Kindes mit den engsten Bezugspersonen aus einem natürlichen inwendigen Impuls heraus, der für die Entfaltung der besonderen freiheitlichen Anlagen des Menschen eine wichtige Voraussetzung ist.

Wer diese natürliche Logistik des Menschen in Rechnung stellt, kann sich in einer hinreichenden Weise klarmachen, wie wichtig es ist, dass der Mensch neue Gedanken und Stimmungen eine längere Zeit prüft, bevor er sie in Form einer Akzeptanz und eines entsprechenden Glaubensaktes integriert und sie als Arbeitsmaterial für seine Selbstorganisation verwendet.

Die Kulturreligionen, die seit 5000 Jahren ein ganzheitliches ideologisches Paket mit einem jeweils spezifischen Weltbild bereit halten, sind bis heute nicht ohne Grund äußerst einflussreich geblieben und können den Menschen alleine durch ihre Glaubensdekrete in einen ängstlichen und sich ständig schuldig und minderwertig fühlenden Kultursklaven verwandeln. Diese „Macht“ muss der heutige „einfache“ Mensch besser begreifen lernen, damit er sich vor den Wirkungen aller maßlosen und totalitären Glaubenswerbungen, wie dies auch bei der heutigen Werbekultur im Internet der Fall ist, hinreichend schützen kann. Wer heute die unrealistischen, alles phantastisch übertreibenden Werbungen auf YouTube ansieht, erlebt einen gefährlichen Angriff auf seine Psyche, da hier zu oft völlig haltlose unrealistische und willkürliche Behauptungen mit professionellen Bildern überzeugend untermauert werden. Lässt sich ein Mensch, der diese Werbungen immer wieder sieht, durch die ständige Wiederholung dieser Werbungen dazu verleiten an die Werbebotschaft zu glauben, dann ist das in der Regel der unweigerliche Beginn einer inwendigen ideologischen und emotionalen Selbstvergiftung. Diese Vergiftung kann damit enden, dass die Betroffenen naiv und leichtsinnig werden und durch die unweigerlich erlebten Enttäuschungen das Vertrauen zu sich selbst verlieren. Wer daher den falschen Botschaften vertraut, kann dadurch das wertvollste und wichtigste Gut verlieren, das ein Mensch besitzen kann, sein natürliches Selbstvertrauen.

Wer diese psycho-kulturellen Zusammenhänge begreift, der versteht vielleicht zum ersten Mal wie abartig brutal und rücksichtslos der Versuch einer Machtübernahme über das Volk durch nur wenige „Kulturführer“ von heute ausfallen kann und wie sehr ein solcher Versuch die psychische Wurzel der menschlichen Existenz selbst angreift. Es reicht heute bereits nicht mehr aus derartige Verirrungen in den oberen Kulturetagen scharf zu kritisieren und zu verurteilen, da die „normalen“ biozidalen Verhaltensweisen in der Kultur bereits überhand nehmen und dies für immer mehr Menschen bedeutet, dass es ihnen bereits psychisch an den Kragen geht. Es ist daher notwendig geworden, dass der „einfache“ Mensch anfängt sich zu verteidigen und damit beginnt ganz offiziell ein anderes menschliches Verhalten von allen leitenden Personen in der Kultur zu verlangen, bzw. wenn notwendig zu erkämpfen. Andernfalls gibt es für den Menschen keine tragfähige Hoffnung die kulturbedingten Fehlentwicklungen von heute korrigieren zu können.

Der Mensch selbst hat sich durch die Erfindung der Standeskultur zwangsläufig selbst das Urvertrauen in das Leben genommen. Bis heute findet diese Tragik vor allem dadurch statt, dass der Kulturmensch einen herrschaftlichen Götterhimmel als Realität akzeptiert und integriert. Dadurch bleiben viele traditionelle und moderne religiöse und ideologische Vorstellungen der toxischen Art im menschlichen Bewusstsein fest verankert. Dies führt die Kinder der jeweils jüngsten Generation in einen ideologischen und emotionalen Teufelskreis von übernatürlichen Ängsten und Aggressionen, der allzu leicht panisch und allergisch werden kann. Es ist daher vor allem der Mensch selbst, der sich bis heute auf eine tragische Weise daran hindert ein glückliches natürliches Leben zu führen. Der heutige Mensch kann durch eine Einsicht in diese komplexe psychologische Problematik durchaus die dafür notwendige Reparaturarbeit leisten und ein fundamentales Vertrauen in die Natur und in sich selbst zurückgewinnen. Dafür muss er vor allem seine krankhafte Fixierung auf die absolutistische Machtkultur beenden, die der Mensch seit nunmehr 5000 Jahren kultiviert und seine Hoffnungen in eine natürliche Kulturgestaltung investieren.

Dies kann der Mensch nur dadurch erreichen, dass er eine inwendige Konsequenz entwickelt, wie sie uns von Jesus demonstriert worden ist: Den Erhalt der natürlichen menschlichen Seele durch eine bewusste Aufrechterhaltung und Betonung der Empathie, der Nächstenliebe und der Brüderlichkeit zu sichern. Darüber hinaus muss der Mensch die Konsequenz entwickeln, die eigene Seele nicht länger durch „Beziehungs-Kompromisse“ mit toxisch sich organisierenden Kulturpotentaten der religiösen und weltlichen Art zu verraten und zu verkaufen. Wer sich den Preis vor Augen führt, den die menschliche Seele für die Anpassung an eine widernatürliche Standeskultur im Lauf der Zeit zahlt, der kann auch ermessen, weshalb Jesus die Entscheidung getroffen hat, lieber den Tod auf sich zu nehmen, als sich selbst, die menschliche Natur und das natürliche Leben zu verraten. Ein „Kompromiss“ mit der widernatürlichen Machtagenda einer Standeskultur und mit ihrem inwendigen Streben nach einem absoluten „Machtgewinn“ bedeutet nichts anderes, als sich an ein krankhaftes menschliches Streben zu verraten, das stets das Heil mit vielen täuschend schönen Vorstellungen versprechen muss, weil es ständig nur Unheil produziert.

Die Lebensbotschaft von Jesus ist die biologische Konsequenz, die der Mensch heute braucht, um den Fluch der Sklaverei als einer aufgekündigten Menschlichkeit innerhalb einer Kulturorganisation zu erlösen. Dazu bedarf es auch eines bewussten geistigen Abschieds von allen Religionsformen, die eine Macht der Wenigen und eine Ohnmacht der Vielen ideologisch und „moralisch“ unterstützen. Indem sich der Mensch stattdessen an den über die letzten 200 Jahre ausgebildeten modernen Wissenschaften orientiert, ist er in der Lage das zu akzeptieren, was heute zunehmend offensichtlich wird: dass sich das Leben auf eine relative Weise organisiert, so dass der Natur alles Absolutistische, Perfekte, Idealistische und Fanatische wie auch eine absolutistische kulturelle Diktatur und Führerschaft fremd ist. Alle diese Kulturphänomene von heute sind übernatürliche menschliche Erfindungen und werden es so lange bleiben, wie der Mensch diese Erfindungen weiterhin blind und naiv „kultiviert“.

Das natürliche Leben auf der Erde hat seine Eigenarten und um diese respektieren zu können muss der heutige Mensch biologisch klüger werden. Leben ist nicht nur durch eine Ordnung, sondern auch durch eine lebendige Freiheit gekennzeichnet, so dass es für kein Lebewesen ein absolut sicheres Leben geben kann. Freiheit und Kreativität bedeuten die eigentliche Würze des Lebens und setzen unter anderem voraus, dass ein Mensch nicht zu viel Dinge besitzt, die seine Zeit und seine Aufmerksamkeit übermäßig in Anspruch nehmen. Ein Mensch, der zu viel besitzt ist nicht frei, sondern bleibt an diese Dinge gebunden und erfährt dadurch nur mangelhaft, was es heißt auf eine natürliche Weise zu leben. Die sogenannten „Reichen führen daher in der Regel kein natürliches Leben, sondern kultivieren einen künstlichen Autismus, durch den im Alltag eine zu große Aufmerksamkeit auf die Materie verwandt wird und sich zu viele oder gar alle Gedanken und Emotionen um das Thema Geld und Besitz drehen. Das ist biologisch gesehen nicht nur unklug, sondern führt zu einem Versäumnis des eigentlichen persönlichen Lebensgeschenkes, weil man ständig in irgendwelchen von Menschen erfundenen künstlichen Gedankenwelten lebt.

Es gibt daher auch nur wenig Grund für den „kleinen Mann“ die Reichen und Mächtigen zu beneiden. Wohl aber gibt es in der Regel das Versäumnis des“einfachen“ Menschen einen gerechten Anteil an den kulturellen Früchten einzufordern und wenn nötig auch durchzusetzen. Dadurch entsteht allzu oft ein letztlich destruktiver, weil passiver und als ohnmächtig empfundener Neid in Bezug auf „Die Reichen“ der auch heute den Alltag des „kleinen Mannes“ zu sehr´beeinträchtigt. Es gilt daher weniger neidisch und eifersüchtig auf die Reichen zu sein, als vielmehr ihnen den natürlichen Respekt streitig zu machen, solange diese in einer autistischen Welt des Strebens nach immer mehr an Macht und Vermögen leben und dadurch allen anderen Menschen die Möglichkeit streitig machen, ein gutes Auskommen und Einkommen innerhalb einer gesunden sozialen Beziehungskultur zu haben.

Letztlich geht es daher heute um die einfache natürliche Weisheit „Leben und leben lassen“, welche die fundamentale natürliche Kunst voraussetzt, stets einen Ausgleich zwischen einem zu viel und einem zu wenig zu finden. Dies beinhaltet die Aufgabe, sich selbst alle notwendigen Freiräume für ein kreatives weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu sichern und diese Freiräume auch allen anderen Lebewesen zu gönnen. Dies ist nur dann auf die Dauer möglich, wenn jeder Mensch aufmerksam bleibt und Fehlentwicklungen innerhalb der Gemeinschaft durch ein krankhaftes menschliches Streben nach einer übernatürlichen Macht und einem übernatürlichen Reichtum offenkundig macht, so dass sie rechtzeitig korrigiert werden können.

Der Mensch kann sich auf eine biologisch kluge Weise organisieren. Das haben viele Kulturen, wie die der Etrusker, der Minoer, die Kelten und auch die Germanen bewiesen, bevor die Machtkultur der Römer, die mitunter einen Sklavenanteil an der Gesamtbevölkerung von 25 % erreicht hat, das natürliche europäische Kulturwesen in ein übernatürliches absolutistisches Kulturwesen verwandelt hat. Ab diesem Zeitpunkt hat der westliche Mensch in einer massiven Weise ein natürliches Unglück kultiviert. Eine ähnliche geschichtliche Entwicklungslinie finden wir auch für den östlichen Kulturkreis.

Dadurch ist es heute dahin gekommen, dass der Mensch im Begriff ist sich die eigenen natürlichen Lebensgrundlagen zu entziehen. Es ist daher an der Zeit, dass der Mensch wieder eine bewusste biologische Klugheit anstrebt, die sowohl dem natürlichen Leben auf der Erde als auch dem menschlichen Kulturleben gut tut. Dafür muss der heutige Mensch ein neues biologisches Bewusstsein entwickeln, das sich so lange gegen alle widernatürlichen Entwicklungen stellt, bis der natürliche Wille der Völker eine Wiedergeburt erlebt und eine natürliche Demokratie der symbiotischen Gleichberechtigung keine Frage des „ob“, sondern nur noch eine Frage des „wann“ ist. Dann kann es durchaus sein, dass nach 5000 Jahren der kulturellen Verirrungen ein globaler Weltfrieden zwischen den Menschen ausbricht.

 

ZUR ÜBERSICHT

 

 

Die drohende globale Kultur-Insolvenz und die notwendige allgemeine Antwort darauf

 

Viele Menschen praktizieren heute ein unnatürliches und übernatürliches Leben, was oft darauf hinaus läuft, dass alles Lebendige bedenkenlos abgewertet oder „verbraucht“ wird. Dadurch werden sie heute für sich selbst und für ihre Nächsten zu einer Gefahr, weil sie einen Großteil ihres Leben einem unnatürlichen kulturellen Erfolgsstreben unterwerfen.

Diese Neigung des Kulturmenschen zum Unnatürlichen, Übernatürlichen und Widernatürlichen entwickelt der Mensch bereits seitdem er in Mesopotamien und Ägypten ein künstliches kulturelles Kreislaufsystem der übernatürlichen Art erfunden und kultiviert hat. Seither stellt sich der Kulturmensch sowohl gedanklich als auch praktisch über die natürliche Evolution der Erde. Dieser „Sündenfall“ (Wortwurzel: „sich trennen von [der Natur]) wird dem heutigen Menschen zunehmend zu einem kulturellen Gefängnis, das den Menschen auf eine zwanghafte und destruktive Weise einbindet.

Viele Menschen von heute sehen daher bereits keinen ausreichenden Sinn mehr für das heutige kapitalistische Kreislaufsystem, das sich durch verschiedene unnatürliche Zwänge und durch eine selbstverständliche manipulative Gewaltanwendung an allem Leben organisiert. Diese Spielart der heutigen Standeskulturen entzieht dem Menschen zunehmend die natürlichen Lebensgrundlagen und verursacht in den Kulturen seit der Jahrtausendwende eine zunehmende manisch-depressive Orientierungslosigkeit.

Der Mensch muss daher heute über sein Wirtschaften noch einmal gründlich nachdenken. Denn es zeigt sich, dass sobald eine Kultur damit beginnt eine einseitig betonte ökonomischen Effektivität zu verfolgen, eine wirtschaftliche Monokultur und Fließbandkultur entsteht. Dies führt zu unnatürlichen ökonomischen Entwicklungen, die ein monotones Kulturleben der immer gleichen Handlungsabläufe und damit in ein automatisiertes Leben erzwingen.

Der Mensch ist jedoch keine Maschine, weshalb eine Fließbandkultur der immer gleichen oder ähnlichen Denkweisen, Arbeitsverrichtungen und Verhaltensnormen zu einer Degeneration der menschlichen Natur führt. Dies liegt daran, dass die Natur eine grundsätzliche Ökonomie verwirklicht, die nur das in einem Wesen aufrecht erhält, was ein Lebewesen de facto regelmäßig nutzt. Ein „spezialisierter“ Mensch ist daher nicht unbedingt ein fähiger Mensch, sondern oftmals ein unflexibler, beschränkt denkender und handelnder Mensch, dessen „Expertentum“ überaus mangelhaft und einseitig werden kann.

Wer diese natürliche Ökonomie berücksichtigt, dem wird verständlich, weshalb sich der Mensch heute durch seinen fanatisch und in vieler Hinsicht bereits bodenlos gewordenen Kapitalismus eines einseitig verabsolutierten Erfolgsstrebens und einer normalisierten Gewinnsucht selbst zunehmend in Schwierigkeiten bringt. Der Mensch betreibt dadurch ob nun bewusst oder unbewusst die Kulturregel „Kultur vor Natur“ („Mache dir die Erde Untertan“) auf eine immer willkürlicher werdende Weise und entzieht sich dadurch zunehmend die natürlichen Lebensgrundlagen.

Diese kulturelle „Selbstverständlichkeit“ von heute zu korrigieren ist nicht unbedingt einfach, da diese übernatürliche Weltsicht das Ergebnis einer kulturellen Gehirnwäsche der letzten 2000 Jahre ist, die auch heute noch alle Kinder durch eine entsprechende Schulbildung durchlaufen.

Die kulturellen Grundstatuten: „Kultur vor Natur“ und „Gemeinschaft vor Individualität“ (der Einzelne ist ohne die Gemeinschaft nichts) verdrehen seit langer Zeit die Lebensgrundlagen der natürlichen Evolution der Erde auf eine fundamentale Weise. Die Natur ist und bleibt die Grundlage allen Lebens auf der Erde und eine Gemeinschaft entsteht nur durch das Individuum und seine Integration in das was wir als eine Gemeinschaftlichkeit bezeichnen. Die grundlegenden Konstanten der natürlichen irdischen Evolution führen daher folgerichtig für den Menschen zu der Grundorientierungen „Natur vor Kultur“ und „Individuum (Die Lebensform, durch die sich die Natur der Erde de facto verwirklicht) vor Gemeinschaft“.

Auch der heutige Mensch lebt daher nicht, wie von Vielen fälschlicherweise angenommen, durch die Kulturmaschinen, die der Natur ihren Willen aufzwingen, sondern von den Früchten der Natur und der von den Individuen erbrachten Leistungen. Die Gemeinschaft oder der Staat sind nur Organisations- und Verwaltungsformen und damit biologisch gesehen zweitrangig. Wer dies begriffen hat, der kann auch die grundlegende Perversion nachvollziehen, die sich einstellt, sobald sich eine fiktive Gemeinschaft durch verabsolutierte Ideen oder komplexe Ideologien formiert, die dem Einzelnen eine absolutistische Unterwerfung unter „den Gemeinschaftswillen“ (in Wahrheit stets der übernatürliche Wille einiger Weniger) abfordert oder gar aufzwingt. Die den „Zwangsbürgern“ dadurch auferlegte Unterwerfung und „Selbstlosigkeit“ zugunsten einer fiktiven Gemeinschaftlichkeit eröffnet ein künstliches Universum an Gedanken, Vorstellungen und Handlungen, die allesamt unnatürlich sind und im Lauf der Zeit unweigerlich toxisch werden. Dadurch werden die beteiligten Individuen notorisch geschwächt und entwickeln in der Regel eine geistige und emotionale Abhängigkeit von den „Experten“ und Führern der Kultur.

Eine derartig widernatürliche Kulturentwicklung bedeutet, dass sich der Mensch in einer zunehmenden Weise auf keinen seiner Mitmenschen mehr verlassen kann, weder was das Menschliche an und für sich angeht, dass zunehmend verdrängt wird, noch was die kulturellen Expertisen angeht, die in einer diktatorischen Massenkultur zunehmend toxisch werden. Mit diesem Phänomen einer einsetzenden kulturellen und biologischen Kultur-Degeneration ist auch der heutige Mensch auf der ganzen Welt konfrontiert.

Die Frage, was ökonomisch und ökologisch tatsächlich klug und was dumm ist, stellt sich dem Menschen gegenwärtig auf eine neue und dringliche Weise, da der Mensch in den letzten 200 Jahren durch eine starke Fixierung auf eine „effektive“ übernatürliche Wirtschaftsentwicklung vergessen hat, dass der natürliche Ausgleich für die Effektivität (Ordnung) eines biologischen Kreislaufsystems die Flexibilität (Freiheit) des Systems ist, die eine entscheidende Voraussetzung für die ausreichende Resilienz des Systems ist.

Ein kulturelles Negativbeispiel für eine entsprechende Ignoranz dieser natürlichen Polarität zeigt sich heute am Beispiel des spanischen Plastikmeeres für die Gemüseproduktion, das sich über mehr als 100 Kilometer an der spanischen Mittelmeerküste entlangzieht. Seit Jahren ist klar, dass sich dort der Grundwasserspiegel immer weiter absenkt und es zu einer Wasserkrise kommen kann, die für die gesamte europäische Versorgung mit Obst und Gemüse einen existenziellen Engpass hervorrufen kann. Trotzdem haben die europäischen Länder nichts unternommen, um die Flexibilität der Lebensmittelversorgung für den Krisenfall in einer ausreichenden Weise abzusichern.

Auch durch dieses Beispiel erweist es sich, dass viele „Kultur-Experten“ nicht in einem biologischen Sinn wissen, was sie tun, sondern vor allem einem bodenlosen Gewinnstreben verhaftet sind, das sie blind dafür macht, welche kulturellen Maßnahmen heute tatsächlich notwendig wären. Dadurch werden viele Kultur-Experten zu kulturellen Untergangs-Propheten die nur noch zusehen, wie sich die allgemeine Lage für die Kulturen immer weiter verschlechtert und beschränken sich auf die Hoffnung, dass ihr persönlicher Kontostand ihre Rettung in etwaigen kulturellen Krisenentwicklungen sein wird.

Die Industrielle Lebensmittelversorgung wird heute zunehmend unsicher, so dass für alle Menschen ein Umdenken für eine neue kulturelle Selbstorganisation immer dringlicher wird, die wie das natürliche Wachstum von Unten nach Oben erfolgt. Orientiert sich der Mensch dabei an den natürlichen Nischensystemen, so bedeutet das eine heutige Konzentration der kulturellen Organisation auf die Landkreise. Eine solche Konzentration erfordert den Wechsel von einem megalomanischen ökonomischen Denken und Handeln zu einem ausgewogenen lokalen Denken und Handeln, das auf eine natürliche Autarkie der Landkreise abzielt.

Für eine derartige Perspektive der Selbstorganisation reicht auch ein Kleintraktor für die Bewirtschaftung von natürlich gestalteten Ackerflächen aus, die jeweils von natürlichen Grünstreifen umrandet werden, damit die Natur wieder miteinander verbunden wird und auch die Insekten wieder einen ausreichenden Lebensraum finden können. Für eine solche gemäßigte Landwirtschaft kann heute jeder Landkreis den notwendigen Biodiesel selbst produzieren, so dass sich die Landkreise auch in einem kulturellen Krisenfall selbständig aufrecht erhalten können.

Die politische und verwaltungstechnische Organisation von Landkreisen lässt sich in einer relativ einfachen Weise von Unten nach Oben organisieren, da hierfür nur relative Ämter und keine absolutistischen autoritären Ämter mehr notwendig sind. Sobald die Bürger ihre Verwaltungsbeamten selbst wählen und diese Beamten damit beauftragen unter sich die Kreisbeamten zu wählen, entsteht eine von Unten legitimierte demokratische Organisation, die durchlässig und flexibel bleibt, so dass alle wichtigen Entscheidungen der Dörfer, der Städte und des Landkreises durch eine einfache demokratische Mehrheit reguliert werden können.

Eine langfristig stabile natürliche Landkreis-Organisation erfordert vor allem ein biologisches Denken und eine natürliche Empathie für alle natürlichen Lebewesen. Eine solcherart sich in die natürlichen Nischensysteme einbindende Kulturgemeinschaft kann äußerst resilient gegenüber destruktiven Einwirkungen von Außen werden.

Um eine natürliche Landkreis-Organisation erreichen zu können, ist es wichtig, dass die beteiligten Menschen die Gründe für die heutigen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Fehlentwicklungen in den Kulturen in einer ausreichend schlüssigen Weise nachvollziehen können. Dazu zählen auch die sozialen Fehlentwicklungen, die bereits von den frühen Standeskulturen in Mesopotamien und Ägypten in Gang gesetzt worden sind. Der Mensch ist vor allem deshalb eine Spitzenentwicklung der natürlichen Evolution der Erde geworden, weil seine Fähigkeiten zu einer freiheitlichen Lebensgestaltung im Vergleich zu allen Tieren außerordentlich sind. Dies macht für den Menschen eine besondere Selbstorganisation erforderlich, weil das menschliche Kind nicht wie die Tierjungen nur eine kurze Zeit zur Reife benötigt, sondern 18 Jahre lang auf eine intensive Unterstützung der Eltern angewiesen bleibt.

Dadurch ist die gesamte Selbstorganisation des Menschen zu einer außergewöhnlichen Organisation geworden, die unter anderem eine ständig aktive Sexualität beinhaltet. Dadurch können sich die Geschlechter eine regelmäßige gegenseitige Belohnung schenken, die dazu beiträgt, die Familien stabil und resilient zu erhalten. Die besondere freiheitliche menschliche Natur bringt es mit sich, dass die Kinder bei der Geburt nur eine reduzierte Instinktsteuerung aufweisen, weshalb sich die Kinder im Lauf der Zeit eine individuelle soziale und biologische Selbstorganisation erarbeiten müssen. Wie die Psychologie und die Sozialwissenschaften festgestellt haben entwickelt sich diese individuelle Selbstorganisation durch eine sogenannte Identifikation, durch die ein Kind die Verhaltensrollen vor allem der eigenen Eltern und Verwandten einschließlich der Mimik und Gestik „einscannt“, um mit diesen kopierten Rollen zu experimentieren. Dadurch kann das Kind im Lauf der Zeit eine eigene individuelle Verhaltensmischung entwickeln.

Es gibt daher für ein Kind nichts Furchteinflößenderes als eine Mutter, die aus kulturellen Gründen insgeheim oder offen nach einer absolutistischen Macht in der Familie strebt und eine stringente soziale Deutungshoheit für das Denken und Handeln ihrer Kinder durchsetzt. Ein solches sich ins Übernatürliche verirrendes weibliches Streben nach einer absolutistischen familiären Machtstellung macht es für die davon betroffenen Frauen unabdingbar, die natürliche Empathie sowohl für den Vater der Kinder als auch für die Kinder auf einer niedrigen Flamme zu halten. Auf eine andere Weise ist keine absolutistische soziale Deutungshoheit der Frau in der Familie zu erreichen. Die nach einer sozialen Machtstellung in ihren Familien strebende Mütter neigen daher zu einer positivistischen Form der Empathie, die keine echten natürlichen Gefühle einbindet und daher nur einen geringen seelischen Nährwert und eine kurze Halbwertzeit für die Familienmitglieder generiert. Dadurch erfahren sowohl der Vater der Kinder als auch die Kinder einen chronischen Mangel an natürlicher Empathie, so dass sie mit der Zeit beginnen, nach emotionalen Zuwendungen zu dürsten.

Dieses durch das Patriarchat in den Standeskulturen entstandene unnatürliche Familienproblem wird von den heutigen „Kulturherrschern“ durch ein seit der Jahrtausendwende umgesetztes rechtliches Matriarchat (geänderte Familienrechtsprechung) in der Kultur massiv gefördert, wodurch insgesamt eine neue Art der kulturellen Machtpolitik durch ein „Teile und Herrsche“ erzeugt worden ist. Dadurch halten vor allem die Kinder seit eh und je eisern an einer Illusion einer familiären Harmonie und Empathie fest und täuschen sich in einer zwanghaften Weise über die eigentliche soziale Realität in ihren Familien hinweg. Kinder benötigen in jedem Fall die Hoffnung auf eine konstruktive soziale Unterstützung durch ihre eigene Familie, damit sie ihre lange Reifezeit erfolgreich bestehen können.

Die Männer in den westlichen Kulturen tendieren seit der Jahrtausendwende zu einem „positivistischen“ Akzeptanzverhalten für ein normal gewordenes weibliches Machtstreben in der Kultur und für ein dadurch zunehmendes Verschwinden der Empathie aus den sozialen Alltagsbeziehungen. Die Frau hat durch ihr patriarchales „Schicksal“ in den letzten 5000 Jahren nicht nur gelernt, dass der Mensch durch seine intensive soziale Gemeinschaftsorganisation eine „Schwäche“ für die Entwicklung einer Sehnsucht nach empathischen Beziehungen entwickelt. Zudem hat die Natur es so eingerichtet, dass der Mann in einer unweigerlichen Weise auf die sexuellen Signale einer Frau reagiert. Durch die Entstehung der Sklaverei (Auch der Beginn einer Sexsklaverei) und die sich daraus in den Kulturen entwickelnde Prostitution in der Form einer „sensationellen“ weil schamlosen Sexualität, ist der Mann für die Entwicklung einer regelrechten Sexsucht anfällig geworden. Eine solche Sexsucht kann durch eine entsprechend betonte sexuelle Körpersprache heute von jeder Frau erzeugt werden.

Sowohl die Sehnsucht als auch die Sexsucht sind im Lauf der Zeit zu manipulativen „Waffen“ der Frau in den Standeskulturen geworden, die bis heute viel namenloses soziales Unheil in allen Standeskulturen anrichten. Es ist daher ratsam, dass sich der heutige Mensch mit diesen widernatürlichen Kulturphänomenen und seinen Folgen gründlich auseinandersetzt. Dadurch wird auch klar, welche Bewandtnis es mit dem sogenannten Kitsch hat, einer positivistischen Beziehungsform, die eine mangelhafte Liebesfähigkeit durch stark übertriebene Gefühlskulte zu übermalen versucht. Der oft stark betonte Kitsch birgt eine hohe Gewaltpotenz, die durch eine Mangel-Verdrängung und dem Versuch einer positivistischen Kompensation entsteht, die für eine zwischenmenschliche Beziehung schnell unerträglich werden kann. Es ist daher für den heutigen Menschen wichtig einen derartigen Kitsch nicht mit einer natürlichen Empathie oder gar mit Liebe zu verwechseln.

Bereits während der 68er-Generation ist es zu einer modernen Blüte eines weiblichen Machtstrebens gekommen, der das berechtigte Streben nach einer emanzipatorischen Gleichstellung der Frau durch einen überbetonten Feminismus übertrieben hat. Dadurch ist ein regelrechter, auf eine absolutistische kulturelle Macht hinzielender Feminismus entstanden, der unter anderem zu einer rigiden Selbstermächtigung der Frauen in den Familien geführt hat. Dadurch hat sich in den westlichen Kulturen ein regelrechter Sirenen-Effekt eingestellt, der viele Männer und Kinder zu Wachs in den Händen der Frau verwandelt hat. Dieser „Erfolg“ macht heute langsam aber sicher deutlich, dass nicht jeder „Erfolg“ konstruktiv ist und die absolute Heiligsprechung des „Erfolgs“ in der kapitalistischen Standeskultur alles natürliche Leben zunehmend beschwert und vergiftet.

Durch ein ungerechtes, mitunter brutales und grausames Patriarchat sind aus vielen Kulturfrauen furchteinflößende Kulturgeschöpfe geworden. Seit 5000 Jahren manipulieren Frauen bewusst oder unbewusst für ihr Überleben die intensive Vollzugskraft der natürlichen menschlichen Sexualität zu ihren Gunsten und nutzen durch eine bewusste emotionale Sparsamkeit die Macht, welche eine soziale Sehnsucht unweigerlich auf das Verhalten des Menschen ausübt. Diese beiden elementaren menschlichen Triebe können auf das Verhalten eines Menschen eine derartig durchschlagende Wirkung entfalten, dass auch Kinder „Alles“ tun, damit sie in ihren Familien nicht emotional verhungern.

Die Entstehung von später tyrannisch agierenden familiären oder kulturellen Machthabern findet in der Regel bereits in der Kindheit durch die familiären Erfahrungen ihren Anfang. Daher muss der Mensch heute in Bezug auf die besondere soziale Natur des Menschen klüger und weiser werden, als er es in den letzten 5000 Jahren war, um sich selbst auf eine wirksame Weise zu einer konstruktiven Kultur verhelfen zu können.

Durch das Patriarchat hat die Frau eine versteckte indirekte Macht über den Mann entwickelt, an der sich auch durch das Einsetzen des sozialen Matriarchats in den westlichen Kulturen seit der Jahrtausendwende nichts Wesentliches geändert hat. Die stets so gefürchtete Hexenmacht oder Sirenenmacht der Kulturfrauen beruht bis heute darauf, dass sie den Mann nicht nur auf eine übernatürliche Weise sexuell erregen können, sondern auch eine bodenlose Sehnsucht in den Männern und in den Kindern erzeugen können, der die Betroffenen äußerst nachgiebig in Bezug auf die Vorstellungen und Wünsche der „Sirenen-Frauen“ macht. Besonders für die Kinder wird ein solcher manipulativer Einfluss der Mutter auf ihr Denken und Verhalten mitunter ein absolutistischer Einfluss, der ohne viele Worte auch alleine durch Gesten und Blicke erfolgt.

Die Sexsucht und die Sehnsucht sind für den heutigen Menschen mehr denn je zu einer zwingenden Fessel geworden, die durch die neoliberale kapitalistische Standeskultur bis heute mit allen denkbaren und undenkbaren medialen Mitteln gefördert wird. Kein anderes strategisches Instrument ist für das absolutistische Machtstreben der Kulturherren für einen „Teile und Herrsche“ Erfolg derart wirksam, da die Sirenenmacht eine tiefgehende inwendige Zersetzung der zwischenmenschlichen Beziehungen verursacht, die nicht ohne Weiteres wieder zu reparieren ist. Dadurch entstehen chronisch geschwächte Menschen die beständig unsicher, wankelmütig und psychologisch erpressbar bleiben.

Dies haben auch die jüngsten Herrenmenschen der modernen Standeskulturen erkannt, weshalb sie ab der Jahrtausendwende eine matriarchale Familien-Rechtsprechung für die Absicherung einer matriarchalen Familien-Herrschaft in den westlichen Gesellschaften auf den Weg gebracht haben. Dadurch haben die Frauen vor den Familiengerichten eine soziale Deutungshoheit erhalten.

Für eine weitere Intensivierung dieser neuen matriarchalen Politik sind die Frauen durch ihre Möglichkeiten, den Mann auf eine übernatürliche Weise zu sexualisieren in den Medien unübersehbar geworden. Die Wirksamkeit aller kulturellen Maßnahmen zur Fesselung des einfachen Menschen an übernatürlich verstärkten „Schwächen“ beruht zum Teil auf der Tradition des westlichen Christentums, die eigenen Hoffnungen auf ein gutes Leben an überirdischen Wesen (Engel) festzumachen, so dass Kinder und Männer noch heute in die Falle geraten die Frau durch den Titel (Engel) im eigenen Beziehungsdenken mächtiger zu machen als sie es von Natur aus ist. Dadurch tendieren heute sowohl die Männer als auch die Kinder dazu, die Frau in einer notorischen Weise zu überfordern. Die dadurch in der Regel zu einem sogenannten Kitsch werdenden kulturellen Vorstellungen in Bezug auf die Frau verdecken bis heute „erfolgreich“, dass sich viele Frauen in einer übernatürlich manipulativen Weise der menschlichen Sexualität und des menschlichen Grundbedürfnisses nach sozialen Beziehungen bedienen um sich eine absolutistische soziale Deutungshoheit in ihren Familien und in den sozialen Bereichen der Kultur zu sichern.

Sowohl die Sirenen-Manipulation als auch der Hang die aus einer krankhaft gewordenen Sehnsucht geborene kitschige Überzeichnung und Überforderung der Frau verhindern heute eine natürliche Beziehungsentwicklung zwischen den Geschlechtern. Dies liegt in einer tragischen Weise auch daran, dass die Natur beim Menschen die Sexualität als eine ständige aktiv bleibende Sexualität konzipiert hat, um den für die Kinder notwendigen langfristigen Familienerhalt auf eine wirksame Weise zu belohnen und zu motivieren. Im Gegensatz zu allen Tierjungen, die relativ zeitig selbständig werden, braucht das menschliche Kind für diesen Prozess 18 Jahre. Durch diese völlig anders geartete Nachwuchslogistik des Menschen im Vergleich zu den Tieren entwickelt der Mensch außergewöhnliche Fähigkeiten zur Kreativität, zur Individualität und zur Freiheit. Wer oder was auch immer daher in diese besondere menschliche Logistik eingreift, ist mit einer entsprechenden Vorsicht zu betrachten. Willkürliche Eingriffe in die natürliche Logistik des Menschen können mitunter schwerwiegende Störungen innerhalb der menschlichen Selbstorganisation hervorrufen, die, wie die Geschichte lehrt, auch zu einer familiären oder gemeinschaftlichen Selbstzerstörung führen kann.

Umso wichtiger ist es daher, dass sich der Mensch daran erinnert, dass er insgesamt in einer natürlichen Welt lebt, in der es für alles eine Ursache und eine Wirkung gibt. Auch für den Menschen existiert hier keine Ausnahme. Der Glaube von zu vielen Menschen, man könne sich einfach über die Natur hinwegsetzen, sie missachten oder gar willkürlich manipulieren ohne irgendwelche Folgen befürchten zu müssen, wird gegenwärtig auf eine zunehmend brisant werdende Art enttäuscht. Der Mensch ist daher heute gut beraten, sich in einer ernsthaften Weise eines Besseren zu besinnen.

Der Großteil der Kulturmenschen lässt heute seinen „fortschrittlichen“ Missbrauch durch die Gestalter und Herren der Kulturen in einer immer leichtfertiger werdenden Weise zu. Da die kulturelle und kapitalistische Eigenwerbung dem Menschen unnatürliche, übernatürliche und widernatürliche Denkarten und Verhaltensarten in einer immer beliebiger und willkürlicher werdenden Art und Weise vorgibt, nisten sich die toxischen Kulturwerte zunehmend auch in den letzten Winkeln des menschlichen Gehirns ein. Vor allem die gern beworbenen absolutistischen Kultur-Ideale der Sicherheit, der Bequemlichkeit und der Meinungsfreiheit sind dabei die Schlüssel zur Öffnung des menschlichen Bewusstseins für abartige, scheinheilige und willkürliche Ideen geworden, durch die sich heute zu viele Menschen davon überzeugt sind, dass alles Lebendige käuflich ist. Entsprechend gibt es für viele Menschen nur noch ein zentrales Mittel für alle Probleme und deren Lösungen: „Geld“.

Diese seltsame Reduzierung des Lebens auf ein zentralisiertes Ziel hat unter anderem dazu geführt, dass sich die Landwirtschaft in eine globale Industrie verwandelt hat, die der Evolution auf der Erde nicht nur zunehmend den Lebensraum nimmt, sondern sie so zerstückelt, so dass sich die Erde heute wie ein Schachbrett aus natürlichen und aus unnatürlich bewirtschafteten Feldern ausnimmt. Dadurch ist nicht nur ein außerordentliches Insekten- und Vogelsterben, sondern auch ein bislang nie dagewesenes rasantes Artensterben entstanden. Alles, was der Mensch daher tut, ob er das nun wahrhaben will oder nicht, hat eine biologische Ursache-Wirkungs-Kette zur Folge, die heute dahin tendiert, sich äußerst nachteilig für alle Menschen auszuwirken.

Dies liegt vor allem daran, dass die „Kultur-Experten“ aus Geltungs-Macht- und Vermögensgründen gründen nicht damit aufhören einen biozidalen und soziozidalen Datenmüll in der Kultur auszuschütten, der allen Kulturmenschen eine willkürliche Verantwortungslosigkeit und Gleichgültigkeit erlaubt bzw. anempfiehlt. Die Natur hat eine solche willkürliche Verhaltensentartung des Menschen ins Bodenlose und Übernatürliche nicht vorgesehen und hat daher dementsprechend heute Schwierigkeiten mit der unglaublich stringenten Gewalt, mit welcher der Mensch die Natur der Erde beschneidet, missbraucht, und reduziert.

Ein Land, in dem diese Schwierigkeiten besonders drastisch und offensichtlich werden ist Deutschland, da die meisten Deutschen ein tradiertes lautes Schweigen kultivieren, das letztlich jeden biologischen und sozialen Missbrauch durch die „Autoritäten“ der Kultur zulässt. Wie notwendig ein verbal laut werdender Bürger heute in Deutschland geworden ist, wird dadurch klar, dass es der Politik in der BRD vor Kurzem gelungen ist einen Präzedenzfall für einen fortschrittlichen Sozialabbau in Deutschland auf den Weg zu bringen, den die meisten Deutschen bislang nicht hinreichend registriert haben. Durch die neue sogenannte Grundsicherung wird die Wohnungsmiete der Hilfsempfänger nicht mehr wie beim ehemaligen Bürgergeld unbegrenzt übernommen. Dadurch sind heute viele Grundsicherungsempfänger dazu gezwungen auf einen bereits extrem überteuerten Immobilienmarkt eine kostengünstigere Wohnung für sich zu finden und landen dadurch zwangsläufig bei gesellschaftlichen Sozialeinrichtungen (z.B. Tafel) oder in der Gosse.

Nachdem der deutsche Bundeskanzler und mit ihm die gesamte CDU den faulen deutschen Bürger moniert und den Bürgergeldempfänger moralisch deklassiert haben, hat die Recherche-Sendung Monitor in ihrem Beitrag: Bürgergeld & Mieten: Wer kassiert die Milliarden vom Staat? - MONITOR ( https://www.youtube.com/watch?v=xNQgGwq56X4 ) festgestellt, dass der Staat bzw. die Politik ganz offensichtlich nichts dagegen unternimmt, dass die Immobilienkonzerne die Mietpreise in den letzten Jahren durchschnittlich um ca. 45 % in die Höhe getrieben haben. Die Politik unternimmt darüber hinaus auch nichts dagegen, dass die Wohnungsmieten der Bürgergeldempfänger in diesem Zeitraum durch die Konzerne um über 60 % erhöht wurden. Da diese Wohnungsmieten von Steuergeldern finanziert werden, könnte das Abstellen dieser außerordentlich unverschämten Bereicherung durch Mieten möglicherweise ausreichen, damit die Grundsicherungsempfänger in ihren Wohnungen bleiben können. Der Staat bzw. die Politik unternimmt auch in diesem Fall einer „Konzernpolitik“ wie auch gegen die schamlose Bereicherung durch Lebensmittel, durch Finanzspielereien, durch Energiekonzerne (Ein Kasperletheater von täglich wechselnden Benzinpreisen an den Tankstellen) und aus anderen seltsamen Betriebsamkeiten der Konzerne in Deutschland nichts. Dass dies ein bloßer Zufall ist, das glauben heute mit Recht immer weniger Menschen, da das Diffamieren des Volkes als einem Sündenbock und die zunehmende asoziale Freizügigkeit der Konzerne in Deutschland bereits systemisch geworden sind. Heute sitzen daher auch Konzerne direkt oder indirekt mit am Tisch, wenn neue politische Regelungen und Gesetze ausgearbeitet werden.

Im Fall der Grundsicherung bzw. der beschränkten Übernahme der Mietkosten ist die Gefahr für die Deutschen gravierend, da auch viele Renten auf der Basis einer Grundsicherung gezahlt werden und so eine Einflugschneise für eine ungünstige Veränderung bzw. einem Abbau der Rente in Deutschland geschaffen worden ist. Die Politik braucht dafür nicht mehr viel zu tun, da die Unbezahlbarkeit der Rente in Deutschland bereits im Raum steht und die Politik nur noch die Verschlechterung der allgemeinen deutschen Kassenlage abwarten muss, bis sie die Rente auf das Grundsicherungsniveau absenken kann. Für die Krankenversicherung und die Pflegepflichtversicherung droht darüber hinaus ein Kollaps der Unterversorgung und der Unbezahlbarkeit (eine Folge der neoliberalen Privatisierung und einer kalten perfektionistischen Bürokratie), so dass es an der Zeit ist, dass sich der deutsche Bürger klar vor Augen führt, was ihn erwartet, wenn er weiterhin über all das „laut“ schweigt.

Angesichts dieser sehr eigenartigen kulturellen Entwicklungen in Deutschland stellt sich die Frage, ob der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzen von Black Rock Deutschland Friedrich Merz eine Politik betreibt, die den deutschen Sozialstaat abwickelt und nicht etwa am Leben erhält. Bereits seit 1984 erträumt sich der Neoliberalismus ein globales Paradies durch den Abbau des Sozialstaates, der bereits damals zu einer Bedingung für die Kreditvergabe an die Dritte-Welt-Länder wurde. In diesem Licht gesehen, erhält auch der plötzliche Gesinnungsumschwung von Friedrich Merz über eine deutsche Schuldenaufnahme von 1 Billion Euro eine neue Bedeutung. Ein Teil des Geldes fließt amerikanischen Rüstungskonzernen für eine Kriegsgefahr zu, die eine neoliberale europäische Politik mitzuverschulden hatte und hat.

Das wirtschaftliche Motto für die Konzerne in Deutschland lautet heute offensichtlich: Freie Bahn für ein bodenloses, schamloses und rücksichtsloses Gewinnstreben. Wer daher noch immer glaubt, dass da ein politischer Retter kommen wird, der diese bereits bodenlos gewordene Verhaltens-Politik „von Oben“ her zugunsten des Bürgers beseitigt, der ist für die bisherige Kulturgeschichte blind. Vor allem durch diese Blindheit wird vielen Deutschen bis dato der eigene fahrlässige Leichtsinn nicht hinreichend klar, der seit der Jahrtausendwende immer akuter und lebensbedrohlicher für alle Menschen wird.

Seit ca. 400 Jahren hängen die Deutschen in einer Schleife aus Selbstzerstörung und Selbsterneuerung fest und vollziehen dadurch eine manisch-depressive Wechselpolarität sowohl in ihrem Gemüt als auch in ihrer Kulturrealität. Diese Schleife resultiert aus einer extremen religiösen Selbstvergiftung, die zu einer verheerenden Spaltung der Deutschen in Katholiken und Evangelikale geführt hat. Im Wesentlichen ist es das, was die Erscheinung hervorgebracht hat, die andere Völker als die „German Angst“ bezeichnen, weil die vergiftete extrem masochistische und dadurch immer wieder verzweifelte deutsche Psyche zu viel religionsbedingtes Elend erfahren hat. Wer zum ersten Mal die brutale Zeit des Dreißigjährigen Krieges empathisch nachvollzieht, in der die Menschen auf die Bäume geklettert sind, um die Blätter zu essen und schließlich auch dem Kannibalismus verfallen sind, der begreift, was eine kulturbedingte Hölle auf Erden sein kann und wie sehr dadurch eine Volksseele psychisch in eine nachhaltige Verstörung geraten kann. So verstört, dass sie aus einer manisch-depressiven Tendenz der pessimistischen Selbstzerstörung und einer manisch-positivistischen Tendenz der optimistischen Selbsterneuerung nicht herauskommt. Diese übernatürlichen seelischen Anlagen haben mitunter immer wieder das erzeugt, was man als ein deutsches Wirtschaftswunder bezeichnet hat. Dieses Wunder setzte erstmals nach der Reichsgründung von 1871 ein und hat den anderen europäischen Mächten eine starke Angst vor einer übernatürlichen Leistungspotenz der Deutschen eingetragen. So kam es, dass die europäischen Völker diese Leistungskraft reduzieren wollten, was bis auf den heutigen Tag ein versteckter und auch offener Konflikt in den Beziehungen zu den anderen europäischen Nationen und Amerika geblieben ist.

Das Verhalten der Regierung und der gesamten CDU führt gegenwärtig nicht nur zu einer berechtigten Angst, dass der deutsche Sozialstaat abgewickelt wird, sondern dass Friedrich Merz zu einem trojanischen Pferd für die Interessen der großen globalen Finanzplayer und der amerikanischen Politik wird, um Deutschland insgesamt zu schwächen. Die passive Wirtschaftspolitik der CDU in Bezug auf eine ausreichende politische Unterstützung und in Bezug auf eine ausreichende Entbürokratisierung treibt die deutschen Firmen ins Ausland. Darüber hinaus delegiert der Bund steigende Soziallasten an die Städte und Kommunen, finanziert diese Aufgaben jedoch nicht in einer angemessenen Weise und treibt dadurch die Städte und Kommunen in eine Schuldenfalle. Die gesamte heutige Politik der CDU/SPD Regierung ist daher dazu geeignet Deutschland als einer wichtigen europäischen Wirtschafts- und Kulturmacht in eine desaströse Lage zu manövrieren und einen Staatsbankrott zu riskieren. Gleichzeitig geht es den Millionären und Milliardären noch nie so gut in Deutschland wie heute, da sie in Deutschland ein Paradies vorfinden, durch das sie mit einer einfachen Stiftungsgründung ihr Vermögen vor dem Steuerzugriff des Staates schützen können. Was sagt uns das und was bedeutet das für alle bereits in naher Zukunft, die heute in der BRD leben?

Der Deutsche kann seine gegenwärtige Seelenlage und damit auch die politische Lage nur dann erlösen, wenn er sich von seiner religiösen Anhänglichkeit an toxische Autoritäten und damit von seinem manisch-depressiven Organisations-Teufelskreis erlöst. Diese Erlösung, die auch zu einer Auflösung der Fixierung am materiellen Reichtum als einer „(schein)heiligen“ Sicherheit führt, kann die Entspannung erzeugen, die der Deutsche braucht, um sich von seiner tragischen Kulturgeschichte erlösen und erholen zu können.

Eine solche Erlösung bedeutet auch das Loslassen von scheinbar so einfachen Dingen, wie der Lüge, die bis heute auch in den sich nicht religiös organisierenden Familien wirksam geblieben ist. Kinder die zu wenig Zuneigung erhalten, weil die Eltern religiös oder ideologisch bedingt zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dürsten in der Regel so sehr nach der notwendigen Zuwendung für ihren Seelenhaushalt, dass sie dahin kommen in einer regelrechten Weise zu lügen, weil ihre realen Gefühle und Stimmungen oft weit schlimmere Konsequenzen für die Beziehungen zu ihren Eltern haben, als zur Schau gestellte, die jeweiligen Gefühls-Stimmungen beschönigenden Lügen. Das Lügen dient bereits seit langer Zeit der Regulierung des seelischen Familienhaushaltes in allen katholischen und evangelikalen Gemeinschaften. Die Lüge unterliegt jedoch durch die 10 Gebotet stets einer Art moralischem Terror, die zu schwerwiegenden sozialen Irritationen und Ängsten in den Gläubigen führen. Diese Ängste können sich im Lauf der Zeit zu einem starken Gefühls- und Angst Knoten in den Betroffenen verdichten. Solcherart ist das religiöse Erbe, mit dem insbesondere die Deutschen aber auch alle anderen westlichen Völker heute nach wie vor zu kämpfen haben.

Die Deutschen benötigten daher heute vor allem eine religiöse bzw. ideologische Reinigung, da sich über die Jahrhunderte zu viel Datenmüll in der Kultur angesammelt hat, den alle Kinder durch die natürliche Identifikation mit ihren Eltern nach wie vor integrieren. Da eine solche Integration das soziale Klima in Deutschland in einer unnötigen und sinnlosen Weise vergiftet, gibt es für die Deutschen vor allem in dieser Hinsicht viel zu tun. Es ist heute von einer nicht zu unterschätzenden Bedeutung für die Deutschen zu begreifen, dass und wie eine religiöse oder ideologische Vergiftung das Denken und Handeln des Menschen auch in einer äußerst gefährlichen Weise verändern kann.

Heute gibt es in Deutschland und in nahezu allen Kulturen zu viele unbehelligt agierende religiöse und ideologische Gefängniswärter, die das freie Denken und Handeln ihrer Mitmenschen zu ersticken versuchen. Vor allem Bürokraten, die auf Paragraphen so stringent reiten, dass Sie das Leben darüber vollkommen ausblenden, Politiker, die nur so tun, als wären Sie Politiker für das Volk und Geschäftsleute, deren kapitales „Geschäftsmodell“ ein ideologisches Gefängnis für das natürliche menschliche Denken und Handeln voraussetzt. Wer so leichtsinnig ist, zu glauben, dass ihm derartige „ideologische“ Normalitäten in der Kultur nichts anhaben können und dass die Wirkungen der entsprechenden „Werbungen“ in den Medien nur gering sind, übernimmt faktisch keine Verantwortung mehr für sich selbst und für seine Nächsten. Denn nichts was die absolutistischen Bürokraten, Schein-Politiker und Geschäftsleute heute tun, wird deshalb getan, weil es keine Wirkungen hat, sondern weil es eine faktische Wirkung für deren Ansammlung von Geltung, Macht und Vermögen zeitigt. Dass diese Wirkung am Ende auch nicht in deren Interesse ist, wird den Betroffenen durch ihre Erfolgssucht nicht hinreichend bewusst, so dass sie zu toxischen Kriegern in einem selbst fabrizierten Kulturkrieg werden, der der eigenen Kultur den sozialen und den natürlichen Boden unter den Füßen wegzieht.

Es ist die große Tragik der Standeskultur in den letzten 5000 Jahren, dass die einfachen Kulturmenschen aus einer tiefgreifenden existenziellen Angst heraus diese „inhumanen“ Wirkkräfte in der Kultur unter allen Umständen beschönigen. Die meisten heutigen Menschen stellen sich dafür einfach blind, so dass die toxischen Kulturkräfte stets eine freie Entwicklungsbahn haben und sich die selbstzerstörenden Kulturkräfte auf eine wirksame Weise entfalten können. Begreift der heutige Mensch diese Tragik nicht, dann gibt es für den Menschen auch keine konstruktive Erlösung von dieser Tragik, sondern nur eine entsprechend destruktive „Erlösung“.

Eine konstruktive kulturelle Lösung ist heute nicht nur für die Deutschen notwendig, sondern auch für viele andere Völker des Westens und Ostens. Denn viele Menschen registrieren heute aus einem fahrlässigen positivistischen Leichtsinn heraus nicht die immensen Gefahren, die gegenwärtig durch den zunehmenden Einsatz von KI und Robotern entstehen. Denn sobald die Roboter und die KI zur Aufsicht und zu einer Bewertung der Arbeitsleistungen in den Kulturen eingesetzt werden, sind nicht mehr nur die ökonomischen Produktionsmittel in den Händen von wenigen „superreichen“ Menschen. Durch den „privaten“ Einsatz von KI und Robotern in den Konzernen verlagert sich die zunehmende kontrollierende Aufsicht und damit auch die Vollstreckung von Disziplinar-Maßnahmen für Regelverstöße vom Staat weg auf die „Superreichen“ bzw. deren Wirtschafts-Konzerne. Die Konzerne sind gesetzlich ihren Aktionären verpflichtet, nicht jedoch der Natur der Erde und auch nicht dem Sozialstaat. Dadurch wird die Kultur in einer absehbaren Weise zu einem fortschrittlichen Leistungsgefängnis, das nicht nur in der Arbeit, sondern auch im öffentlichen Raum greifen (Sh. China) und schließlich auch in der Privatwohnung Realität werden kann.

Wie der monotheistische Gott im Himmel können dann die Kulturherrscher ein „moralisches Konto“ von allen Menschen (In China bereits Realität) führen und durch eine „normale“ Belohnung oder Bestrafung für jeweils festgelegte bestimmte Verhaltensweisen eine sowohl indirekte als auch direkte Macht ausüben. Wer daher heute nicht erkennt oder erkennen will, dass eine solche Entwicklung eine fortschrittliche Absage an alles Natürliche ist, sowohl was die natürliche Ordnung als auch was die natürliche Freiheit betrifft, der muss zumindest damit rechnen, dass er sich früher oder später in einem kulturellen Irrenhaus wiederfindet.

Eine solche Entwicklung ist heute auch in Deutschland in einer relativ zügigen Weise möglich, weil das deutsche Volk bereits seit dem 17. Jahrhundert kein ausreichendes Selbstverständnis besitzt und dadurch psychologisch zu sehr von kulturellen Autoritäten abhängig geblieben ist. Das, was sich seit der Jahrtausendwende in Deutschland abspielt, ist daher keineswegs „Schicksal“, sondern ein experimenteller Kulturversuch der Reichen und Mächtigen der Welt. Wie man durch die besonderen masochistischen Duldungsfähigkeiten der Deutschen heute leicht feststellen kann, ist ein solches Kulturexperiment leichter in Deutschland zu verwirklichen als in allen anderen europäischen Ländern und hat trotzdem eine Signalfunktion für Europa.

Wie biozidal die Herrscher der Standeskulturen seit dem Zweiten Weltkrieg denken und handeln wird heute auch dadurch deutlich, wie lapidar man das Thema Klimawandel und der zunehmenden Polarisierung des Wetters zwischen einem zu heiß/trocken und einem zu kalt/nass behandelt. Wir haben es daher bereits in vielen Herrschern mit einer Machtillusion zu tun, die annimmt, man könne auch in einem isolierten Kulturuniversum überleben und für diese Möglichkeit die gesamte Evolution der Erde aufs Spiel setzen. (Elon Musk). Auch wer einem solchen Wahnsinn auf die Dauer nur tatenlos zusieht und sich davon durch einen pauschalen Positivismus ablenkt, wird dadurch mit er Zeit in seinem Denken und Handeln nervös. Vor allem dadurch ist der heutige Homo auf dem Weg, sich selbst die notwendigen biologischen und sozialen Lebensgrundlagen zu entziehen.

Viele Menschen sind gegenwärtig „stille Teilhaber“ der Kultur, weil sie immer noch die Hoffnung hegen, „luxuriös in den Untergang“ gehen zu können. Der Sommer 2026 hat jedoch gezeigt, dass sich ein solcher Untergang in der Regel nicht „luxuriös“ vollzieht, sondern stets eine Art biologische und soziale Hölle bedeutet. Eine Diktatur der Wenigen kann daher auch heute keine Lösung für eine Gemeinschaftsorganisation des Menschen sein, weil die Kulturgeschichte zur Genüge zeigt, dass eine widernatürlich werdende Kulturherrschaft sowohl einen sadistischen Größenwahn der Mächtigen als auch eine masochistische „selbstlose“ Überlebensstrategie der Ohnmächtigen ins Uferlose treibt. Der Mensch wird dadurch im Großen und Ganzen zu einer Hölle für sich selbst, so dass auch ein materieller Luxus dafür keinen ausreichenden Trost spenden kann.

Auch alle heutigen Hoffnungen, die der Technik einen besonderen Stellenwert geben werden in einer Kulturkrise enttäuscht. Bereits heute ist klar, dass sowohl die KI, als auch die künstliche hochtechnisierte Lebensmittelproduktion in den modernen exakt regulierten Fabrikhallen-Gewächshäusern so viel Strom verbrauchen, dass ein entsprechender Einsatz auf die Dauer nur mit einer massiven Reduzierung der Bevölkerung realisiert werden kann. Wie in den Anfangstagen des Kapitalismus entwickelt sich daher heute wieder ein immer härter werdender Antagonismus zwischen dem masochistisch sich organisierenden Arbeiter- und Untertanenvolk und den sadistisch sich organisierenden politischen, wirtschaftlichen und militärischen Herren der Kultur. Diese „Herren der Kulturwelt“, denen alles Biologische und Soziale zunehmend fremd wird, leben bereits in einer übernatürlichen machtfixierten Ideenwelt. Viele dieser Herrscher nähren sich durch die groteske religiöse Anschauung ihrer eigenen göttlichen Auserwähltheit, die sich durch ihre erlangte Macht und ihren erlangten Reichtum von selbst bestätigt. Dieses ideologisch/religiöse Erbe von Johannes Calvin lässt heute noch viele evangelikal geprägte Gehirne vor toxischen abiologischen und asozialen Ideen geradezu übersprudeln.

Jeder Mensch und alle Völker stehen daher heute vor der Hauptaufgabe, die kulturbedingten sadistischen und masochistischen Macharten des Denkens und Handelns abzulegen. Ohne eine solche Bereinigung des Denkens und Handelns wird der Mensch nicht im biologischen Sinne demokratiefähig und degeneriert zwangsläufig zur biologischen und sozialen Unzurechnungsfähigkeit.

Der Mensch braucht kein sensationelles oder die Sehnsucht anregendes mediales Unterhaltungsprogramm, sobald er innerhalb einer empathischen sozialen Gemeinschaft lebt. Daher muss er auf die heutigen Medien, die zu einer toxischen Droge für das natürliche menschliche Bewusstsein geworden sind weitgehend verzichten lernen. Das heutige Medienprogramm fördert die Entstehung bodenloser Ängste und allergischer Reaktionen und produziert insgesamt nur wenig, mit dem der Mensch etwas Konstruktives anfangen kann.

Die übernatürlichen, zur Panik tendierenden Ängste des heutigen Kulturmenschen kann der Mensch nur neutralisieren, wenn er sein eigenes Weltbild und Bewusstsein von der Vorstellung reinigt, dass es eine über der universalen Natur stehende absolutistische und damit übernatürlich regierende Gottheit gibt, die auch das eigene Leben in der Form eines zugeteilten „Schicksals“ bestimmt. Diese Idee entstand bereits in den frühen Stadtstaaten in Mesopotamien und Ägypten durch die phantasievolle priesterliche Erfindung einer jeweils reichhaltigen Götterwelt, die das Leben aller Menschen ständig beeinflusst. Diese Götterwelt haben die Juden durch einen allmächtigen monotheistischen Gott ersetzt, der das Leben der Menschen auf eine absolutistische Weise überwacht und entweder belohnt oder aber bestraft. Auf dieser Vorstellung beruht bis heute die Idee der Legitimation eines Königs durch den Titel Gottkönig, auf den sich auch der preußische König Friedrich Wilhelm IV. 1849 wiederholt berufen hat. Alle Inhaber von „hohen“ Kulturämtern, wie z.B. das Amt des religiösen Predigers berufen sich noch heute gerne auf ihre „Statthalterschaft“ Gottes auf Erden.

Betrachten wir jedoch die Natur der Erde eingehender, so wird deutlich, dass alle ökologischen Kreisläufe der Erde den Amtstitel eines Königs nicht kennen. Auch den Titel des Königs der Löwen, den die Menschen bis heute gerne verwenden, verliert bei näherer Betrachtung an Glaubwürdigkeit. Löwen sind in der Natur keineswegs so gebieterisch, so mächtig und so erfolgreich, wie sie gerne kulturell dargestellt werden. Ein Löwe erlegt in der Regel ein Beutetier nur dann, wenn es geschwächt oder unaufmerksam gewesen ist. Von einer unfehlbaren, absolutistischen königlichen Gewalt kann daher bei einem Löwen keine Rede sein.

Derartige willkürliche Übertreibungen und Fabeln haben dazu beigetragen, dass der Mensch heute ein sich gegenseitig verrückt machendes Wesen geworden ist. Die allgemeine Folge einer solchen willkürlich eingesetzten Fähigkeit zur Phantasie besteht in der Regel darin, dass der Mensch nicht im natürlichen Leben steht, sondern mit seinem Bewusstsein in einer ganzen Welt von haltlosen übernatürlichen Vorstellungen lebt.

Das daraus zwangsläufig entstehende seltsam in sich gespaltene natürliche und kulturelle Leben des Menschen droht heute die Kulturmenschen in krankhaft schizophrene Wesen zu verwandeln. Diese latente Schizophrenie zeigt sich bereits seit 5000 Jahren durch die ersten Vorstellungen einer himmlischen Götterwelt, welche die betroffenen Kulturen in einer regelrechten Weise in eine widernatürliche und asoziale Hölle verwandelt haben. Diese seltsame, aus willkürlichen menschlichen Vorstellungen heraus entstandene Tragik führt bis heute in den Kulturen zu einer normalen übernatürlichen Polarisation einer kitschigen Liebe mit einem starken Hass, bzw. zu chronischen krankhaften Übertreibungen des natürlichen Seins. Von der bewussten Bereinigung dieser absolutistischen, eine schizophrene Erkrankung begünstigenden Polarisierungen wird es abhängen, ob der Mensch sich von seiner verhängnisvollen kulturellen Verirrung in ein widernatürliches Kulturleben wieder erlösen kann.

Eine solche Selbsterlösung erfordert heute die Überwindung von nicht wenigen destruktiven Denk und Verhaltensgewohnheiten der Kulturmenschen. Eine dieser recht hartnäckigen Gewohnheiten ist die irreführende Selbstbelobigung des Menschen. Viele bis heute offiziell als „Helden“ der Kulturgeschichte gefeierten Menschen waren Menschenschlächter oder „erfolgreiche“ Parasiten einer übernatürlichen Machtausübung. Nur wenige Menschen waren biologisch gesehen echte Helden, wie dies z.B. für Jesus gilt, der lieber den Tod auf sich nahm, als seine eigene Natur zu verraten und den Verlust seiner natürlichen Seele in Kauf zu nehmen.

Das, was die Katholische Kirche aus dieser wichtigen Botschaft für alle Menschen gemacht hat, ist bis heute eine Schande für alle Menschen geblieben, weil sie diese Lebensbotschaft dem Römischen Kaiser Konstantin (bzw. aus Machtgründen) zuliebe in ihr Gegenteil verkehrt und dadurch aus Jesus einen billigen Sündenbock für alle Menschen gemacht hat. Es ist daher auch kein Wunder weshalb der europäische Kulturkreis eine derartige moralische Dekadenz vollzogen hat, wie sie von der Geschichtsschreibung zur Genüge bestätigt wird. Diese moralische Dekadenz reicht bis zu der Feststellung, dass es nach der offiziellen Einleitung des europäischen Kolonialismus durch die katholischen Bullen Dum Diversitas und Romanus Pontifex im Zuge des ausufernden Sklavenhandels auch ein Sklavenschiff mit dem Namen „Jesus“ gab.

So tief wie der Mensch dadurch moralisch gesunken ist, so leidenschaftlich muss er sich heute aus dieser Versenkung wieder erheben. Dies kann vor allem dann geschehen, wenn ein Mensch begreift, dass der traditionelle tyrannische Kulturgott an den er zu glauben gelernt hat, eine Erfindung der „Herrenmenschen“ war und ist und nur in der Phantasie des Menschen existiert. Die Losung für den heutigen Menschen kann daher nur lauten: „Keine Herrschafts-Tyrannei, weder im Himmel, noch auf Erden“. Dafür gibt es keinen heilsamen, sondern allenfalls einen krankmachenden „Kompromiss“

Wird sich ein heutiger Landkreis im Großen und Ganzen einig darüber, dass die Dinge neu geordnet und organisiert werden müssen, dann entsteht die Möglichkeit für ein natürliches Kulturbiotop. Da ein solches Biotop mit der Zeit alles selbst herstellt, was es zum Leben braucht, kann der heutige Kulturmensch durch ein solches Projekt eine ungeahnte Erlösung von einer heute in vielen Menschen ständig rumorenden Existenzangst erfahren. Die einzige Voraussetzung für ein solches Projekt besteht darin, dass die beteiligten Menschen sich ihre masochistischen Bedürfnisse bewusst verkneifen und nicht länger eine „höhere Autorität“ um Erlaubnis für eine derartige natürliche Selbstermächtigung zur gemeinschaftlichen Selbstorganisation fragen.

Durch eine solche grundlegende natürliche Selbstlegitimation von Unten kann jeder Bürger wesentlich mehr zur Gestaltung seines Dorfes, seiner Stadt und seines Landkreises beitragen, als ihm dies heute und seit langer Zeit möglich ist.

Auch in anderer Hinsicht ist es ratsam alle Landkreise durch eine natürliche Demokratie von unten zu organisieren. Dadurch können die Landkreise für die Förderung ihrer natürlichen Resilienz zu der offiziellen Landeswährung eine zweite lokale Buchwährung für den Landkreis organisieren, die es im kulturellen Krisenfall ermöglicht, die Wirtschaft im Landkreis nahtlos aufrecht zu erhalten. Das Geld ist seit jeher das Blut für den Wirtschaftskreislauf einer Kultur. Diejenigen, die daher bestimmen, auf welche Weise der Blutkreislauf in einer Kultur erfolgt, haben auch die fundamentale Macht diese Kultur am Leben zu erhalten oder sterben zu lassen. Ein Volk, das die Kontrolle und Herrschaft über das Geld einem kleinen Gremium von Herrenmenschen überlässt ist und bleibt daher nicht nur ein diktiertes, sondern stets auch ein gefährdetes Volk. Daher ist es das A und O einer gesunden natürlichen Kulturorganisation, dass die Kontrolle des Geldes stets beim Volk bleibt - auch wenn es sich dabei nur um eine komplementäre Buchwährung handelt.

Bis sich aus der natürlichen Gestaltung der Landkreise eine demokratische Gestaltung der gesamten Kultur durch eine logische Fortsetzung einer Wahl von Landesbeamten und Bundesbeamten von Unten vollziehen kann, reicht eine 2. Buchwährung für die Sicherung der ökonomischen Unabhängigkeit innerhalb eines Landkreises aus. Allerdings ist es wichtig, das Ziel im Auge zu behalten, dass langfristig die gesamte Kultur durch eine natürliche Demokratie von Unten reguliert wird, da eine solche ganzheitliche natürliche Gemeinschaftslösung die Resilienz der Landkreise zusätzlich festigt.

Die Förderung einer natürlichen kulturellen Ökonomie lässt sich auch durch eine demokratische Firmenorganisation von Unten mit Hilfe eines besonderen Investmentfonds in einer stabilen Weise organisieren. Je nach der Anteilnahme und der eingesetzten Fähigkeiten erhält dabei jeder Arbeiter und Angestellte eine besondere Gewinnausschüttung am Ende des Jahres. Eine solche demokratische Firmengestaltung, die ein soziales Sein anstelle eines sozialen Scheins bedeutet, reicht nach der Phase einer Stabilisierung aus, um die ökonomische Selbstversorgung der Landkreise auch in einem kulturellen Krisenmodus selbständig aufrecht zu erhalten.

Wird zudem innerhalb der Landkreise ein natürlicher 3 Generationen Haushalt gefördert, damit sich die Großeltern wieder um ihre Enkel kümmern und die Eltern leichter am Gemeinschaftsleben teilhaben können, dann können auch dadurch weit günstigere Lösungen verwirklicht werden, wie sie in den heutigen Kulturen möglich sind.

Viele essentielle gemeinschaftlichen Angelegenheiten lassen sich besser in kleinen Kulturbiotopen wie dem eines Landkreises regeln als für die „große, weite Welt“, weil der soziale Kontakt überwiegend direkt und damit umfassend erfolgen kann . Die wesentliche Voraussetzung für eine solche Vergemeinschaftung von Unten ist und bleibt die empathische Teilhabe aller Bürger an ihrer eigenen Gemeinschaft. Bereits heute sind viele Menschen dazu bereit ehrenamtliche Gemeinschafts-Aufgaben zu übernehmen und zeigen, dass die einfache Vergemeinschaftung von Unten mehr bewegen kann, als die meisten Menschen heute glauben wollen (z.B. Die Tafel, sh. auch: https://www.youtube.com/watch?v=wNZ84Ym5xn8 Bäche und Flüsse stark belastet - Wie retten wir Deutschlands Lebensadern? | SWR Doku).

Heute wird zunehmend klar, dass die grundlegende materielle Organisation eines Landkreises eine Aufgabe ist, die keine materiellen Schwierigkeiten mehr aufwirft, die nicht zu meistern wären. Auf einem anderen Blatt stehen heute jedoch die sozialen Verwerfungen in den Familien, den Dörfern, und den Städten, da es hier viele scheinbar unüberwindbare Probleme in der zwischenmenschlichen Verständigung gibt. Daher ist es wichtig, dass der Mensch eine besondere Aufmerksamkeit auf diese Probleme legt und ihre Ursachen klärt.

Eine wesentliche Ursache, die heute noch massive symptomatische soziale Beziehungsstörungen verursacht, ist die Erfindung des Patriarchats vor 5000 Jahren in den frühen Hochkulturen. Dadurch ist eine scheinbar unüberwindliche Kluft zwischen Männern und Frauen und damit auch ein obligatorischer Krieg in den Familien der Standeskultur entstanden, die bis heute viele Kinder zu seelischen Mülleimern und Sündenböcken eines „normalen“ Geschlechterkrieges in ihren Familien machen.

Eine weitere essentielle Kultur-Problematik von heute ist die Tendenz einer allgemeinen kulturellen Selbstzerstörung, die nahezu jede Standeskultur in den letzten 5000 Jahren vollzogen hat, sei es durch ausufernde Kriege oder durch eine bodenlos werdende Kulturdepression. Wie Sisyphus ist der Mensch seit 5000 Jahren in dieser Hinsicht unbelehrbar geblieben, so dass der Kulturmensch seither stets die Kulturkugel der Standeskultur immer wieder mühsam den Berg hinaufrollt, um am Ende stets an der eigenen übernatürlichen Selbstorganisation und einer damit einhergehenden notorischen Selbstüberforderung zu scheitern.

Wir haben es daher heute vor allem mit einer akuten kulturellen Betriebsblindheit des Menschen zu tun, die in vielen Menschen eine geistige und emotionale Wüste der relativen Hoffnungslosigkeit erzeugt. Angesichts der Kulturkrisen von heute, die bereits erste kamikazeartige Züge aufweisen, setzt der Mensch nach wie vor auf einen zwanghaften Aktionismus, der wettmachen soll, was dem Menschen an natürlichem Geist und an natürlicher Empathie fehlt. Die dadurch normal gewordenen emotionalen Übertreibungen und die übernatürlichen ideologischen Polarisierungen des Alltagslebens lassen in der Regel nur noch ein Leben des positivistischen Scheins nicht aber des natürlichen Seins in der Kultur zu. Dadurch kommt es dazu, dass der Mensch inmitten seines ganzen materiellen Reichtums langsam aber sicher seelisch und geistig verhungert.

Dies kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis eines ständigen krankhaften absolutistischen Machtstrebens des Menschen über ein relativ sich organisierendes natürliches Leben. Dieses natürliche Leben hat dem Kulturleben seit 200 Jahren immer weniger entgegen zu setzen, weil es auf eine relative und nicht wie die Kultur auf eine zwanghaft absolutistische und dadurch alles übertreibende Weise funktioniert. Die als kultureller „Fortschritt“ gehandelte materielle Kunstwelt des heutigen Menschen hat ganze Betonwüsten und Agrarwüsten geschaffen, die in Hitzewellen die Temperaturen in den Städten und in der Umgebung oftmals ins Unerträgliche erhöhen und humusreiche Erde in Staub verwandeln. Trotz der Tatsache, dass der Mensch seit langem weiß, dass die Dosis das Gift macht, hat der Mensch bis heute keine ausreichende Lehre aus den sich heute einstellenden Symptomen seiner jüngsten Kulturgeschichte gezogen.

Was sich der heutige Mensch mit einem ungebremsten Streben nach Bequemlichkeit, Passivität und Unverantwortlichkeit alles antut, wird vor allem dadurch deutlich, dass er einem bodenlos gewordenen parasitären Treiben der Konzerne, Politiker und „Kultur-Experten“ freien Lauf lässt. Der Mensch muss sich daher auch nicht wundern, wenn z.B. in Deutschland eine verrückte Preispolitik an den Tankstellen „normal“ ist und eine unverschämte Mietpreisrealität und überteuerte Lebensmittel die Lebensqualität in der deutschen Kultur immer weiter in Richtung Depression treiben. Das ist stets so oder ganz ähnlich, wenn ein Lebewesen nichts gegen seine Parasiten unternimmt, was insbesondere auf übernatürliche, mit einer bodenlosen Gier agierende menschliche Parasiten zutrifft. Da hilft den Menschen eine allgemeine Amüsier-Kultur „als Ausgleich“ nichts, die außer oberflächlichen Allgemeinplätzen heute nichts Konstruktives mehr zu liefern hat, am allerwenigsten eine realistische Hoffnung auf ein erfreuliches zukünftiges Kulturleben. Es wird daher Zeit, dass der Mensch seine geradezu professionell gewordene positivistische Blindheit in Bezug auf seine „normale“ Kulturgestaltung beendet, damit er damit beginnen kann, sich aktiv aus dem selbst verursachten kulturellen Schlamassel zu befreien.

Bis heute erwecken die „Herrenmenschen der Kultur“ stets den Anschein als ginge es ohne sie nicht, weil die Erzeugung eines derartigen Irrtums eine Voraussetzung für die Aufrechterhaltung ihres übernatürlichen parasitären Überlebenskonzeptes ist. Dadurch wird auch seit 5000 Jahren stets erfolgreich der Glaube in den Kulturen gefördert, es gäbe es eine universale tyrannische Gottesherrschaft, die alle gleichermaßen tyrannisch agierenden Stellvertreter Gottes auf Erden „legitimiert“. Auf eine derart einfache Weise kann man ein Volk in ein Volk von billigen Leistungssklaven verwandeln, wenn sich ein Volk nicht dagegen sträubt.

Der „einfache“ Mensch von heute muss daher einfach klüger werden und durchschauen, was sich der Mensch selbst über die letzten 5000 Jahre für eine unnatürliche Kulturhölle ausgedacht und verwirklicht hat. Erst dann kann er alle übernatürlichen Machtvisionen des Kulturmenschen, die er akzeptiert und integriert hat identifizieren und bewusst wieder auflösen. Dies ist der einzige Weg der „von Unten“ ausgehend das heutige Kulturleben so korrigieren und bereinigen kann, dass ein nachhaltiges starkes und hoffnungsvolles Kultur-Biotop für den Menschen entsteht. Eine solche Aufgabe kann man nicht durch illusorische religiöse Vorstellungen an einen fiktiven Erlöser übertragen, ohne dass man sich dadurch in biologischer, soziologischer und psychologischer Hinsicht selbst denk- und handlungsunfähig macht.

Irgendwelche halbherzigen „positivistisch“ konnotierten Versuche einer kulturellen Korrektur nutzen heute nichts, weil der Mensch bereits einen Grad des unnatürlichen Denkens und Handelns erreicht hat, der direkt oder indirekt in zahlreiche Suchtentwicklungen mündet. Selbst die immer notwendiger werdende Kritik an den Kulturrealitäten hat sich dadurch entweder in ein großes, lautes Schweigen oder aber in eine menschliche Kritiksucht verwandelt, die alles und jeden verurteilt und dadurch zwangsläufig ebenfalls unwirksam bleibt. Daher bleiben viele Menschen Gefangene ihrer zwanghaft gewordenen masochistischen Denk und Verhaltensanpassungen an eine widernatürliche kapitalistische Standeskultur. Wer für diese Problematik möglichst schnelle Lösungen finden will, kommt in der Regel zu „faulen“ Kompromissen und intensiviert das Problem für sich selbst auf eine „fortschrittliche“ Weise.

Der Mensch ist und bleibt ein natürliches Wesen und kein übernatürliches Wesen und braucht daher auch bestimmte besondere Lebens- und Beziehungsverhältnisse. Eine „Toleranz“ für ein bodenlos parasitäres menschliches Verhalten wird daher für den Menschen zügig toxisch. Der destruktive Automatismus, mit dem der Mensch heute gerne „positivistische“ Floskeln als Antwort auf parasitäre Beziehungserfahrungen einsetzt, ist in der Regel eine bereits zwanghaft gewordene Erzeugung einer verabsolutierten „Beziehungs-Harmonie“. Die davon betroffenen Menschen können daher als harmoniesüchtig bezeichnet werden, da sie oft alles tun, damit ihre Beziehungen „harmonisch“ bzw. positivistisch bleiben. Dies trifft oftmals auch auf die Akzeptanz einer parasitären sado-masochistischen Herren-Untertanen-Beziehung zu. Durch derartige Beziehungen fördern heute die meisten Menschen einen bodenlosen Parasitismus in der Kultur, legalisieren ihn insgeheim für sich selbst und werden dadurch unweigerlich zu einem Verräter an ihrer eigenen Natur und damit auch an ihrer individuellen Seele. Daher schwindet gegenwärtig für viele Menschen der Spielraum für die Vergebung von allen unnatürlichen, übernatürlichen und widernatürlichen Beziehungen, so dass die Beziehungen zunehmend sachlicher werden und sich zusehends verhärten.

Entweder der Mensch lernt daher heute die notwendigen biologischen Lehren aus den vergangen 5000 Jahren einer fortschrittlich toxischen Kulturverirrung ins bodenlos Gewaltsame und Parasitäre hinein oder der Mensch wird in dieser Hinsicht als ein unbelehrbares Wesen scheitern.

Bis dato hält der Mensch an der „Lösung“ fest, auf einen „Erlöser“ (Menschensohn) zu hoffen, der kommen und wie von Zauberhand alles wieder gut machen und heilen wird. Diese besondere Vision der römisch-katholischen Religionsstifter hat unter anderem dazu geführt, dass sich die Menschen des westlichen Kulturkreises bis heute völlig verantwortungslos über alle Natur, auch über die eigene Natur hinwegsetzen und alles noch Natürliche und Soziale auf eine respektlose Weise mit dem positivistischen Mantra „Alles gut“ auf den Lippen verbrauchen.

Da sich der Staat und die kapitalistische Wirtschaft voraussichtlich bereits in naher Zukunft in eine unerträgliche parasitäre Veranstaltung zugunsten von bereits grotesk reich gewordenen mächtigen „Machern“ verwandeln und die Kultur dadurch zwangsläufig ad absurdum führen werden, bleibt dem heutigen Menschen gar nichts anderes übrig als sich mit seinen „einfachen“ Mitmenschen auf eine neue Weise zu arrangieren. Dies bedeutet nicht, dass der Kommunismus heute dafür noch eine Möglichkeit wäre. Das absehbare Scheitern sowohl der kapitalistischen als auch der kommunistischen Standeskulturen macht nach 5000 Jahren der normalen kulturellen Selbstzerstörungen sehr klar, dass eine diktatorische Herrschaftsform gleichgültig, ob sie sich durch eine Person, eine Scheindemokratie oder durch eine Partei vollzieht, keine dauerhafte Lösung für den Menschen ist. Alle vergangenen Formen der Standeskultur haben durch eine bodenlose Verängstigung, Einschüchterung und Bedrohung der jeweiligen Völker derart bodenlos masochistisch agierende Untertanen und derart bodenlos sadistische „Herrenmenschen“ erzeugt, dass sie sich schließlich selbst zerstört haben. Dies wurde durch die Naziherrschaft des Dritten Reiches noch einmal sehr eindrucksvoll verdeutlicht.

Nach einer 100-jährigen Überprüfung der Relativitätstheorie von Albert Einstein durch zahllose Wissenschaftlicher steht für die Wissenschaft fest, dass es keine absolutistische Gangart des Lebens und damit auch keine absolutistische Herrschaft im Universum gibt. Auch innerhalb der natürlichen Evolution ist im Tier- und im Pflanzenreich nirgends ein absolutistisches Verhalten oder eine absolutistische Gemeinschaftsorganisation zu entdecken.

Daher kann der von den Standeskulturen jeweils ersonnene willkürliche, auf alles Leben beliebig übergreifende und absolutistisch bis diktatorisch agierende Götterhimmel nicht von einem Menschen akzeptiert werden, ohne dass sich dieser Mensch das eigene Weltbild auf eine übernatürliche Weise vergiftet.

Wer die gegenwärtige Kulturentwicklung eingehender verstehen möchte, der kann sich die folgenden biologischen Tatsachen vor Augen halten. Angesichts der Funde in den archäologischen Ausgrabungen und dem, was wir heute über die frühen Kulturen wissen, hat der Mensch vor ca. 5000 Jahren eine Kulturkonstitution erfunden, die biologisch gesehen in der Konstitution eines absolutistischen Parasitismus von wenigen Führern an den jeweils vielen Geführten verwirklicht worden ist. Zur Aufrechterhaltung einer derartigen asozialen Kulturkonstitution waren daher grundsätzlich übernatürliche religiöse und weltliche Kulturanschauungen notwendig, um die Kulturkonstitution begründen und rechtfertigen zu können.

Kein Mensch mag Parasiten, weil eine solche in der Regel unfreiwillige Beziehung dem Wirt in einer deutlichen Weise zum Nachteil und dem Parasiten einseitig zum Vorteil gereicht. Damit das parasitäre Beziehungsmodell keinen Schaden innerhalb einer ökologischen Nische anrichtet, war die Natur so klug alle Parasiten entweder klein oder von ihrer Anzahl her relativ unschädlich für die jeweils davon betroffenen Arten zu halten. Dies kann manchmal aus dem Ruder laufen, in der Regel aber sind natürliche Parasiten in ihrer Wirkung relativ und bedrohen nicht das Überleben ihrer Wirte. Dies wäre biologisch gesehen kontraproduktiv und wenig intelligent, da ein Parasit in regelmäßigen Abständen einen Wirt zum Überleben benötigt. Eine wichtige Grundregel innerhalb der biologischen Nischen besteht daher darin, dass die Parasiten jeweils weniger mächtig sind als die Wirte, damit sie keinen zu großen Schaden anrichten, der ihrer eigenen Existenz zum Nachteil gereicht.

Alle natürlichen Parasiten erfüllen einen gewissen Zweck, der auf den ersten Blick nicht deutlich erkennbar wird. Denn Parasiten wie z.B. Steckmücken (Blutsauger) bilden eine Nahrung für andere Tiere und tragen dazu bei, dass die Wirte stärker und überlebensfähiger werden, weil sie bestimmte Abwehrmechanismen oder eine stärkere Eigenkonstitution entwickeln müssen, um einen Parasitenbefall ohne größere Probleme bewältigen zu können.

Anders dagegen verhält es sich mit dem menschlichen Parasitismus innerhalb der Standeskulturen, der in der Kulturgeschichte immer wieder so stark und mächtig geworden ist, dass er dem befallenen Volk das Überleben unmöglich gemacht hat. Wir haben es daher seit 5000 Jahren mit einem absolutistischen Kultur-Parasitismus der versteckt oder offen agierenden terroristischen und psychopathischen Art zu tun, der mit der Erfindung der Sklaverei eine feste Einrichtung in der menschlichen Kulturgeschichte geworden ist.

Seither finden wir einen regelrechten Kulturkreislauf innerhalb der Kulturgeschichte, der durch einen Neuanfang geprägt ist, in welchem eine erfreuliche symbiotische Kulturgestaltung intakt bleibt. Sobald sich jedoch die Kultur konsolidiert, entwickelt sich eine zunehmend sich verabsolutierende Herrschaft „Herrenmenschen“, die dem Volk sadistische Daumenschrauben der Ausbeutung anlegt und die dadurch entstehende regelrechte Ausbeutung mit der Zeit über jedes natürliche Maß hinaus übertreibt. Dadurch wird die Kultur schließlich unfähig, sich selbst weiter aufrecht zu erhalten und zerstört sich entweder durch ausufernde Gewaltkonflikte oder durch eine bodenlos werdende Kulturdepression.

Heute können wir diesen Prozess „live“ beobachten. Der heutige Prozess vollzieht sich vielfach auf eine indirekte Weise durch sich immer weiter verschärfende kulturelle „Sachzwänge“. Dadurch überschreitet die Gier der Ausbeutung und der damit einhergehende Missbrauch der kulturellen Untertanen zunehmend selbstverständlich die Grenze einer asozialen und die Kultur auflösenden Ausbeutung. Ab einem bestimmten Punkt dieser „fortschrittlichen“ Entwicklung sind die Ausbeuter keiner sozialen oder biologischen Vernunft mehr zugänglich.

In diesem selbstzerstörenden Kulturprozess befindet sich gegenwärtig die gesamte westliche Welt und auch die östliche Kulturwelt in Teilen. Will sich der Mensch daher vor einer verheerenden Selbstzerstörung seiner Kulturen bewahren, muss er begreifen lernen, was sich hier in einer fortschrittlichen Weise vollzieht. Dieses Begreifen kann nur eine adäquate Wirkung entfalten, wenn sich der einfache Mensch nicht mehr allzu bereitwillig von positivistischen Illusionen ablenken und unterhalten lässt. Dies erfüllt vor allem den Zweck der Selbstberuhigung stellt notwendig alles, was geschieht, als weit harmloser dar, als es tatsächlich ist.

Wer sich daher das heutige Verhalten der Immobilienkonzerne, der Finanzkonzerne der Energiekonzerne und vieler anderer Konzerne in einer realistischen Weise vor Augen führt, das bereits vielfach die Grenzen zu einer bodenlosen parasitären Willkür überschreitet, findet eine Erklärung dafür, weshalb hier keine sozialen oder biologischen Überlegungen mehr zum Tragen kommen.

Die Kulturgeschichte kann bereits viele Lieder von derartigen kulturellen Entwicklungen singen. Es muss daher auch nicht sein, dass heute ein neues Lied dazukommt. Vielmehr muss der Mensch begreifen, was die Stunde geschlagen hat. Nur so kann er das noch rechtzeitig verhindern, was bereits zu einer offensichtlichen Zielsetzung geworden ist: Das maßlose Streben nach immer mehr Reichtum und Macht von wenigen Menschen durch einen absolutistischen Parasitismus, der keine biologischen oder sozialen Grenzen mehr kennen will.

Auch die heutigen Staaten setzen dieser selbstzerstörenden Kulturentwicklung keine Grenzen mehr. Vielmehr ist so mancher hohe Politiker bereits zu einem trojanischen Pferd für einen politischen und ökonomischen Mega-Parasitismus in der Kultur geworden. Wenn der einfache Mensch daher heute nicht gegen diese Entwicklung aufsteht, dann wird er voraussichtlich in der Zukunft keine weitere Möglichkeit mehr dazu haben aufzustehen.

Irgendeinem Menschen oder einer Partei eine absolutistische Verfügungsmacht über die eigene Kultur einzuräumen, ist, wie das Beispiel China zeigt nicht dazu geeignet den Mega-Parasitismus der Herrenmenschen aufzuhalten, geschweige denn auf die Dauer im Zaum zu halten. Der Mensch muss daher heute seine Vision von einer zukunftsfähigen Kultur so gestalten, dass innerhalb einer solchen Kultur keine Chance mehr auf die Entwicklung eines absolutistischen terroristischen oder psychopathischen Parasitismus mehr besteht. In dieser Hinsicht ist eine amerikanische Anekdote zur demokratischen Verfassung von 1776 gut nachvollziehbar. Als eine Frau Alexander Hamilton gefragt haben soll, was für eine Regierungsform die Gründerväter den Amerikanern gegeben hätten sagte er: „Eine Demokratie, wenn Sie sie bewahren können.“

Es wird Zeit, dass alle Europäer, Amerikaner und alle anderen Völker der Welt, die noch über einen ausreichenden biologischen Verstand verfügen aufstehen, um das an Natürlichem und Sozialen zu bewahren, was noch bewahrt werden kann und um eine neue Form sowohl der lokalen als auch der globalen Kulturgestaltung auf den Weg zu bringen. Eine solche Kultur muss eine aktive Demokratie von Unten sein, da nur auf diese Weise die Entwicklung eines absolutistischen Mega-Parasitismus in der Kultur von allen Bürgern gleichermaßen durch ein „Wehret den Anfängen“ rechtzeitig angeprangert und verhindert werden kann. Erst durch eine solche aktive Demokratie von Unten lässt sich eine nachhaltige und resiliente Demokratie für alle Menschen im Einklang mit der Evolution der Erde verwirklichen.

Durch eine solche Kulturvision können sich alle heutigen Menschen im Geiste vereinen, weil sie derzeit am eigenen Leib erfahren, was geschieht, wenn ein absolutistischer Parasitismus in der eigenen Kultur überhandnimmt. Es bedarf daher heute nicht mehr unbedingt vieler Worte, um sich in der gefühlten Notwendigkeit zu vereinen, den tragischen mega-parasitären Fluch der Standeskultur ein für alle Mal in allen Kulturen zu beenden.

 

ZUR ÜBERSICHT

 

 

Die Erlösung von dem Bösartigen in der Kultur

 

Dies ist keine religiöse Abhandlung, sondern eine Diskussion über die Vorstellungen, die der Mensch seit ca. 3000 Jahren von dem sogenannten Bösen hegt. Die Destruktivität und Bösartigkeit, die in den Menschen seither zum Ausdruck kommt finden wir in ihrer „Qualität“ nirgends in der natürlichen Evolution der Erde. Sie ist daher ein übernatürliches Produkt der menschlichen Kulturorganisation, weshalb auch die Vorstellungen vom Bösen bis heute vor allem eine ideologische Schöpfung des Kulturmenschen sind. Der Mensch hat bereits von Beginn der Kulturbildung an seine natürlichen Fähigkeiten der Phantasie zunehmend übertrieben und sich dadurch mit der Zeit in eine widernatürliche, absolutistische und megalomanische Kulturgestaltung verirrt. Daher ist sowohl der Begriff des Bösen als auch des Guten zu einer künstlichen, gedanklichen Polarisierung im menschlichen Weltbild geworden, die nur wenig mit dem zu tun hat, was wir als natürlich bezeichnen können. Auf diese Weise hat sich der Mensch gemäß seiner „fortschrittlichen Kulturentwicklung immer weiter von der Natur entfernt.

Daher ist das, was der Mensch bis heute unter dem Begriff der Sünde (Wortwurzel: „sich trennen von...[der Natur]“ versteht die Folge einer missbräuchlich eingesetzten menschlichen Phantasie, die sich vor allem durch die monotheistischen Religionsformen unter dem göttlichen Auftrag „Mache dir die Erde Untertan“ vollzieht. Dadurch ist der Mensch heute an einen Punkt gelangt, an dem er die Natur der Erde und seine eigene Natur in einer fortschrittlichen Weise überfordert, wobei er durch seine traditionelle Kulturphilosophie nach dem Perfekten, Absoluten und dem Unfehlbaren und damit nach Vorstellungen strebt, die allesamt übernatürlich und damit ein Produkt der menschlichen Phantasie sind.

Was der Mensch daher heute mehr als alles andere benötigt ist ein Bedauern, eine Reue und eine Trauer darüber, dass er den natürlichen Pfad seiner ursprünglichen Entwicklung verlassen hat, um sich zunehmend in seiner eigenen immer bodenloser werdenden Phantasie zu verirren. Dadurch ist er heute im Begriff das zu entwickeln, was wir als eine Kulturhölle bezeichnen können. Die heutige schwarze Blüte von destruktiven, selbstzerstörenden Vorstellungen und Verhaltensweisen, die zunehmend einer bodenlosen Gewalt das Wort reden und damit nach einer destruktiven „Erlösung“ streben können daher alle als extremistische Symptome einer fortgeschrittenen kulturellen Fehlentwicklung erachtet werden.

Bislang glauben noch zu viele Menschen, dass man mit einem kitschigen Positivismus und Idealismus in der Art eines Orwellschen „Neusprech“ die für jeden Menschen sich zuspitzenden kulturellen Alltagsprobleme mildern oder gar lösen kann. Zudem hoffen viele religiös geprägte Menschen darauf, dass von irgendwoher ein Erlöser (Menschensohn) kommt und wehren sich dadurch gegen die Idee, dass sie sich möglicherweise selbst von den kulturellen Folgen erlösen müssen, die der Kulturmensch durch sein „normal“ gewordenes übernatürliches Denken, Fühlen und Handeln verursacht hat und nach wie vor verursacht. Was der Einzelne durch das Hoffen auf einfache Lösungen durch jeweils Andere unweigerlich fördert, ist die eigene Ohnmacht, so dass sich die meisten Menschen für eine natürliche Lösung ihrer heutigen persönlichen und gemeinschaftlichen Organisationsprobleme selbst im Weg stehen.

Die Hoffnung des heutigen Menschen auf den Menschen ist dadurch bereits erheblich geschwächt, da viele Menschen nicht mehr daran glauben, dass es der Mensch jemals schaffen wird, eine erträgliche biologische Kulturgestaltung zu erreichen. Für eine solche konstruktive Erlösung muss der Mensch vor allem seine kulturelle Selbstorganisation eingehend auf ihre biologische Qualität überprüfen und seine Aufmerksamkeit nach Innen auf seine innere menschliche Natur richten. Indem der Mensch wieder bewusst auf die Stimme der Natur und damit auch auf seine eigene natürliche Stimme hört, kann der heutige Mensch die übernatürliche Kulturkonstitution der letzten 5000 Jahre wieder von ihrem destruktiv gewordenen idealistischen Kopf auf die gesunden Füße eines relativen, natürlichen Denkens stellen. Sobald sich der Mensch dadurch ernsthaft mit den von ihm selbst geschaffenen Kulturproblemen auseinandersetzt und begreifen lernt, von welch einer widernatürlichen Wesensart diese Probleme sind, kann er auch die Ursachen dieser Probleme besser begreifen und beheben.

Die universale Natur kennt nur eine wesentliche Polarität, die einander ergänzenden lebendigen Pole der natürlichen Ordnung und der natürlichen Freiheit (Chaos), deren relative Gegensätze eine selbständige Lebensdynamik entfalten. Durch diese grundlegend dynamische Verfassung der universalen Natur wurde auch eine materielle biologische Lebensorganisation auf der Erde möglich. Wer dieses universale Wesen begreifen kann, dem wird klar, dass jede übernatürliche „Verbesserung“ dieser natürlichen Grundordnung durch den Menschen innerhalb der Standeskulturen der letzten 5000 Jahre unweigerlich destruktive Konsequenzen für die Selbstorganisation des Menschen nach sich ziehen musste.

Dies gilt heute insbesondere für alle fatalistischen übernatürlichen Bestrebungen des Menschen wie z.B. einem einseitigen kapitalistischen Streben nach einer maximal effektiven Wirtschaftsleistung. Durch die Verwirklichung einer entsprechenden absolutistische Wirtschaftsagenda hat der Mensch außer Acht gelassen, dass die natürliche Ökonomie stets eine relative Ordnung mit einer relativen Freiheit durch eine ausreichende Elastizität und Flexibilität der natürlichen Ökonomie abgleicht. Die heutige einseitige idealistische Fixierung der Wirtschaft auf das Ziel der maximalen Effektivität wird vor allem durch ein unnatürliches, suchtartiges Streben nach einer übernatürlichen Macht und nach einem übernatürlichen Reichtum verursacht. Dadurch konzentriert sich der materielle Reichtum und die kulturelle Macht heute bei nur wenigen Menschen, so dass viele „einfache“ Menschen zu wenig Einfluss und Vermögen haben. Für die daraus resultierenden destruktiven Kultur-Phänomene praktizieren heute zu viele Menschen eine liberale „Toleranz“. Dadurch erlauben sie allen Menschen, den gesunden Ausgleich der natürlichen Ordnung und der natürlichen Freiheit sowohl innerhalb der kapitalistischen Wirtschaft als auch im allgemeinen Kulturgetriebe völlig außer Acht zu lassen.

Diese Missachtung ist bereits so groß, so generell und so selbstverständlich geworden, dass der Begriff der Freiheit allzu oft als ein Freibrief für ein parasitäres oder ein anderes asoziales Verhalten in die Wirkung kommt. Die natürliche Freiheit benötigt für ihre konstruktive Verwirklichung den ausgleichenden natürlichen Gegenpol der natürlichen Ordnung. Die natürliche Ordnung ist für alle Menschen eine unabdingbare Sicherheitsbasis, durch die der Mensch seine mentalen und emotionalen Flügel ausbreiten und das Risiko der Freiheit wagen und auch genießen kann. Ohne eine natürliche Ordnung wird die Freiheit zu einer Beliebigkeit, durch die sich der Mensch in einem Irrgarten der eigenen Willkür verlieren kann.

Eine zu strenge absolutistische Ordnung, wie sie seit 5000 Jahren in den menschlichen Kulturen „normal“ ist, reduziert oder verhindert das Erleben von natürlicher Freiheit. Dies macht deutlich, dass die wesentliche Kunst für eine glückliche menschliche Selbstorganisation von der Kunst jedes Menschen abhängt ein natürliches Gleichgewicht von Ordnung und Freiheit innerhalb seiner persönlichen und in seiner gemeinschaftlichen Organisation aufrecht zu erhalten.

Um ein solches natürliches Gleichgewicht nachhaltig aufrecht erhalten zu können, ist es für den heutigen Menschen wichtig zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, dass der Mensch - ein außergewöhnlich sozial sich organisierendes Wesen - über die letzten 5000 Jahre eine Standeskultur am Leben erhalten hat, die aus wenigen megaparasitär sich organisierenden Herrschern und vielen hörigen Diener- und Sklavenmenschen bestanden hat und nach wie vor besteht.

Der Grund hierfür ist einfach und verursacht auch heute noch die wesentlichen menschlichen Fehlannahmen, Irrtümer und die daraus folgenden widernatürlichen Kulturprozesse. Er besteht in der Entdeckung, dass jede übertriebene übernatürliche ideologische oder religiöse Darstellung der Realität die relative geistige und emotionale Verfassung der menschlichen Natur übergeht, überfordert und überwältigt. In dem Begriff überwältigen kommt eine Gewalt als einem realen Ereignis zum Ausdruck, weshalb eine übertriebene, übernatürliche, absolutistische oder gar fanatische Einflussnahme von außen von allen heutigen Menschen als eine übernatürliche gewaltsame Einflussnahme begriffen werden muss, damit sich der Einzelne entsprechend schützen und auch nachvollziehen kann, welche Folgen eine solche Einflussnahme haben kann.

Ein absolutistisches oder gar fanatisches religiöses, ideologisches oder emotionales Denken und Verhalten verursacht in denen, die damit konfrontiert werden eine übernatürliche Angst, die auch panische oder allergische Reaktionen zur Folge haben kann, je nachdem wie sehr ein solches Verhalten die natürlichen Grenzen des menschlichen Sozialverhaltens überschreitet. Insbesondere Kinder sind dafür heute anfällig, da sie im Gegensatz zu den Tieren eine lange Zeit von ihren Familien abhängig bleiben und durch eine immer willkürlicher werdende übernatürliche Medienagenda gefährdet sind.

Daher wird es für den heutigen Menschen immer wichtiger zu verstehen, dass alle unnatürlichen, absolutistischen, abartigen und fanatischen, auf eine überwältigende Weise künstlich forcierten kulturellen Einflüsse eine durchschlagende Wirkung auf das natürliche menschliche Gemüt haben. Der dadurch in den Betroffenen entstehende innere Konflikt ist dabei nicht ohne weiteres zu bewältigen. Der Mensch kann wie alle natürlichen Lebewesen der Erde nur relative natürliche Botschaften und Einflüsse verarbeiten und ist auf unnatürliche, übernatürliche, absolutistische, abartige und fanatische Einwirkungen der ideologischen, emotionalen und auch der körperlichen Art nicht vorbereitet. Darin liegt im Grunde das ganze Elend inbegriffen, dass sich der Mensch seit der Erfindung der megalomanischen Standeskulturen in Mesopotamien, Ägypten, Indien und China selbst verursacht hat und bis heute auf eine immer „fortschrittlichere“ Weise verursacht.

Der wesentliche Grund für diese Verirrung des Menschen in eine bodenlose Kulturverirrung war der Beginn eines absolutistischen menschlichen Strebens nach Macht und Vermögen, das nicht länger auf eine soziale und symbiotische menschliche Natur Rücksicht nehmen wollte und auf eine parasitäre Weise erfolgt ist. Bis heute kommt dabei zum Tragen, dass ein Mensch, der einen anderen Menschen über den Tisch ziehen oder zu seinem Diener machen will, sich keine echte symbiotische Beziehung der Kameradschaft, der Freundschaft oder der Liebe zu diesem Menschen leisten kann. Die parasitäre Beziehungsagenda richtet sich daher bis heute in einer regelrechten Weise darauf aus eine Kameradschaft, Freundschaft oder Liebe nur vorzuspielen, was sich in der Regel oft durch die Produktion von kitschigen Illusionen und übertriebenen Schmeicheleien vollzieht. Es ist daher für den heutigen Menschen wichtig zu begreifen, dass ein parasitär sich organisierender Mensch keine echten Gefühle in seinen Wirt investiert, weil er ansonsten einen inneren Widerspruch zu seiner Überlebensstrategie kultiviert und eine folgenschwere schizophrene Entwicklung innerhalb seiner Selbstorganisation riskiert.

Was daher durch die ersten übernatürlich sich organisierenden Standeskulturen entstanden ist, ist die zunehmende Verwandlung der relativen sozialen symbiotischen Orientierung des Menschen in einen absolutistischen Parasitismus, der bis heute in allen Kulturen regelrechte unehrliche, kitschige und tyrannische zwischenmenschliche Beziehungen produziert. Viele der betroffenen Beziehungen sind von einer übernatürlichen Dramaturgie geprägt und tendieren dadurch mit der Zeit dazu, völlig unerträglich zu werden, da man eine derartige Gewaltbeziehung allenfalls durch eine sado-masochistische Beziehungsgestaltung am Leben erhalten kann. Dies führt zu einem „fortschrittlichen“ Teufelskreis innerhalb der Beziehung, der in der Regel ein heilloses gewaltsames Ende findet, sei es durch Wortgefechte, durch einen emotionalen Krieg oder durch körperliche Gewalttaten.

Wir können heute in den Versuchen des israelischen Volkes in Babylon, sich aus der Hoffnungslosigkeit und Depression durch einen religiösen Glauben an einen einzigen allmächtigen Gott zu retten, die Ursprünge einer extrem übernatürlichen religiösen Dramaturgie erkennen. Diese Dramaturgie findet in der Bibel ihre Dokumentation, wodurch der Leser bis heute von dieser Dramaturgie überwältigt und mental gefesselt werden kann. Eine solche Dramaturgie, die dazu tendiert alle Erzählungen auf eine übernatürliche Weise zu übertreiben, reicht wie alles Übernatürliche, Absolutistische und Fanatische aus, den relativen, biologisch arbeitenden Verstand des Menschen zu überfordern, zu überwältigen und auch für eine lange Zeit auszuschalten.

Je nachdem wie sehr und wie weit die menschliche Phantasie dabei den natürlichen Rahmen des biologischen Denkens und Handelns verlässt und sich zu einer überirdischen phantastischen Ideenentwicklung von der Welt verleiten lässt, entsteht für den Menschen die Gefahr der Verirrung in bodenlos werdende phantastische Vorstellungen.

Ein Beispiel dafür ist die heutige Überzeugung vieler Menschen, dass alles erlaubt ist was jeweils „himmlisch“ ist. Bis heute übersieht der Mensch dadurch, dass seine himmlischen Betrachtungen und seine Phantasien von einer paradiesischen Welt, die irdische Welt in der Regel unbemerkt chronisch abwerten. Dadurch ist der Mensch in einer überaus leichtsinnigen Weise dahin gekommen, die Natur der Erde zu einem Produktions-Sklaven zu degradieren und nach einem parasitären Paradies auf der Erde zu streben, so das der Mensch heute seine biologischen Lebensgrundlagen in einer fortschrittlichen Weise unterminiert.

Wir können daraus heute angesichts der Ergebnisse der Sozialwissenschaften schlussfolgern, dass jede übernatürliche Hoffnung und jede übernatürliche Furcht eine derartige Überforderung und Überwältigung für den Menschen sein kann, dass er dadurch sein ganzes Leben lang mental gefesselt bleibt. Ein Beispiel dafür ist der Glaube an einen stets das Leben aller Menschen beaufsichtigenden und bewertenden allmächtigen Gott, der am Ende für jedes menschliche Leben eine Bilanz zieht und darüber entscheidet, ob es eine himmlische Belohnung oder eine teuflische Bestrafung geben soll. Eine solche religiöse Vorstellung ist in der Lage eine Priesterschaft und einen Gottkönig durch das Konzept der „Statthalterschaft Gottes auf Erden“ zu produzieren, der den einfachen Menschen in einen Diener und Sklaven dieser „Stellvertreter Gottes“ auf Erden verwandelt.

Durch eine solche dramatische religiöse Agenda bleiben diejenigen, die davon überwältigt werden in der Regel innerhalb einer übernatürlichen Polarisierung einer himmlischen Hoffnung mit einer teuflischen Angst gefangen, so dass sie zunehmend zu Gefangenen ihres eigenen Glaubens werden. Sobald die davon Betroffenen damit beginnen aus ihrem Glaubensbild persönliche „logische“ Schlussfolgerungen zu ziehen verdichtet sich ihre übernatürliche Polarisierung der Welt zunehmend und wird schließlich eine „Selbstverständlichkeit“. Eine schwerwiegende Folge dieser destruktiven Entwicklung besteht in der dauerhaften Neutralisierung der natürlichen Polarisierung von Ordnung und Freiheit innerhalb des neu entstehenden religiösen Glaubens- und Weltbildes. Die Tragik, die eine solche Entwicklung entfalten kann wird bereits dadurch deutlich, dass in zwei der ursprünglichen 10 jüdischen Gebote die Sklaverei durch Gott selbst reguliert und damit sanktioniert wurde und wird.

Die christliche Religion wurde nicht nur durch den jüdischen Monotheismus, sondern auch durch Plato auf eine übernatürliche Weise polarisiert. Dadurch hat der westliche Kulturkreis eine besondere übernatürliche Polarisierung zwischen dem „himmlischen“ und dem „teuflischen“ kultiviert, die bis heute unverändert beibehalten wurde. Plato hat die Vorstellung entwickelt, dass allem Lebendigen und damit auch den irdischen Lebens-Erscheinungen eine göttliche Idee zugrunde liegt, die sich in den irdischen Lebewesen jeweils in einer unvollkommenen Weise manifestiert. Nach Plato ist es daher das wichtigste religiöse Lebensziel des Menschen, sich diesen göttlichen Ideen so weit wie nur möglich anzunähern, um selbst gottähnlich oder gottgleich (Unio mystica) werden zu können.

Die Katholische Kirche hat diese platonischen Betrachtungen übernommen und daraus eine übernatürlich sich polarisierende kitschige und brutale Religionsideologie erschaffen. Bis heute hält diese Ideologie den Menschen durch ein Hochhalten der übernatürlichen Polaritäten von „Gut und Böse“ und von „himmlisch und höllisch“ in einer sich selbst isolierenden autistischen Glaubensblase gefangen, deren Auflösung keine einfache Angelegenheit ist.

Diese Glaubensblase wird heute wie jede übernatürliche kulturelle Machtkonstellation dadurch aufrecht erhalten, dass hier jeweils auf eine bereits professionelle Weise mit dramatischen Übertreibungen und Polarisierungen der übernatürlichen Art gearbeitet wird. Es spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, wie primitiv schmalspurig und willkürlich die dafür erfundenen ideologischen Kreationen und Behauptungen ausfallen, da grundsätzlich alle übernatürlichen, absolutistischen, abartigen und fanatischen Vorstellungen der idealistischen, religiösen oder emotionalen Art sehr mächtig und verstörend auf das menschliche Bewusstsein wirken können.

Dabei wirkt sich das, was die heutige Wissenschaft als eine WYSIWYG Arbeitsweise des Gehirns festgestellt hat mitunter verheerend für den Kulturmenschen aus (What You See Is What You Get; Was du siehst, ist Realität [Auch vor dem geistigen Auge!]). Das Gehirn des Menschen ist ein für natürliche, relative Ereignisse geschaffenes Organ, das nicht auf künstliche, übertriebene, übernatürliche Behauptungen und auf entsprechend phantastische Ideen- und Bilderschöpfungen eingestellt bzw. vorbereitet ist. Daher setzen sich die überwältigenden übernatürlichen Behauptungen, Argumente und Bilder, die von parasitär sich organisierenden Menschen gerne dafür benutzt werden, den symbiotischen Menschen aus seiner natürlichen Fassung zu bringen, in einer als regelrecht zu bezeichnenden Weise gegen alle relativen vernünftigen, natürlichen Gedanken, Argumente und Gefühlslagen des Menschen durch.

Diese „ungerechte“ und geradezu verfluchte Tragik sorgt dafür, dass der dramaturgisch arbeitende, parasitär sich organisierende Mensch in der Regel der „Stärkere“ in den heutigen Kulturbeziehungen bleibt. Dies ist einer der Hauptgründe für die heute immer deutlicher werdende kulturelle Degeneration, die von einer zunehmenden allgemeinen menschlichen Hoffnungslosigkeit, Gleichgültigkeit und Verantwortungslosigkeit geprägt ist.

Die aufgrund ihrer kindlichen Kulturprägung absolutistisch und damit übernatürlich denkenden und handelnden Menschen neigen in der Regel nicht nur dazu parasitäre Lebenskonzepte zu akzeptieren, sondern auch selbst im Kleinen derartige Gedanken und Konzepte zu entwickeln. Dadurch sind seit der Jahrtausendwende zunehmend viele Menschen dazu übergegangen eine egozentrische bis parasitäre Überlebensstrategie zu entwickeln. Es ist daher wichtig, dass der einfache, symbiotisch sich organisierende Mensch weiß, womit er es in den heutigen Kulturen zunehmend zu tun bekommt. Andernfalls leidet er in seinen Beziehungen zu oft unter einer unerklärlichen Herrschaft seines Beziehungspartners, die in der Regel daraus resultiert, dass der Partner regelmäßige absolutistische Behauptungen und Übertreibungen der toxischen Art in das Bewusstsein seines Gegenübers injiziert. Ein solcher „Partner“ schwächt auf eine untergründige, diffuse und unweigerliche Weise, da sich die davon Betroffenen oft eine Lange Zeit über mit den toxischen Botschaften des Partners beschäftigen, ob sie nun wollen oder nicht.

Übernatürliche „Botschaften“ sind für den Menschen unverdaulich und bleiben eine längere Zeit haften, bis sie schließlich pauschal verworfen werden. Dies blockiert auf eine wirksame Weise über einen längeren Zeitraum das natürliche relative Denken und Fühlen der Betroffenen und behindert das Treffen von ausgewogenen vernünftigen Entscheidungen. Dies trifft in einer besonderen Weise auf die zwischenmenschlichen Beziehungen mit einem parasitär sich organisierenden „Partner“ zu. Eine solche Beziehung hat oft eine lange konfliktreiche und quälende Beziehungs-Odyssee zur Folge, bis die Beziehung schließlich beendet wird.

Die parasitär sich organisierenden Menschen bedienen sich in der Regel übernatürlicher Polarisierungen der Art „himmlisch“ und „höllisch“ um das natürliche vernünftige und ausgewogene Denken des Menschen über eine längere Zeit zu neutralisieren. Es ist daher wichtig für den heutigen Menschen derartige übernatürliche Polarisierungen zu erkennen und begreifen zu können. Dies betrifft nicht nur die persönlichen Beziehungen, sondern auch die indirekten Beziehungen der gesamten heutigen Medienindustrie, deren wesentlicher kulturelle Auftrag heute darin besteht, das natürliche menschliche Denken dauerhaft zu verhindern. Es gibt daher einen triftigen Grund weshalb heute mehr als 50 % der Medien in den Händen von wenigen vermögenden „Herrenmenschen“ liegen und sich die kulturelle Medienlandschaft in den letzten 15 Jahren stark gewandelt hat. Dadurch gibt es heute auch viele politische Pseudo-Diskussionen im Fernsehen, die jeweils eine übernatürliche Polarisierung der diskutierten politischen Themen betreiben. Dies hat zur Folge, dass der Zuschauer zwar das Diskutierte registriert, aber nicht über das Diskutierte in einer eigenständigen Weise nachdenken kann. Die daraus resultierende bloße politische Unterhaltung hat keinen wirklichen Wert und hat daher auch keinen nennenswerten Einfluss auf das tägliche heutige Kulturgeschehen.

Der durch die fortschrittlich parasitäre Kulturentwicklung verunsicherte Mensch, der sich von den politischen Diskussionen in den Medien eine Veränderung seiner persönlichen Lage und der allgemeinen kulturellen Lage erhofft, findet in der Regel keine Befriedigung und kann dadurch in eine Mediensucht geraten. Kultiviert ein Mensch immer wieder die Hoffnung, in der nächsten TV-Sendung doch noch etwas Nahrhaftes und Hoffnung spendendes für das eigene Gemüt und das eigene Sicherheitsempfinden zu erhalten, kann er in einen Teufelskreis eines immer mehr desselben geraten, da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt,

Solange die Agenda der Medien darin besteht, in einer dramatischen, absolutistischen, perversen oder fanatischen Weise die „Botschaften“ an den einfachen Kulturmenschen auf eine grundlegend übernatürliche Weise zu polarisieren, wird alles so weitergehen wie in den letzten 15 Jahren. Dadurch entwickeln viele Menschen regelrechte Selbstzweifel, eine übernatürliche Verängstigung und eine Wut auf sich selbst ein, weil man sich nicht hinreichend gegen die absolutistischen Einflüsse und Dramaturgien im eigenen Kulturumfeld wehren kann.

Es ist daher wichtig, dass die davon Betroffenen die inneren Zusammenhänge dieser Symptomerscheinungen besser verstehen lernen, um in einer grundlegenden Weise zu begreifen, weshalb das Unnatürliche innerhalb der menschlichen Kultur seit 5000 Jahren in einer regelrechten Weise stärker wird als das Natürliche. Jeder kulturellen Degeneration und jeder kulturellen Selbstzerstörung liegt ein solches überhand nehmendes „Phänomen“ zugrunde. Dieses Phänomen hat der Mensch selbst innerhalb seiner Kulturgeschichte auf eine fortschrittliche Weise forciert, weil er in einer zunehmend leichtfertigen Weise seine Phantasie dafür missbraucht hat seine natürliche Selbstorganisation durch eine übernatürliche Kulturorganisation zu ersetzen.

Wer diesen Fluch der Standeskultur, den der Mensch heute deutlicher denn je kultiviert, in seinem ganzen Ausmaß bereifen kann, dem ist das gegenwärtige globale Ausufern des menschlichen Verhaltens, insbesondere in den westlichen Kulturen kein unlösbares Rätsel mehr. Die bereits auf eine tragische Weise verschleppte und größtenteils verstummte Gegenwehr in den Völkern, die ihre Hoffnungen auf den Menschen bereits zu sehr eingebüßt haben, erlöst sich bis heute vor allem deshalb nicht, weil die meisten Menschen nicht wissen und nicht nachvollziehen können, wie ihnen geschieht und was sie in ihrem heutigen Kulturalltag erleben.

Eine solche Klärung ist überaus wichtig, weil sie dem Menschen einen neuen aktiven Ansatz ermöglicht, die eigenen Beziehungen frei von parasitär sich organisierenden Menschen zu halten und sich ernsthaft darüber Gedanken zu machen, wie weit es mit dem Menschen durch die Gestaltung einer parasitären Standeskultur gekommen ist. Heute vermag eine geringe Anzahl von verrückten Volksführern die gesamte globale kulturelle und biologische Evolution in den Niedergang zu führen, da nach wie vor mit aller Macht daran gearbeitet wird, einen maximal effektiven absolutistischen Parasitismus in den Kulturen zu verfestigen und zu automatisieren. Die entsprechend fortschreitende Funktionalisierung des Menschen zu einem Arbeiter und Konsumenten wird dem Einzelnen durch eine entsprechende kulturelle Gestaltung von „Sachzwängen“ fortschrittlich aufgenötigt und mit einem drogenartigen Trostkonsum belohnt. Ein anderes „Schicksal“ erwartet den Menschen bei einem weiteren Fortschritt für die Durchsetzung einer maximal effektiven Ökonomie nicht. Der einfache Mensch muss daher selbst für eine Alternative in Bezug auf seine zunehmende unnatürliche kulturbedingte Auszehrung sorgen.

Für dieses bereits entartete übernatürliche kulturelle Streben nach einer maximal konzentrierten absolutistischen Macht und nach einer entsprechenden Verteilung des materiellen Reichtums scheint den Führern und „Experten“ der Kultur heute jedes Mittel Recht, auch das Opfer der menschlichen Natur und der Evolution der Erde. Wer gegen eine solche widernatürliche und verrückte Entwicklung nicht aufsteht, der wird darüber zwangsläufig selbst zunehmend verrückt. Es ist daher überlebenswichtig geworden, dass sich der Mensch die Frage stellt, wem und was er da eigentlich die heutige Gestaltung der globalen Kulturwelt überlässt.

Die meisten Menschen unternehmen bislang nichts gegen die zunehmend deutlich werdende destruktive Kulturentwicklung und schauen dieser Entwicklung zu, als säßen sie vor einem Fernseher, den man abschalten kann, wenn das Geschaute zu negativ wird. Es wird daher Zeit, dass sich der Mensch aus seinem traditionellen kulturellen Dornröschenschlaf selbst wach küsst und damit aufhört, den vom Menschen zunehmend produzierten Kulturalptraum einfach hinzunehmen.

Das Hindernis, dass viele Menschen dafür heute überwinden müssen, besteht darin, dass nicht nur der parasitär agierende Herrenmensch zu einem Größenwahn tendiert, sondern auch der selbstlose Dienermensch einen regelrechten besonderen Größenwahn kultiviert. Dieser Größenwahn resultiert aus dem Glauben, dass man durch Entsagungen, Isolierungen, einer rigiden Selbstlosigkeit, einer Duldsamkeit bis zum Gehtnichtmehr und eines ständigen Verzeihens eine nachhaltige Anpassung an die heutige Standeskultur erreichen kann. Eine solche Anpassung zersetzt jedoch mit der Zeit den menschlichen Geist und die menschliche Seele und führt die Betroffenen in eine degenerative Gleichgültigkeit, Verantwortungslosigkeit und Selbstzerstörung. Dieser seit 3000 Jahren „normale“ masochistische Größenwahn der kulturellen „Dienermenschen“ wird heute für den Homo sapiens zunehmend zu einer tödlichen Falle.

Nur wenn sich der einfache Mensch daher klar darüber wird, weshalb heute ein destruktives Kulturspiel in vielen Ländern und Völkern stattfindet und er zu der Entscheidung kommt, dabei nicht mehr einfach nur mitzuspielen, kann er sich zu einer bereits lange vom Menschen ersehnten Erlösung verhelfen und sich selbst eine Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft geben.

Dies ist keine einfache Aufgabe, weil die Kinder durch die Identifikation mit ihren Eltern und Verwandten viele unnatürliche, asoziale und destruktive Verhaltensweisen integrieren, von deren Wesen und Qualität sie keine Ahnung haben. Die Nachahmung dieser Verhaltensweisen bewirkt oft einen „Erfolg“ im Kulturalltag, von dessen unnatürlicher Wesensart das Kind ebenfalls keine Ahnung hat. Somit kann das Kind auch nicht wissen, dass derartige „Erfolge“ sich im biologischen und sozialen Sinn sowohl kurzfristig als auch langfristig destruktiv auswirken können. Das auf diese Weise erwachsen werdende Kind ist daher kein guter oder böser Mensch, weil es Verhaltenssequenzen der destruktiven, perversen oder gar grausamen Art umsetzt, da das Kind diese Verhaltensweisen ahnungslos als „normal“ bewertet.

Das sogenannte Familienstellen macht in einer gewissen, aber nicht ausreichenden Weise darauf aufmerksam, dass destruktive Verhaltenssequenzen innerhalb einer Familie von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dies geschieht aber nicht auf eine ominöse Weise, sondern dadurch, dass sich die Kinder jeweils mit den eigenen Eltern und Verwandten identifizieren. Das Rollenspiel des Familienstellens reicht daher nicht aus, um die vom Einzelnen übernommenen Verhaltensweisen und Verhaltensrollen und deren Integration in die eigene kulturelle Überlebensstrategie so aufzuarbeiten, dass der Betroffene verstehen lernt, dass er ohne es zu wissen und ohne es wissen zu können sich an widernatürliche Denkarten, künstliche Sensationen und übernatürliche Verhaltensweisen gewöhnt hat. Erst wenn klar wird, welche Konsequenzen diese „Selbstverständlichkeiten“ für die persönliche Selbstorganisation haben, lassen sich die übernommenen destruktiven Denkarten und Verhaltensweisen verändern bzw. auflösen.

Dies ist in der Regel schwierig, weil viele der destruktiven Gewohnheiten soziale Erfolge im Alltag einer widernatürlich konstituieren Standeskultur zur Folge haben, was in manchen Fällen auch das Überleben in der eigenen Standeskultur sichern kann. Die destruktiven ideologischen und emotionalen Verhaltensrezepte können auf eine derart tiefgehende Weise in eine kulturelle Überlebensstrategie „eingebaut“ sein, dass sie nicht ohne Schwierigkeiten zu verändern oder zu entfernen sind. Erst wenn der Einzelne sich darüber in einer hinreichenden Weise bewusst geworden ist und einen besseren Ersatz für diese Gewohnheiten ausgearbeitet hat, können auch die tief verankerten widernatürlichen Denk- und Verhaltensweisen verändert bzw. aufgelöst werden.

Das Überleben hängt in einer widernatürlich sich organisierenden Standeskultur oft von asozialen und destruktiven Verhaltensweisen ab, wie etwa die rigorose Ausbeutung der Mitmenschen und der Natur, wobei auch der Mensch dem wesentlichen Lebensimpuls in allen Lebewesen folgt, der da lautet „Überlebe“. Daher entstehen in vielen heutigen Kulturmenschen heftige innere Widerstände, sobald sie ihre schlechten Gewohnheiten auflösen wollen und nicht verstanden haben, dass selbst die von ihnen konsumierten Drogen in der Regel einen untergründigen Nutzen haben, nämlich das eigene Bewusstsein auszublenden. Dies ist vor allem dann notwendig, wenn ein Mensch sein persönliches Kulturleben nicht mehr ohne Weiteres ertragen kann.

Eines der wirksamsten Ablenkungs- und Betäubungsmittel des Menschen war und ist der „selbstlose“ Masochismus, weil der selbstlose Mensch, der sein Ich in den Schatten stellt, keine persönliche Betroffenheit, keine Schmerzen und auch kein Gefühl der Unerträglichkeit mehr spürt. In der Regel ergänzt der heutige Kulturmensch, der sich keine teuren Drogen leisten kann oder will die masochistische Selbstlosigkeit durch einen pauschalen Positivismus und durch inwendige Erfolgskicks, die durch das Einkaufen entstehen. Ein in dieser ideo-emotionalen Überlebenskunst versierter Kulturmensch weigert sich daher oft auf eine energische kontraproduktive Weise, bestimmte destruktive Verhaltensmuster und Gewohnheiten abzustellen, die einem „höheren“ inwendigen Zweck dienen.

Viele heutige Kulturmenschen müssen daher erst begreifen lernen, welche Funktion eine persönliche Denkart, eine emotionale Reaktion oder bestimmte Handlungsabfolgen innerhalb der eigenen kulturellen Überlebensstrategie hat, bevor sie ihre Gewohnheiten langsam aber sicher durch die Erarbeitung besserer Alternativen verändern können. Das hoppla-hopp der guten Silvestervorsätze, das durch eine „Alles oder nichts“ Methodik erfolgt, hat daher nicht ohne Grund in der Regel keinen Erfolg. Die Veränderung des eigenen Verhaltens kann nur durch ein ausreichendes Verständnis für die eigene Situation und damit für die Gründe eines bestimmten Verhaltens erreicht werden. Nur ein achtsamer, verständnisvoller und respektvoller Verständnisprozess für das eigene Verhalten ist in der Lage die eigenen Gewohnheiten nach und nach auf eine nachhaltige Weise zu verändern.

Eine Veränderung der eigenen störenden Gewohnheiten fällt den Betroffenen leichter, wenn sie sich ein biologisches Weltbild und Kulturbild erarbeiten, so dass sie leichter nachvollziehen können, weshalb sie in ihren Beziehungen und in ihrer Kultur ein bestimmtes Verhalten entwickelt haben. Ein solches Verstehen kann nicht nur zu einer Verbesserung der eigenen Überlebensstrategien, sondern auch zu einem besseren Gemeinschaftsleben führen, indem man auch seine Nächsten zu einem empathischen Verstehen ihrer Verhaltensweisen auffordert. Eine dadurch erfolgende Veränderung der allgemeinen Haltungen innerhalb einer Gemeinschaft kann eine von Natur aus wichtige soziale Gemeinschaftshoffnung wecken, die zu einer zügigen Auflösung vieler unnatürlicher und asozialer Verhaltensweisen in der Gemeinschaft führt. Oft klammert der Einzelne heute jedoch unbewusst an den isolierenden Gewohnheiten eines Einzelkämpfertums fest, weil er die Angst entwickelt hat, er könne als ein „guter“ symbiotischer Mensch in der Kultur nicht überleben.

Viele gute Vorsätze des Kulturmenschen werden heute durch die Überzeugung verhindert, dass man als Einzelner nichts tun könne. Dabei bleibt oft unerkannt, dass man selbst nicht mehr recht daran glaubt, dass der Mensch zu einer konstruktiven Gemeinschaftsorganisation fähig ist. Sobald jemand die heutigen übernatürlichen, asozialen und destruktiven Gepflogenheiten in den Standeskulturen in Rechnung stellt, findet er für diese Annahme eine gewisse Bestätigung, weil sich viele Menschen bereits innerlich derart isoliert haben, dass daraus eine Art sozialer Autismus entstanden ist. Es reicht jedoch grundsätzlich nicht aus, nur an der eigenen Selbstorganisation zu feilen, weil nichts die natürliche Vergemeinschaftung des Menschen in Wort und Tat ersetzen kann. Alleine eine solche Vergemeinschaftung ist in der Lage die Organisation einer Sippe, einer Stadt und eines Landes auf eine stabile und konstruktive Weise zu gestalten.

Um an diesen Punkt der Erkenntnis zu gelangen, bedarf es eines gewissen Durchhaltevermögens und einer ausreichenden Geduld, da unnatürliche und asoziale Gewohnheiten in allen heutigen Standeskulturen einen günstigen Nährboden finden und sich in vielen Menschen über die Jahre verfestigen. Der dadurch entstehende persönliche Denk-, Gefühls- und Handlungskomplex, wird durch zahlreiche „schein-logische“ Verbindungen in der persönlichen Überlebensstrategie fest verankert und verändert sich daher in der Regel nur langsam durch entsprechend beharrliche Bemühungen.

Oft bildet dabei ein religiöses Glaubensstatut ein hartnäckiges Hindernis für die Veränderung des eigenen Verhaltens. Vor allem Glaubenssätze, die von den Kirchen stetig und nachdrücklich gepredigt werden, werden für viele Menschen zu einer Selbstverständlichkeit. Eine dieser Glaubenssätze besteht darin, dass Geben seliger denn Nehmen ist. Diese letztlich indirekte religiöse Aufforderung zur Selbstlosigkeit ist in allen christlichen Kulturen zu einer chronischen widernatürlichen Orientierung geworden, da derjenige, der sich an diesen Glaubenssatz hält die eigene parasitäre Ausbeutung durch die Erfinder dieses Glaubenssatzes fördert. Durch diesen Glaubenssatz und durch andere ergänzende religiöse Glaubensannahmen wurde in allen Standeskulturen ein selbstloses Verhalten der masochistischen Art in vielen Kulturmenschen „normal“. Dieses religiös bedingte masochistische Verhalten wurde durch die Heiligung und Vergötterung der Selbstaufopferung von Jesus für die Vergebung der Schulden aller Menschen (auch der Herrenmenschen !) besiegelt. Dadurch verbiegt sich der einfache Mensch ideologisch und emotional bis heute mitunter aufs Äußerste, um geduldig und schweigend seine eigene Ausbeutung und die Ausbeutung seiner Nächsten durch die Kulturobrigkeiten und den dafür entsprechend erschaffenen verabsolutierten Staat hinzunehmen.

Die symbiotische zwischenmenschliche Beziehung ist die natürliche Grundlage für eine komplexe menschliche Selbstorganisation, die durch die besonderen menschlichen Fähigkeiten zur Freiheit, zur Kreativität und zu Individualität entsteht. Derjenige, der ein (von religiösen Ausbeutern) gepredigtes „geben ist seliger denn nehmen“ praktiziert, erzeugt ein widernatürliches Ungleichgewicht in seinen Beziehungen, so dass die Beziehung schließlich nicht mehr symbiotisch bleiben kann und eine parasitäre Konstitution verwirklicht. Der ständige illusorische Versuch durch ein „Geben ohne Nehmen“ ein „guter Mensch“ zu werden fördert im jeweiligen Gegenüber die Versuchung ein parasitäres Verhalten nach der Art „Nehmen ohne Geben“ zu entwickeln, was zu fortschrittlich asozialen und zu regelrechten sado-masochistischen Beziehungen führen kann.

Der Mensch muss daher heute genau darauf acht geben, was er glaubt, denkt und tut, weil diejenigen, die in der Vergangenheit dafür gesorgt haben, dass sie eine übernatürliche Macht in ihren Beziehungen und Kulturen erreichen, den menschlichen Verstand und das natürliche Weltbild des Menschen auf eine entsprechend ideologische Weise unterminiert und vergiftet haben. Ein Kind, das derartige Auffassungen von seinen Eltern übernimmt und durch seine natürliche Identifikation mit den Eltern als selbstverständlich erachtet gerät dadurch in eine Denk- und Verhaltensfalle, von der es keine Ahnung hat und die gerade deshalb sein ganzes Leben unbemerkt und ständig verderben kann. Geben ist daher mitnichten seliger denn nehmen, da nur ein ausgeglichenes Geben und Nehmen das Wesen einer symbiotischen zwischenmenschlichen Beziehung erfüllt. Nur solche Beziehungen bedeuten für den Menschen ein natürliches stabiles Gemeinschaftsglück.

Die heutigen kapitalistischen „Herrenmenschen“ zwingen die Arbeiter und Angestellten durch ideologische und religiöse Hebelanwendungen zugunsten einer immer besser werdenden ökonomischen Effektivität auf eine indirekte Weise zunehmend zu einer Arbeiterameisen-Existenz. Dadurch geht dem einfachen Kulturmenschen zusehends die natürliche Freiheit, Kreativität und Individualität verloren, was sich äußerst ungünstig auf den kulturellen Alltag auswirkt. Das heute dem Menschen von der kulturellen Wirtschaftsmaschine mehr oder weniger aufdiktierte Arbeiter- und Verbraucherleben wird durch eine entsprechende Medienagenda und Kulturpolitik bestärkt. Seit der Jahrtausendwende nennt sich diese Kulturagenda „Neoliberalismus“ wobei das freiheitliche Wort „liberal“ darüber hinwegtäuscht, dass hier eine Agenda inthronisiert wurde, die den Menschen auf eine maximal mögliche Weise auszubeuten versucht. Dies kommt den Mächtigen der Kultur heute in einer relativ einseitigen und in vieler Hinsicht bereits parasitären Weise zugute. Die sich dadurch heute zunehmend zuspitzende Kultursituation macht deutlich, was den Menschen in naher Zukunft erwartet, wenn er ein solch krankhaftes, weil bodenloses Machtstreben in den Kulturen weiterhin auf eine gedankenlose Weise mit seiner Lebenszeit und seiner Lebensenergie nährt. Heute geht es bereits nicht mehr wie in den letzten 5000 Jahren darum, dass einzelne megalomanisch gewordene Kulturen an ihrer widernatürlichen Selbstorganisation scheitern und untergehen. Es geht heute bereits darum, dass die zu sehr voneinander abhängig gewordenen Kulturen gemeinsam ins Straucheln kommen und eine globale ökonomische und gesellschaftliche Krise auslösen können. Das nach wie vor bedingungslos forcierte kapitalistische „Erfolgsstreben“ zieht immer mehr Menschen und Tieren in einer fortschrittlichen Weise den natürlichen Lebensboden unter den Füßen weg. Je mehr darauf die Antwort ein immer mehr desselben ist, desto brutaler werden die Folgen, die der Mensch zu erwarten hat, wenn die Kulturen in eine Krise geraten.

Wir haben es daher heute bereits mit Kamikaze-Machtmenschen zu tun, denen alles Menschliche und Natürliche fremd geworden ist und für die das Leben vor allem aus dem Streben nach Geld und Macht besteht. Sie tun daher in einer „selbstverständlichen“ Weise alles dafür, die Natur auf eine immer effektivere Weise auszubeuten und den „einfachen“ Menschen in eine kulturelle Arbeiterameise zu verwandeln. Vor allem durch derartige „Fortschritte“ hat sich der Kulturmensch in den letzten 100 Jahren selbst zunehmend in sozialer Hinsicht verkrüppelt und darüber seit der Jahrtausendwende sein natürliches Streben nach symbiotischen Beziehungen weitgehend aufgegeben. Dieser „Erfolg“ eines neoliberalen Kapitalismus verdeutlicht sich heute überall auf der Erde auch durch eine zunehmende rigide Massen-Produktion, die das atemberaubend schnell gewordene Aussterben der natürlichen Arten der Erde ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf nimmt, als handle es sich um nichts Nennenswertes. Ob sich der heutige Mensch selbst helfen und vor einer bodenlos werdenden biologischen Unzurechnungsfähigkeit bewahren kann hängt daher entscheidend davon ab, ob der einfache Mensch heute seine narzisstische römische Selbstunterhaltung (Brot und Spiele) bewusst aufgibt und sich darauf besinnt eine gesunde Verantwortung für alles natürliche Leben auf der Erde zu übernehmen, einschließlich seines eigenen Lebens.

Dies ist für viele Menschen keine einfache Angelegenheit, da der Staat in seiner heutigen Konstitution zu einem allmächtigen Gott geworden ist, gegen dessen realisierte kulturelle Allmacht der Einzelne nicht ankommt. Die absolutistische Judikative, Legislative und Exekutive wurden dazu geschaffen, dass ein und dieselbe Person ihren Einfluss nur in einer der drei staatlichen Gewaltenteilungen ausüben kann. Durch die seit der Jahrtausendwende stattgefundene Verwandlung der demokratischen Real-Politik in eine idealistische politische Religion (Neoliberalismus) sind die Parteien zu einem übergreifenden Einfluss auf alle drei staatlichen Gewaltenteilungen gelangt und sind auf dem Weg die dadurch immer unwirklicher werdende „offizielle“ Demokratie in eine Diktatur der Vielen durch die Wenigen zu verwandeln.

Dadurch wird zunehmend klar, dass die Idee des Menschen eine absolutistische, den Menschen diktatorisch verwaltende Staatsmacht (gemäß dem monotheistischen Vorbild) zu erschaffen, um die extrem degenerativen sozialen Folgen in den Standeskulturen der frühen Neuzeit handhaben zu können, nicht auf die Dauer funktioniert. Heute erweist sich das absolutistische Staatsgebilde als ein den einfachen Menschen ohnmächtig machender Verwaltungskomplex, der mehr denn je in der Lage ist den Menschen durch kulturelle „Sachzwänge“ in einen Kultursklaven zu verwandeln. Da der heutige Staat nur „von Oben“ nicht aber „von Unten“ verändert werden kann, wird der heutige Kulturmensch zunehmend durch die staatlichen Menschen-Apparate des Militärs, der Wirtschaft und der Bürokratie wie selbstverständlich vereinnahmt. Diese kulturellen Menschenmaschinen des Militärs, der Wirtschaft und der Bürokratie lassen sich seit jeher nur dadurch in einer nachhaltigen, wirksamen Weise organisieren, indem man den natürlichen Eigenwillen des Homo sapiens durch eine entsprechende Kulturerziehung bricht.

Die Kindererziehung fällt aus diesem Grund bereits seit 5000 Jahren in allen Standeskulturen relativ brutal aus. Nicht anders als man seit früher Zeit das Pferd, den Hund oder andere Haustiere dressiert, erzieht man seit 5000 Jahren auch den „einfachen“ Kulturmenschen, indem man nach und nach durch die „Pädagogik“ der Belohnung und der Bestrafung den natürlichen Willen der Kinder bricht und an dessen Stelle den Kulturwillen (den Willen der Mächtigen, der Eltern, der Beamten, der Arbeitgeber und/oder der militärischen Befehlshaber) setzt. Wie diese für die Organisation einer Standeskultur notwendige Umsetzung einer widernatürlichen Erziehung in der Kulturgeschichte jeweils ausgefallen ist, wird heute durch die erhalten gebliebenen pädagogischen Lehrschriften der letzten 500 Jahre ersichtlich. Seit Luther wurde es in der kulturellen Erziehungs-Pädagogik normal, dass man den natürlichen Eigenwillen der Kinder bereits vor dem dritten Lebensjahr bricht, damit sich die Kinder später nicht mehr daran erinnern können, dass sie einmal einen natürlichen Eigenwillen hatten (überliefertes Originalzitat Ende des 18. Jahrhunderts).

Der „erfolgreich“ gebrochene natürliche Wille im Kulturkind hinterlässt nicht nur psychische Spuren, sondern führt auch zur Ausbildung eines künstlichen kulturellen Überlebens-Ichs, das sich nicht mehr wie das natürliche Ich auf eine relative, sondern auf eine absolutistische Weise organisiert. Dieses Kultur-Ich fungiert im Kulturmenschen als eine Art Torwächter für die Einhaltung der „sozialen“ und kulturellen Normen. Dazu gehört auch eine Angst vor der Natur als Solcher, die in Form vieler Warnungen (böse Triebe) dafür sorgt, dass der Kulturmensch seiner eigenen Natur misstrauisch gegenüber steht und stets geneigt ist der kulturellen „Vernunft“ (Kulturexperten, Autoritäten) den Vorzug zu geben. Das bedeutet in der Regel im Falle einer Wahl, dass der „gut erzogene“ Kulturmensch lieber kein Risiko eingeht und den Ratschlägen der kulturellen Experten und Autoritäten folgt.

Dadurch gründet sich die Organisation der Standeskultur seit 5000 Jahren auf willkürlichen unnatürlichen, übernatürlichen und widernatürlichen Vorstellungen und Einbildungen der absolutistischen Art (abgeleitet von absolutistischen oder diktatorischen Gottesbildern). Damit sich der einfache Kulturmensch dauerhaft in eine der hierarchischen Menschenmaschinen der Standeskultur einordnen kann, ist nicht nur ein gebrochener natürlicher Eigenwille, sondern auch eine ständige übernatürliche Selbstkontrolle notwendig, die eine strenge Selbstdisziplin und Selbstorganisation kultiviert. Nur durch diese Voraussetzungen kann der „einfache Mensch“ innerhalb einer übernatürlich konstituierten Standeskultur bestehen.

Die dafür grundlegend notwendig ständige rigide Selbstkontrolle und Selbstüberwachung wird mit der Zeit für den Kulturmenschen so normal und so selbstverständlich, dass selbst ein Kulturmensch, der bereits im Rentenalter ist und keine sonderlichen kulturellen Pflichten mehr hat, sich nach wie vor durch eine strenge Selbstkontrolle und durch feste Handlungsgewohnheiten organisiert. Dadurch fechten die heutigen Rentner in der Regel einen länger anhaltenden inneren Kampf mit sich selbst aus, um schließlich das zu erreichen, was man als Altersmilde bezeichnet. Dies ist in groben Zügen das kulturelle „Schicksal“ dass sich der Mensch seit 5000 Jahren selbst bereitet.

Anders als in der Vergangenheit wird heute das natürliche Ich und damit der natürliche Eigenwille der Kinder auf eine „positivistische“, scheinbar gewaltlose Weise durch eine forcierte mediale Verwirrung zersetzt. Das Ergebnis ist eine langsam in sich zusammenfallende künstliche Kulturwelt, die derart viel an wirren Denkarten und Ideologien der übernatürlichen und megalomanischen Art erzeugt, dass die Kulturen als Ganzes zunehmend ihren natürlichen Boden der sozialen Verständigung verlieren.

Dadurch wird klar, dass der Weg zur Selbstheilung des Kulturmenschen nur über die bewusste Wiedergeburt des natürlichen Ich's und damit auch des natürlichen Denkens, Fühlens und Handelns führt. Dafür muss der Einzelne vor allem seinen inneren kulturellen Torwächter und dessen ständige Einflüsterungen überwinden. Nur so kann der einfache Kulturmensch wieder in die Lage kommen, dass er mit seinen Mitmenschen auf eine natürliche Weise kommuniziert und sich durch symbiotische Beziehungen und Gemeinschaften organisiert.

Dies fällt allen Menschen relativ schwer, deren innerer Torwächter der Kultur eine strenge autoritäre Elternschaft widerspiegelt. Eine solche Elternschaft erzieht die eigenen Kinder nicht selten auf eine einseitige Weise zu Zuhörern, Bestätigern, Fürsprechern und Tröstern eines Elternteils oder der ganzen Familie. Dadurch entsteht ein regelrechtes „heiliges“, selbstloses Verhalten in den betroffenen Kindern, das heute in der Psychologie als Helfersyndrom bezeichnet wird. Eine solche Entwicklung kommt dadurch zustande, dass die von den Eltern erwünschte Familienfunktion des Kindes zu einer Voraussetzung für die Akzeptanz des Kindes innerhalb der Familie wird. Da die Familie für den Menschen eine grundlegende Lebensversicherung bedeutet - im Gegensatz zu den meisten Tierjungen, die relativ bald flügge werden - können die elterlichen Bedingungen zu einer lebenslangen Blockade für die betroffenen Kinder werden, entgegen dieses elterlichen Willens zu denken, zu fühlen und zu handeln.

Viele Kinder, die einem solchen „Schicksal“ erliegen werden emotional von dem Wohlwollen der Eltern und Geschwister abhängig und entwickeln ein Helfersyndrom, das sich dadurch kennzeichnet, dass die betroffenen Kinder lernen anderen zu helfen aber blind dafür bleiben, dass sie selbst Hilfe benötigen. Dies kommt auch dadurch, dass der Zustand der „Selbstlosigkeit“ die seelischen Schmerzen und die Angst des natürlichen Ichs ausblendet und es den Kindern durch eine solche Selbstorganisation „eigentlich“ gut geht. Die betroffenen Kinder und Erwachsenen beschäftigen sich in der Regel sehr intensiv mit den Problemen der Anderen, der Kultur etc. weil die Kulturmaschinen durch eine solche Selbstlosigkeit funktionieren und die Betroffenen daher zumindest ein gesichertes materielles Einkommen in ihrer Kultur finden können.

Ein „selbstloser“ Mensch tut sich in der Regel schwer, tiefere und längerfristige Beziehungen mit anderen Menschen einzugehen, weil sein innerer elterlicher und kultureller Torwächter leicht durch andere autoritäre Menschen beeinflusst bzw. getriggert werden kann. Dadurch machen die davon deutlich gezeichneten Kinder oder Erwachsenen immer wieder die gleiche Erfahrung einer parasitären Ausbeutung und nachhaltigen Herabsetzung in ihren Beziehungen. Für solche Betroffene ist es besonders wichtig, wieder ein natürliches Ich in sich auszubilden, das die eigenen Angelegenheiten auf eine zielstrebige Weise verfolgt, insbesondere was die Gestaltung von lebenserhaltenden symbiotischen Beziehungen angeht. Eine solche natürliche Agenda zu entwickeln fällt vielen Betroffenen nicht leicht, da sie in der Regel keine lebendigen Vorbilder für eine symbiotische zwischenmenschliche Beziehung in sich finden können. Nichts hat der Mensch daher heute nötiger als natürliche Vorbilder für eine konstruktive symbiotische Beziehungs- und Lebensgestaltung.

Es ist heute bereits dringend geboten, dass der Mensch jenseits eines alles wegwischenden und verdrängenden Positivismus bewusst das thematisiert, was in seinen Kulturen im Argen liegt. Denn ein Kind, das von seinen Eltern zur Erhöhung des eigenen Selbstwertes oder der persönlichen Macht auf eine autoritäre Weise erzogen wird, wird nicht nur zu einem Sklaven der Familie, sondern auch der Kultur. Solche Kinder fungieren in der Regel als ein Seelenmülleimer und ein Sündenbock in ihren Beziehungen. Aus den darüber in den betroffenen Kulturkindern sich verfestigenden unnatürlichen Verhaltensnormen und den daraus sich entwickelnden selbstverständlich „selbstlosen“ Verhaltensweisen der erwachsen gewordenen Kinder ziehen seit 5000 Jahren immer wieder regelrechte menschliche Machtmonster eine übernatürliche Energie und Macht, durch die sie viel Schaden in ihrer Kultur anrichten. (z.B. Donald Trump)

Die seltsame heutige Kulturerziehung der Kinder durch die Kulturmedien, die zu über 50 % von Konzernen bzw. deren Eignern beherrscht werden, führt zunehmend dazu, dass Kinder ohne ein natürliches Ich aufwachsen und unfähig werden eine langfristige symbiotische Partnerbeziehung oder gar eine Elternbeziehung zu realisieren. Das für solch eine natürliche Elternschaft notwendige soziale Rüstzeug tragen die meisten Erwachsenen von heute schlicht und ergreifend nicht in sich. Erst durch diese Feststellung wird klar, welch einen Schaden das religiöse Ideal der Selbstlosigkeit innerhalb einer Kulturgemeinschaft anrichten kann. Die Tragik der heutigen selbstlosen Menschen, die sich durch ein künstliches Kultur-Ich organisieren besteht in der Regel darin, dass sie jedes Nehmen mit der Gefahr verknüpfen dafür weitere übernatürliche selbstlose Leistungen erbringen zu müssen.

In der Regel leiden die betroffenen Kinder und Erwachsenen an einer notorisch gewordenen Entbehrung an wohlwollenden emotionalen Zuwendungen, weshalb eine unerwartete empathische Zuwendung heftige innere Reaktionen in den Betroffenen auslösen kann. Diese Reaktionen werden von einer stringent verdrängten, aber nach wie vor vorhandenen sozialen Sehnsucht ausgelöst. Mit derartigen Widrigkeiten hat der Mensch mit einem Helfersyndrom immer wieder zu kämpfen, weshalb die Betroffenen sich klar machen müssen, was die eigene Kindheit für Gewohnheiten und Zwänge verfestigt hat und wie widernatürlich und krankmachend die Erfahrungen einer autoritären oder gar megalomanischen Elternschaft für sie tatsächlich im biologischen Sinn waren und nach wie vor sind.

Das Helfersyndrom besteht aus einer Absage an das eigene natürliche Ich und die Entwicklung einer künstlichen Überlebensrolle für die „erfolgreiche“ Fortführung der Beziehung zu den eigenen Eltern, Verwandten und Bekannten. Eine solche Beziehungs-Agenda führt in der Regel zu „normalen“ Beziehungen eines einseitigen Gebens ohne Nehmen, weil viele davon betroffene, auch bereits erwachsen gewordene Kinder nach wie vor dem elterlichen Willen und dem staatlichen Willen wie selbstverständlich Folge leisten. Viele Betroffene tun sich daher schwer damit, die daraus resultierende übernatürliche Selbstlosigkeit, Gleichgültigkeit und Verantwortungslosigkeit in Bezug auf sich und die eigenen Angelegenheiten zu überwinden.

Das heute nach wie vor durch Belohnungen und Bestrafungen „erzogene“ und damit in seinem ganzen Denken und Handeln notorisch verunsicherte und verängstigte Kulturkind bleibt in der Regel auch als Erwachsener zu einem symbiotischen Beziehungsverhalten unfähig. Die davon Betroffenen erfahren daher auch nicht, was eine natürliche soziale Beziehung faktisch alles bedeuten kann, ein tiefes selbstverständliches Vertrauen in seine Nächsten, in die eigene Gesellschaft und in das natürliche Leben.

Die heutigen Kulturen sind in dieser Hinsicht nur scheinbar fortschrittlich, da sie den Menschen zwar ein materiell gesichertes Leben (durch die rigorose Ausbeutung der greifbaren Naturwerte) ermöglichen, dafür aber zunehmend dem Kulturmenschen die Seele und damit auch die menschliche Natur rauben. Die dadurch sich heute bereits professionell masochistisch organisierenden Kulturmenschen leben daher zunehmend ein widernatürliches Leben und zahlen dafür bereits heute einen viel zu hohen Preis.

Es nützt dem heutigen Menschen nichts, wenn er auf die kulturell und familiär verordnete widernatürliche „Selbstlosigkeit“ allergisch reagiert und einen gegensätzlichen Kurs der absolutistischen Egozentrik forciert („me, myself and I“). Denn es zeigt sich, dass sich der dadurch entstehende „Verbraucher-Mensch“ nach wie vor in der Weise eines sich selbst ständig optimierenden Kultursklaven organisiert. Der Gangster-Rapper ist daher kein Ideal, sondern eine absehbare soziale Bankrotterklärung. Das, was der Mensch heute mehr als alles andere benötigt, sind einfache, relative, symbiotische Beziehungen, wie sie der menschlichen Natur entsprechen und eine konstruktive Nutzung der menschlichen Fähigkeiten zu einer besonderen Freiheit, Kreativität und Individualität.

Der Mensch steckt jedoch gegenwärtig in einem riesigen sozialen und kulturellen Schlamassel fest, weil er seine Sozialnatur durch die stillschweigende Akzeptanz der Sklaverei und der absolutistischen hierarchischen Kulturbeziehungen innerhalb der Standeskultur aufgegeben und damit verraten hat. Die Erziehung des Menschen zu einem selbstlosen autoritätshörigen Diener der Kultur und seine Einordnung in die kulturellen Maschinen des Militärs, der Wirtschaft und der Bürokratie sind und bleiben daher die wesentlichen Übel der heutigen Zeit, weil sie aus einem in den Standeskulturen „normal“ gewordenen übernatürlichen Parasitismus heraus entstanden sind, der heute alles Leben auf der Erde in eine immer stärkere Bedrängnis bringt. Die kulturellen Herrenmenschen von heute, die sich durch eine positivistische Sprache tarnen, sind längst nach ihrer Herrschaft und einem sich ständig steigernden materiellen Vermögen süchtig geworden, so dass sie sich wie unersättliche Stechmücken organisieren, die über die Werbung eine ständige Repräsentanz im menschlichen Bewusstsein erzeugen um dort mehr Umsatz und Macht zu generieren. Auch aus diesem Grund werden diese Menschen nicht nur für die gegenwärtigen Kulturen, sondern auch für die natürliche Evolution der Erde zu einer immer akuter werdenden Gefahr.

Die Frage, die sich daher heute die Menschen in allen Nationen stellen müssen, ist die Frage, inwiefern und wie lange sie einem solchen kulturellen Parasitismus noch folgen und mit ihrer eigenen Lebenszeit und Lebensenergie nähren wollen. Die Klimaveränderung, die in den letzten Jahren immer deutlicher wird, ist nur eines der biologischen Symptome, mit denen der Mensch in der kommenden Zeit fertig werden muss, weil die natürlichen Nischensysteme mangels einer Artenvielfalt immer schwächer und anfälliger werden und die Mächtigen partout nicht damit aufhören wollen immer noch mehr Plastik und chemische Giftstoffe zu produzieren. Längst ist dadurch das positivistische Motto „luxuriös in den Untergang“ zu einem „unzurechnungsfähig in den Untergang“ geworden.

Der Mensch muss daher in Bezug auf seine kulturelle Selbstorganisation resistenter und klüger werden. Das betrifft auch die heutige Begrifflichkeit der Demokratie. Eine gesunde Demokratie ist nur dann zu erreichen, wenn nicht einfach nur jeweils die Mehrheit entscheidet, sondern sich die Demokratie auf eine grundsätzliche Weise nach den relativen biologischen Realitäten und Maßstäben richtet. Heute nutzt die Demokratie den meisten Menschen sehr wenig, weil die Mehrheit eine übernatürliche Luxusexistenz nach dem Motto nach mir die Sintflut „kultiviert“. Eine solche widernatürlich agierende Demokratie macht gegenwärtig jedem Menschen schmerzhaft klar, was sie sowohl innerhalb der Kulturen als auch innerhalb der natürlichen Nischen anrichten kann.

Es ist daher heute nicht mehr nur der große kulturelle Parasit, der für eine degenerative Kulturentwicklung und Naturentwicklung sorgt, sondern auch der kleine kulturelle Parasit, der denkt, er müsse es den großen Parasiten gleich tun. Das Gebot der Stunde besteht daher vor allem darin, dass alle einfachen Menschen einen Weg finden ihre kulturell aufgenötigte, krank machende Selbstlosigkeit, Gleichgültigkeit und Verantwortungslosigkeit nicht länger zu akzeptieren und sie aktiv zu überwinden. Diese bis heute normal gebliebenen persönlichen Lähmungserscheinungen der geistigen und seelischen Art sind den meisten Kulturmenschen von heute bereits in ihrer Kindheit zu einer kulturellen Überlebensagenda geworden. Vor allem deshalb praktizieren und bestätigen zu viele Menschen heute ein derartiges unnatürliches Überlebensprogramm an jedem neuen Tag, in der Regel ohne sich der Folgen hinreichend bewusst zu sein. Erst durch die Auflösung der inneren Lähmungserscheinungen eröffnet sich dem Menschen ein realistischer Weg in eine natürliche, freiheitliche Demokratie bzw. in eine gesunde biologische Gesellschaftsgestaltung.

Damit eine solche Gesellschaft entstehen kann, ist es notwendig, dass heute insbesondere die Kulturmenschen der westlichen Welt eine ausreichende Vorstellung von einer biologischen Kulturgestaltung erreichen. Dies ist vor allem dann möglich, wenn der Einzelne die bereits überaus abartigen Kulturentwicklungen im Römischen Reich auf eine neue Weise zu sehen und zu bewerten lernt. Die Entwicklungen im Römischen Reich bilden in vieler Hinsicht nach wie vor eine Blaupause für die heutigen Kulturrealitäten im westlichen Kulturkreis. Eine dieser Entwicklungen ist eine überaus perverse Entgleisung der menschlichen Sexualität, die bereits im Römischen Reich entstanden ist.

Die von Natur aus ständig aktive menschliche Sexualität hat vor allem die Funktion, dass sie die für das menschliche Kind notwendige Familienbildung belohnt und stabilisiert. Das, was wir daher bereits im römischen Reich an unnatürlichen perversen sexuellen Abartigkeiten unter mehreren Kaisern (z.B. Caligula) finden, ist eine extreme willkürliche Verformung der menschlichen Sexualität zu einer rein egozentrischen Lustdroge, deren Suchtpotential auch heute wieder enorm und damit gefährlich für die menschliche Selbstorganisation ist.

Vielen Menschen ist heute nicht hinreichend klar, was das für sie selbst bedeutet. Die perversen sexuellen Gepflogenheiten im römischen Kaiserreich von Caligula sind heute in allen Kulturen eine „normale“ Alltagserscheinung geworden. Jedes Kind kann sich heute die „normalen“ abartigen sexuellen Praktiken innerhalb einer Standeskultur frei im Internet durch Pornos - auch mit Tieren in der Hauptrolle - ansehen, so dass die gesamte Kulturwelt sexuell gesehen nicht nur die römischen Zustände wieder erreicht, sondern weiter verschärft hat.

Dies führt in einer regelrechten Weise dazu, dass der Kulturmensch durch die überaus wirksame Droge der schamlosen „sensationellen“ Sexualität sein natürliches Familienleben zersetzt und die Familie nicht nur in eine zunehmende Degeneration geführt, sondern auch in einen ständigen Konfliktherd verwandelt hat.

Viele Menschen betrachten die römische Kulturgestaltung nach wie vor als ein Ideal und verherrlichen die erreichte menschliche Macht in dieser Kultur. Die römische Kultur hat im Lauf Ihres Bestehens immer wieder einen Sklavenanteil an der Gesamtbevölkerung von über 20 % erreicht. Sie stellt daher bis heute biologisch gesehen in vieler Hinsicht den Höhepunkt der kulturellen Fehlentwicklung des Menschen seit 3000 v. Chr. dar. Dies betrifft auch den selbstverständlichen rigiden Zwang, mit welcher die römische Kultur den einfachen Menschen in eine staatliche Militärmaschine, Wirtschaftsmaschine und Bürokratiemaschine eingebunden hat, so dass wir bereits damals von einer fatalistisch werdenden Kulturorganisation sprechen können, sowohl was die sozialen, die sexuellen und die kulturellen Verirrungen anbelangt.

Dieser Fatalismus hat unter anderem einen römischen Hang zu einer bodenlosen Grausamkeit und Tyrannei hervorgebracht, dessen Spitzenentwicklungen bis heute durch den sogenannten Faschismus symbolisiert werden. Der römische Faschismus ist bis heute für den Menschen überaus gefährlich geblieben, weil er von dem königlichen Recht der willkürlichen Tötung von Menschen innerhalb der römischen Kulturgeschichte geprägt wurde und bis heute eine „rechtliche“ Basis für eine bodenlose Willkürherrschaft geblieben ist. Die Herrschaft der Nazis hat dies auf eine sehr eindrucksvolle Weise für den modernen Menschen greifbar gemacht.

Ein derartiges „Recht“ für ein willkürliches Töten gibt es in der Natur nicht, da hier das Töten einen bestimmten und damit auch begrenzten biologischen Zweck erfüllt. Der natürliche Rahmen und Zweck dieses Tötens wird von allen Pflanzen und Tieren eingehalten, weshalb es in der Natur anders als in der übernatürlichen menschlichen Kulturgeschichte keinen Faschismus gibt.

Das römische Reich hat durch die besonderen kreativen Fähigkeiten des Menschen die übernatürliche Rechtsprechungsgrundlage „positives (willkürliches) Recht vor natürlichem Recht“ erfunden und dadurch den biologischen Organisationsrahmen des Menschen willkürlich verlassen. Durch dieses „positive Recht“ wurde aus dem Präzedenzfall des königlichen Rechts willkürliche Todesurteile zu fällen ein allgemeines politisches Recht. Dieses „Recht“ bildet bis heute die ideologische und politische Basis des sogenannten Faschismus als der besonderen Machtkonstellation einer bodenlosen Diktatur des Schreckens und der Grausamkeit. Die Angst vor einem politischen Faschismus ist bis heute zu Recht der Gegenstand von zahllosen menschlichen Alpträumen geblieben, da es sich weniger um eine Art der Politik und mehr um eine Methode des Psychoterrors handelt. Überschreitet dieser Psychoterror einen bestimmten Grad der Unerträglichkeit in einem Volk, dann entstehen in diesem Volk Tendenzen der ungerichteten, indifferenten Aggression und damit auch der Selbstaggression und der Selbstzerstörung. Erhöht sich der Druck weiter, dann erscheint dem Volk die Möglichkeit der Selbstzerstörung zunehmend als eine Möglichkeit der „Erlösung“. Auf einem solchen Weg ist das Römische Reich vom dritten bis zum 5. Jahrhundert zunehmend degeneriert, so dass die Überreste schließlich von anderen Völkern geschluckt wurden.

Es ist daher für den heutigen Menschen des westlichen Kulturkreises sehr wichtig, die bis heute andauernde, gefährlich einseitige Verherrlichung des römischen Weltreiches und seiner absolutistischen Machtfülle zu beenden. Seit der Jahrtausendwende fördert die westliche Kultur durch den Neoliberalismus eine faschistische Entwicklung in Form einer zunehmend beliebig werdenden Politik und einer entsprechenden staatlichen Rechtsprechung und Verwaltung. Es wird daher Zeit, dass sich der Mensch an eine bereits lange bekannte kulturelle Erkenntnis erinnert: „Wer aus seiner Geschichte nichts lernt, der ist dazu verdammt sie zu wiederholen“.

Die Deutschen haben in dieser Hinsicht heute besondere ideologische und emotionale Herausforderungen zu meistern, da sie durch ihre traditionellen kulturellen und religiösen Prägungen nach wie vor dazu tendieren nicht nur autoritäre und diktatorische, sondern auch faschistische Entwicklungen in der Kultur zu fördern. Daher müssen die Deutschen heute ihre ideologischen Wurzeln, die durch das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ und durch die Römisch-Katholische Kirche nach wie vor stark geprägt sind, noch einmal ganz bewusst auf ihre biologische Konsequenz prüfen und bewerten lernen. Dies gilt besonders für die Ostdeutschen, die anders als die Westdeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg die Demokratie in ihre Lebenspraxis und in ihr Denken noch nicht einmal ein Stück weit integrieren konnten. Die Ostdeutschen sind nach der faschistischen Hitler-Diktatur in eine zweite ideologisch basierte Diktatur geraten und tun sich daher heute schwerer als die Westdeutschen damit, die natürliche Eigeninitiative und Selbständigkeit zu entwickeln, die für die Verwirklichung einer natürlichen Demokratie notwendig ist. Es gibt daher für die Deutschen viel zu tun, um dahin zu gelangen, wonach sie heute durch die falsche Methode eines verabsolutierten Idealismus streben.

Eine gründliche Aufarbeitung der römischen Geschichte ist auch für alle anderen westlichen Nationen dringlich geworden. Eine solche Aufarbeitung kann dazu beitragen die geschichtlichen europäischen Verstrickungen besser zu klären und aufzulösen. Deutschland ist seit dem Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 innerhalb der europäischen Geschichte zu einem ständigen Sündenbock für eine allgemeine europäische und amerikanische Fehlentwicklung der römischen Art geworden. Erst wenn sich daher alle westlichen Völker ehrlich machen und sich an die eigene geschichtliche Nase fassen, kann der westliche Kulturkreis seine Fehlentwicklungen seit dem Untergang des Römischen Reiches so weit klären, dass er die destruktiven Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster der römischen Art auflösen kann. Dies ist die wesentliche Voraussetzung, dass der westliche Kulturkreis zu einer starken symbiotischen Gemeinschaft der biologischen Art zusammenwachsen und sich den kommenden Herausforderungen stellen kann. Sobald der „einfache“ Mensch daher dahin kommt, die Kulturgeschichte auf eine biologische Weise zu prüfen und zu interpretieren, hat der westliche Homo sapiens wieder eine realistische Chance auf eine Zukunft, die sowohl dem Einzelnen als auch den verschiedenen Kulturen ein realistisches Streben nach Glück ermöglicht.

Eine solche Renaissance hat nicht nur eine Bedeutung für die Kulturen des Westens, sondern auch des Ostens, des Nordens und des Südens. Die Globalisierung des neoliberalen Kapitalismus seit der Jahrtausendwende hat in nahezu allen Kulturen eine neoliberale kapitalistische Führungsschicht hervorgebracht. Dadurch wurde die globale Kulturwelt ein erhebliches Stück weit im Sinne der Weltkonzerne und der neoliberalen Staatsführungen gleichgeschaltet. Es reicht daher heute nicht aus, wenn jedes Volk für sich um seine Existenz kämpft, da heute der gemeinsame Wille aller Völker notwendig ist, um die neue faschistische Bedrohung der bodenlosen menschlichen Willkür und Grausamkeit im Namen aller Lebewesen der Erde abzuwenden.

Seit Menschengedenken verursacht die Standeskultur erhebliche Aggressionen, ungute Gefühle und panische Ängste im Menschen, die „von Oben“ ausgehen, durch das Volk in einer sado-masochistischen Weise durchgereicht werden und schließlich bei den Letzten der Letzten, den Eltern und den Kindern der sozialen Unterschicht landen. Aus den dadurch am schlimmsten betroffenen Menschen entsteht in jeder Standeskultur die sogenannte Unterwelt mit einer „professionellen“ kriminellen Wesen. Diese Unterwelt macht leicht vergessen, dass diese Kriminalität eigentlich „von Oben“ durch einen übernatürlichen absolutistischen bis terroristischen Kultur-Parasitismus ausgeht, der bis heute erhebliche chronische Störungen in allen zwischenmenschlichen Beziehungen verursacht.

Wie so Vieles wurde auch dieses Kulturphänomen seit der Jahrtausendwende in allen modernen Standeskulturen durch einen pauschalen Kultur-Positivismus regelrecht unsichtbar. Dadurch ist die sado-maoschistische Beziehung in weiten Teilen der Kultur zu einer Art Kultursport geworden um die regelmäßig im Kulturalltag entstehenden Aggressionen in einer geregelten Weise zu entschärfen bzw. zu entsorgen. Dieser sado-masochistische Beziehungs-„Spaß“ eines selbstverständlichen Missbrauchs des jeweils anderen wird auf eine tragische Weise durch pervertierte Lustimpulse sowohl der sadistischen als auch der masochistischen Art „belohnt“. Diese Belohnung wird durch sado-masochistische sexuelle Beziehungen heute in einer regelrechten Weise intensiviert und auf eine zutiefst perverse Weise maximiert. Ab dem Überschreiten einer gewissen Grenze und Intensität der sado-masochistischen Beziehungsform wird die sado-masochistische Beziehung eine ernsthafte Bedrohung für alle, die eine Rolle als Sündenbock, Seelenmülleimer oder eines willigen Masochisten ausgebildet haben, da die übernatürliche sado-masochistische Beziehung grundsätzlich dazu tendiert einen bodenlosen Teufelskreis in Gang zu setzen. Dadurch kann eine sado-masochistische Beziehung zügig außer Rand und Band geraten.

Nahezu alle Völker verschleudern heute für die Entsorgung ihrer kulturbedingten Aggressionen, Frustrationen, Enttäuschungen und den daraus folgenden inneren Konflikten eine Unmenge an Kraft und Energie. Wir können daher von einer unglaublichen Energieverschwendung durch das zwanghafte involviert sein in die „normalen“ destruktiven sado-masochistischen Beziehungsmodelle der heutigen Kulturen sprechen. Würde der Mensch seine kulturbedingten Aggressionen, Frustrationen, Enttäuschungen und inneren Konflikte bewusst kanalisieren und in die Verwirklichung einer konstruktiven biologischen Kulturverfassung investieren, dann wäre die Umsetzung einer solchen Kultur durch nichts aufzuhalten.

 

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Aufbauende Artikell

 

 

 

Die ungünstige Veränderung der natürlichen menschlichen Selbstorganisation durch die Verwirklichung der Standeskultur ab 3000 v. Chr. und ihre heute immer notwendiger werdende Korrektur 

 

Damit die Standeskultur den Menschen an die von ihr entwickelten Kulturmaschinen des Militärs, der Wirtschaft und der Bürokratie anpassen kann, muss sie die Kinder der Kultur in einer passiv-rezeptiven bzw. masochistischen Weise erziehen. Eine andere Möglichkeit für eine nachhaltige Funktionalisierung des Menschen im Sinne der aus Menschen geformten Funktionsmaschinen einer Standeskultur gibt es nicht.

Zur Verfestigung einer solchen menschlichen Funktionalisierung (Soldat, Arbeiter, Steuerzahler) des Kulturmenschen sorgt die Standeskultur seit 5000 Jahren jeweils für eine absolutistische Erhöhung eines Geschlechts über das andere Geschlecht, so dass daraus zwangsläufig eine „normale“ sado-masochistische Beziehung (unterirdischer und offensichtlicher Dauerkrieg) innerhalb der Geschlechterbeziehungen entsteht. Durch die Einführung des Patriarchats in den frühen Standeskulturen ist daher innerhalb der Selbstorganisation des Homo sapiens die natürliche symbiotische Beziehung bzw. die Freundschaft zwischen den Geschlechtern verloren gegangen.

Stattdessen hat sich in den Standeskulturen eine „normale“ sadistische Verhaltensneigung des Mannes und eine normale masochistische Verhaltensneigung der Frau verfestigt. Die dadurch entstandene „normale“ Geschlechterbeziehung war in ihren Auswirkungen auf das menschliche Verhalten etwas weniger extrem als die ebenfalls entstandene „normale“ sado-masochistische Herren-Sklaven-Beziehung innerhalb der Standeskultur. Allerdings konnte bereits der Mann in den mesopotamischen Stadtstaaten seine Frau über einen bestimmten Zeitraum in die Schuldknechtschaft verkaufen, wenn er Schulden hatte.

Bis heute verhindert der Verlust der natürlichen symbiotischen Freundschaft zwischen den Geschlechtern und eine normal gewordene sado-masochistische Sexualisierung innerhalb der Standeskultur eine ganzheitliche konstruktive Geschlechterbeziehung, wie sie noch von den Ethnologen im 19. und im frühen 20. in den Naturvölkern der Erde vorgefunden wurde.

An der Agenda des Geschlechterkrieges in den Standeskulturen hat auch die Einführung eines sozialen Matriarchats im westlichen Kulturkreis mit der Jahrtausendwende nichts anderes verändert, als dass die Vorzeichen der effektiven sozialen Macht in der Familie vertauscht wurden. Wir können daher sagen, dass der Homo sapiens seit 3000 v. Chr. durch die Verwirklichung einer obligatorischen widernatürlichen Standeskultur eine bis heute überaus destruktive, widernatürliche und asoziale Kulturorganisation aufrecht erhalten hat.

Dadurch kapselt sich der Mensch heute in einer bereits auffälligen Weise von der Natur der Erde ab, um in einer immer totalitärer werdenden künstlichen Kulturblase zu leben, die eine regelrechte Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur der Erde verwirklicht. Wir haben es dabei insgesamt mit einer grundlegend widersprüchlichen, widernatürlichen und asozialen menschlichen Kulturorganisation zu tun, die den Menschen heute in einer immer schmerzhafter werdenden Weise auf die Füße fällt.

Durch diese realistische Analyse wird deutlich, dass die allgemeinen krankhaften Verhaltenssymptome und psychischen Empfindlichkeiten, die der heutige Kulturmensch entwickelt, weniger von konkreten traumatischen Erlebnissen herrühren, sondern vielmehr das Ergebnis einer völlig verfehlten menschlichen Kulturorganisation sind. Vor allem aus diesem Grund zeitigen viele Heilungsbemühungen des heutigen Menschen nur einen geringen Erfolg.

Richtet der Mensch daher bewusst seine Aufmerksamkeit auf die Beschaffenheit und die sozialen Bedürfnisse seiner eingeborenen Natur, dann kann er auch in einer relativ kurzen Zeit eine erhebliche Verbesserung seiner Kulturorganisation und seines persönlichen Befindens erreichen.

 

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Die durch die Erfindung der Sklaverei entstandene sado-masochistische Beziehungskonstitution und ihre Folgen

 

Heute ist den meisten Menschen klar, was mit einem sadistischen menschlichen Verhalten gemeint ist, ein menschliches Streben nach einer übernatürlichen Macht über andere Menschen und Lebewesen, die den jeweiligen Beziehungspartner erniedrigt und in eine Opferrolle drängt. Ein solches übernatürliches, asoziales Streben führt die sadistisch agierenden Menschen in eine regelrechte Sucht, so dass sich dafür innerhalb der Kulturgeschichte der Standeskultur der Begriff der menschlichen Machtsucht verfestigt hat. Ein machtsüchtiges Streben finden wir bei keinem anderen tierischen Lebewesen der Erde, weshalb es wichtig ist, dass der Mensch anhand der immensen destruktiven Folgen eines sadistischen Machtstrebens ein solches Streben als unnatürlich begreift.

Der sadistische „Herrenmensch“ hat für die Durchsetzung seines Machtstrebens in den letzten 5000 Jahren eine sogenannte Standeskultur (Klassenkultur) mit besonderen Kulturnormen und Kulturinstrumenten entwickelt. Die Aufrechterhaltung der Standeskultur bis heute und ihre „Fortschritte“ in den letzten 200 Jahren haben den Menschen in erhebliche Schwierigkeiten gebracht.

Dies liegt auch daran, dass den meisten modernen Menschen zwar das sadistische Machtstreben nicht aber das dadurch zwangsläufig entstehende masochistische „Anpassungsstreben“ innerhalb einer Täter-Opfer-Beziehung ein geläufiger Begriff ist. Die willkürliche persönliche oder kulturelle Entrechtung eines Menschen, den man zum Dienermenschen oder gar zum Sklavenmenschen reduziert, ist eine willkürliche, die soziale Natur des Menschen schwer beeinträchtigende Verletzung. Dadurch entsteht nicht nur eine unnatürliche asoziale Obrigkeit der sadistischen Art in der Kultur, sondern auch ein unnatürlich masochistisch sich organisierender Untertan.

Der Dienermensch (Mittelschicht) und der Sklavenmensch (Leibeigener, Proletariat, Fließband- und Billiglohnarbeiter = Unterschicht) kann in einer Standeskultur seine eingeborene kreative und freiheitliche Natur nicht mehr hinreichend verwirklichen, weil er sich in der Regel nicht auf eine natürliche Weise gegen den „Herrenmenschen“ verteidigen kann, ohne seine kulturelle Existenz zu gefährden. Die Standeskultur gesteht den Dienermenschen und Sklavenmenschen daher durch ihre relative Entrechtung und Vereinnahmung die natürlichen Rechte, Instinkte und Anlagen nur noch teilweise oder überhaupt nicht mehr zu und muss diese obligatorische Kulturnorm entweder durch eine ständige Gewalt oder aber durch eine „pädagogische“ Kindererziehung aufrechterhalten, die den „Untermenschen“ zu einem sich selbst ständig redigierenden und disziplinierenden und damit masochistischen Herrscher seiner selbst macht. Die dafür erforderliche ständige Selbstkontrolle, Selbstzucht und Selbstdiktatur wurde vor allem durch religiöse Vorstellungen bestärkt. Diese religiöse Indoktrination wurde ab dem 17. Jahrhundert zunehmend durch eine Schuldbildung ergänzt, die bis heute das exakte Nachbeten der Aussagen der Lehrer und der Schulbücher benotet, so dass nach 10 Jahren Schulbildung eine normale Autoritätshörigkeit entstanden ist, die alle Autoritäten der Kultur nutzen können. Ohne es hinreichend zu merken, zwingt sich das „erzogene“ Schulkind mit der Zeit selbst in ein unnatürlich passives, defensiv-rezeptives Verhalten und verfestigt dadurch eine gesellschaftlich und politisch gewollte „naive“ Unmündigkeit. Diese sich auf eine masochistische Weise an die vorgefundenen Autoritäten der Kultur anpassenden Kulturkinder sind bis heute die wesentliche Voraussetzung für die nachhaltige Aufrechterhaltung einer programmatisch unnatürlich sich organisierenden Standeskultur geblieben.

Die seit ca. 5000 Jahren bestehende Standeskultur hat den seit 1400 n. Chr. einsetzenden westlichen Kolonialismus und Imperialismus der europäischen Kulturen in den letzten 200 Jahren in einen überaus effektiven sado-masochistisch sich organisierenden Kapitalismus verwandelt. Dieser effektive Kapitalismus „verbessert“ durch seine fortwährende industrielle und technische Revolution das natürliche Leben auf der Erde in einer geradezu zwanghaften Weise. Seit dem späten 19. Jahrhundert richtet sich der parasitäre Kolonialismus und Imperialismus des westlichen Kulturkreises dadurch nicht mehr nur gegen fremde Völker, sondern auch gegen die Bevölkerungen des westlichen Kulturkreises. Die sich bis heute „selbstverständlich“ sado-masochistisch organisierende kapitalistische Standeskultur wurde durch ihre zunehmende Komplexität eine mehr und mehr ohne Peitsche auskommende Kultur. Dies wurde dadurch möglich, dass die traditionellen kulturellen Gewaltinstrumente durch indirekte kulturelle Sachzwänge (Hunger, Wohnungsnot, soziale Anerkennung) ersetzt wurden. Die auf diese Weise immer effektiver werdenden europäischen Standeskulturen haben durch eine sich immer weiter intensivierende Ausbeutung aller natürlichen Werte der Erde, einschließlich der „Human Resources“ einen bodenlosen Konkurrenzkampf um die Macht über die Welt und das Vermögen der Welt ausgelöst. So kam es schließlich zu zwei Weltkriegen im 20. Jahrhundert, die das Ende der europäischen Weltherrschaft und den Beginn einer amerikanischen Weltherrschaft herbeigeführt haben.

Da die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts einen bis dato unbekannten bodenlos grausamen Ungeist der sadistischen Art in den beteiligten Standeskulturen hervorgerufen hatten, wurde der willkürliche „liberale“ Kapitalismus des 19. Jahrhunderts nach dem 2. Weltkrieg ausgesetzt und durch eine neue Kultur-Agenda mit dem Motto „Wohlstand für alle“ ersetzt. Henry Ford hatte bereits um 1920 entdeckt, dass eine massive Lohnerhöhung und die Verkürzung der Arbeitszeit den Unwillen seiner Mitarbeiter über die unmenschlichen Bedingen einer Fließbandarbeit (10 Stunden täglich immer die gleichen, wenigen Handgriffe auszuüben) neutralisieren konnte. Dadurch, dass sich seine „gut verhaltenden“ Mitarbeiter schließlich für 4 Monatslöhne ein Ford T-Modell kaufen konnten, haben sich auch die Einnahmen von Henry Ford durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen vervielfacht. Dieser neue „Fordismus“ wurde nach dem 2. Weltkrieg mit großem Erfolg für alle modernen Haushaltsgüter (Waschmaschinen, Küchen, Möbel etc.) in die neue wirtschaftliche Agenda (materieller) Wohlstand für alle verwandelt.

Da um 1980 die meisten Haushalte bereits saturiert waren und für die kapitalistischen Oligarchen durch die Agenda „Wohlstand für alle“ keine großen Gewinne mehr zu erzielen waren, wurde durch Ronald Reagan und Margret Thatcher 1985 die neue Agenda des sogenannten „Neoliberalismus“ eingeläutet. Diese Agenda hat das „liberale“ willkürliche Machtverhalten der kapitalistischen Oligarchen im 19. Jahrhunderts und damit einen bodenlosen neuen Krieg zwischen Reich und Arm wieder im gesamten westlichen Kulturkreis eingeführt. Der relativ ungehinderte immer effektiver werdende „Fortschritt“ dieser erneuerten kapitalistischen Agenda des 19. Jahrhunderts unterminiert seit der Wirtschaftskrise von 2008 die Zukunftsfähigkeit aller Völker der Erde auf eine immer bedrohlicher werdende Weise.

Der Wirkungsgrad und die Effektivität aller Arbeits- und Produktionsprozesse in allen kapitalistischen Standeskulturen erreicht heute ständig neue Rekorde, da man die Maschinen zunehmend in das Kulturgeschehen eingebunden hat und der Einzelne dadurch zunehmend verzichtbar, weil leicht ersetzbar geworden ist. Durch diesen indirekten kulturellen „Sachzwang“ ist in den letzten 20 Jahren das masochistische Selbstverständnis der meisten Menschen als einem Produktionsmittel der kapitalistischen Standeskultur selbstverständlich geworden. Viele Menschen instrumentalisieren sich heute selbst durch einen obligatorischen Sprachgebrauch der den Menschen im Sinne der kapitalistischen Terminologie als Arbeiter, Verbraucher, Steuerzahler und Konsument sieht, wodurch die kulturelle Funktionalisierung des Menschen zu etwas „ganz Normalem“ geworden ist.

Seit etwa 2015 wird die dadurch eine Degeneration des Respekts vor den einfachen Menschen innerhalb der neuen Turbo-kapitalistischen Standeskulturen bemerkbar, der auch durch den Hang der willkürlichen Vereinnahmung des Menschen für politische und wirtschaftliche Interessen seinen Ausdruck findet. Der billige Versuch diesen zunehmenden mangelnden Respekt der Obrigkeit gegenüber den Untertanen durch ein „joviales „Du“ in der lockeren Art zu kaschieren ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten. Wir können daher von einer fortschrittlichen unverschämten ideologischen und emotionalen Vereinnahmung des Kulturmenschen durch die Herrenmenschen in der Form einer neuen ideologischen Leibeigenschaft sprechen.

Durch diese seltsamen Kulturblüten des 1985 beschlossenen neuen Neoliberalismus glauben heute viele Menschen fälschlicherweise an eine natürliche Übermacht der Politiker und Wirtschafts-Oligarchen. Dieser Glaube wird von den oligarchischen Medien nach Kräften bestärkt, so dass viele Menschen von ihrer Ohnmacht gegenüber dem willkürlich und sadistisch agierenden „Herrenmenschen“ überzeugt sind.

Wer diese Veränderung des Verhaltens der Völker in den letzten 15 Jahren nachvollziehen kann, der kann auch nachvollziehen, weshalb die Organisation einer Standeskultur seit jeher darauf hinausläuft, für den Herrenmenschen eine übernatürliche Sicherheit und für alle Dienermenschen und Sklavenmenschen eine übernatürliche Unsicherheit zu erzeugen. Nur der dadurch in der Kultur am laufenden Band entstehende „brave“ Kulturbürger ermöglicht es einer Standeskultur, sich auf eine „nachhaltige“ Weise aufrecht zu erhalten. Es ist daher äußerst wichtig, dass der „einfache“ Mensch seine tradierte masochistische Überlebensformel mit einer bewussten Skepsis betrachtet, da die Auflösung des masochistischen Opferverhaltens und die Forderung nach einer echten symbiotischen Demokratie die heutige fragwürdige Existenzgrundlage der sadistischen „Herrenmenschen“ auflöst.

Die bewusste Auflösung des eigenen masochistischen Beziehungsverhaltens ist keine leichte Aufgabe, da das masochistische Verhalten in der Standeskultur insgesamt zu einem unnatürlichen Überlebenserfolg führt, der durch eine entsprechend tragische, unnatürliche Erfolgslust der letztlich perversen Art belohnt wird. Das Gleiche gilt für den Herrenmenschen, der ebenfalls durch seinen übernatürlichen Überlebenserfolg durch ein sadistisches Machtverhalten eine unnatürliche Erfolgslust der perversen Art erfährt. Wir haben es daher bei einer sado-masochistischen Täter-Opfer, Herren-Sklaven, Obrigkeit-Untertan Beziehung mit einer Verzerrung der natürlichen konstruktiven Lust durch einen destruktiv werdenden Lustkomplex zu tun, der die natürlichen Sozialbeziehungen des Menschen über kurz oder lang zerstört. Da der Sadist beim masochistisch sich organisierenden Menschen und der Masochist beim sadistisch sich organisierenden Menschen eine unnatürliche und perverse Lusterfahrung fördert, ist eine sado-masochistische Beziehung stets eine unheilvolle Angelegenheit. Die Folge ist die Entstehung einer sado-masochistischen Teufelsspirale, der das sadistische und das masochistische Verhalten innerhalb der entsprechenden Beziehungen auf eine fortschrittliche Weise intensiviert.

Der Mensch steht daher heute vor dem großen Problem, dass sowohl der Herrenmensch als auch der heutige kulturelle Untertan das beständige sadistische Streben der Standeskultur nach einer fortschrittlichen Macht und Kontrolle über alles Leben auf der Erde sanktionieren und forcieren. Dadurch ist das unnatürliche menschliche Streben nach einer absoluten Ordnung (Diktatur) so stark geworden, das sich dieses Streben mit einer idealistischen Vorstellung einer absoluten Freiheit in den Kulturen polarisiert. So bleibt jeder natürliche Ausgleich einer relativen Ordnung und einer relativen Freiheit in den heutigen Standeskulturen außen vor. Die Folgen davon zeigen sich heute unter anderem durch einen absolutistischen politischen Rechtsradikalismus (absolute Ordnung = Diktatur) der sich mit einem absolutistischen politischen Linksradikalismus (absolute Freiheit = absolute Willkür und idealistische Tyrannei) polarisiert. Diese Polarisierung verhindert zwangsläufig alle konstruktiven und nachhaltigen politischen Lösungen.

 

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Der asoziale Narzissmus - eine gefährliche Abweichung vom gesunden menschlichen Sozialverhalten

 

Im Gegensatz zu einem relativ harmlosen menschlichen Narzissmus in der Form einer suchtartigen Selbstbewunderung, ist ein asozial werdender Narzissmus, der keine soziale Empathie mehr generiert ein lebender Fallstrick für alle symbiotisch und empathisch sich organisierenden gesunden Menschen.

Ein Narzisst ist in der Regel ein Perfektionist, der auf eine zwanghafte oder fanatische Weise die absolute Macht über andere Menschen anstrebt. Der Narzisst wird daher jeweils dann für einen anderen Menschen gefährlich, wenn er ihn direkt herausfordert, wohl wissend, dass er diesem Menschen auf dem Gebiet der jeweiligen Herausforderung überlegen ist. Dies gilt insbesondere für alle sozialen Beziehungen, da ein Narzisst, der keine wirkliche Empathie kennt und trotzdem in einer perfekten Weise den empathischen fürsorglichen Menschen zu spielen versteht, einem real sich empathisch und sozial organisierenden Menschen grundsätzlich überlegen ist. Dies liegt daran, dass es für einen narzisstischen Menschen relativ einfach ist, seinen Beziehungspartnern bodenlose Enttäuschungen und Verletzungen zu verursachen, solange die Beziehungspartner ihm vertrauen. Dadurch ist und bleibt eine Beziehung zwischen einem Narzissten und einem gesunden sozialen Menschen ein ungleicher Wettkampf, der biologisch gesehen kein natürlicher Wettkampf ist, sondern vielmehr als ein psychopathischer Verletzungs- und Zersetzungskampf zu bezeichnen ist.

Ein Narzisst kann daher im Lauf der Zeit eine ganze Gemeinschaft irritieren und in die Auflösung treiben, da er in der Regel nach einer bedingungslosen Kapitulation seiner Beziehungspartner strebt. Ein solcher „Sieg“ bedeutet nichts anderes als dass der kapitulierende Beziehungspartner auf eine psychologische Weise zu einem Hörigen oder Sklaven des Narzissten wird. Ein „erfolgreicher“ Narzisst streut daher ständig auf eine in der Regel unbemerkte, untergründige Weise die Samen eines sozialen Unglücks in seinen Beziehungen und innerhalb seiner Gemeinschaft aus, um dadurch in einer fortschrittlichen Weise eine soziale Macht und ein materielles Vermögen auf Kosten seiner Beziehungspartner bzw. seiner Gemeinschaft anzuhäufen.

Das Ergebnis einer verhängnisvollen narzisstischen Blüte innerhalb einer Gesellschaft besteht früher oder später darin, dass wenige narzisstische Potentaten eine absolutistische materielle Lebensversicherung erreichen. Die Masse der Menschen in der Gesellschaft lebt indessen auf die ein oder andere Weise ein beschwerliches, psychisch belastetes oder angstbesetztes Leben, das sowohl aus einer mangelhaften sozialen Lebensversicherung als auch aus einer mangelhaften materiellen Lebensversicherung resultiert.

Der ständige absolutistische Machtkampf des Narzissten ist daher wie der Kampf der heutigen Oligarchen durch eine chronische Ungerechtigkeit der Vermögens- und der Machtverhältnisse in der Kultur gekennzeichnet. Vor allem die heutigen „liberalisierten“ flexiblen Finanzinstrumente führen dabei zu einer absolutistischen Lebensversicherung für die Oligarchen und zu einer absolutistischen Lebensverunsicherung für den kleinen Mann.

Eine Kulturgemeinschaft, die sich nicht über die Gefahren der Entwicklung einer narzisstischen Peergroup in ihrem Inneren bewusst ist, ist eine stets bedrohte und in einer beständigen Unsicherheit lebende Gemeinschaft. Eine entsprechend „fortschrittliche“ Kulturentwicklung bedeutet daher für die Betroffenen im Besonderen und für die Kulturgesellschaft im Allgemeinen eine kurzfristige bis langfristige Selbstzerstörung. Diese findet entweder durch nicht enden wollende soziale Konflikte in der Kultur, durch Kriege zwischen den Kulturen oder durch eine allgemeine depressive Kulturentwicklung statt, die zunehmend bodenlos wird. Die derzeitigen Kulturentwicklungen in Europa sind dafür ein anschauliches Beispiel.

 

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Die Entstehung der pseudo-symbiotischen Beziehungs-Verstrickung und ihre enormen gesellschaftlichen Auswirkungen

Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) ist in Europa eine protestantische Schwarze Pädagogik entstanden, die im Kern bis 1960 in den westlichen Standeskulturen umgesetzt wurde. Seitdem ist die Schwarze Pädagogik zwar offiziell tabuisiert, setzt sich aber durch eine zwanghafte pseudo-symbiotische Mutter-Kind Beziehungs-Verstrickung innerhalb der Kultur weiter fort.

Der dadurch stattfindende mütterliche Missbrauch des Kindes zielt wie die Schwarze Pädagogik auf die Vereinnahmung und Übernahme des kindlichen Ich's durch die Besetzung des natürlichen Willen des Kindes ab. Die Konditionierung des Kindes vollzieht sich dabei bereits durch den Gesichtsausdruck der Mutter, den ein Kind bereits ab dem 5. Lebensmonat interpretieren kann. Das eröffnet der Mutter die Möglichkeit durch eine bewusste Mimik das Verhalten ihres Kindes in Form einer besonderen Pädagogik der Belohnung (Lächeln) und der Bestrafung (herabgezogene Mundwinkel) entsprechend ihrer Neigungen und Zielsetzungen zu konditionieren.

Auch wenn diese frühe Methodik später durch verbale und emotionale Methoden der Einschüchterung oder durch einen gezielten Kontaktentzug ergänzt wird, bleibt vor allem die Konditionierung durch den gezielten Gesichtsausdruck die wirksamste Methode, um das gewünschte Verhalten bei den eigenen Kindern hervorzurufen.

Auf die Frage, wie die Frau überhaupt auf die Idee kommen konnte eine derartige manipulative Macht über die eigenen Kinder zu generieren, finden wir in der niedrigen kulturellen Stellung der Frau innerhalb der patriarchalen Standeskultur der letzten 5000 Jahre eine plausible Erklärung. Dadurch konnte die Frau in die Versuchung geraten, sich durch eine gezielte Konditionierung ihrer Kinder einen wirksamen Trost, eine soziale Unterstützung und einen indirekten Einfluss auf den Vater der Kinder zu verschaffen. Bis heute hat sich dadurch in der Kultur eine mütterliche Macht-Agenda der übernatürlichen Vereinnahmung der eigenen Kinder aufrecht erhalten, die von der Psychologie als symbiotische Verstrickung bezeichnet wird.

Obwohl diese symbiotische Verstrickung mit der eigenen Mutter viele Frauen und Männer auch heute in ihrer Beziehungsgestaltung bis ins hohe Alter schwer beeinträchtigt, ist diese krankhafte Beziehungskonstitution nur wenigen Menschen ein hinreichender Begriff. Diese mangelnde Kenntnis liegt vor allem daran, dass die Standeskultur der Mutter die Kulturrolle der Heiligen zugesprochen bzw. aufgenötigt und bis vor einigen Jahren hartnäckig im menschlichen Weltbild aufrecht erhalten hat. Dadurch ist das offizielle Rollenverhalten der meisten Frauen entsprechend positivistisch und empathisch geblieben, so dass es auch heute für viele Kinder und Erwachsene noch immer schwer vorstellbar ist, dass eine Frau oder gar eine Mutter etwas unredliches tun könnte. 

Die ethnologischen Forschungen der letzten 150 Jahre berichten von einem in mehreren Naturvölkern vorgefundenen Pubertät-Ritus für die Jungen, der eine bewusste Ablösung der von Natur aus tiefen emotionalen Mutter-Sohn-Bindung zum Zweck hat und die Jungen in die Welt der Männer holt. Dadurch bleibt es den Müttern oftmals untersagt, weiterhin eine tiefe emotionale Beziehung zu ihren Söhnen zu unterhalten. Die tiefe symbiotische Mutter-Sohn-Beziehung ist vor allem in den ersten Lebensjahren des Kindes lebensnotwendig. Mit fortschreitendem Alter behindert diese Beziehung jedoch die emotionale Selbständigkeit der Kinder auf eine mehr oder weniger starke Weise. Eine Auflösung dieser tiefen emotionalen Beziehung ist daher spätestens mit der Pubertät notwendig, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die Jungen ihre natürlichen Aufgaben für die familiäre Fortpflanzung nicht erfüllen können. Wenn ein Mann durch eine emotionale Abhängigkeit von der Mutter zu „weich“ bleibt, dann wird fragwürdig, ob er die Härten einer anstrengenden menschlichen Fortpflanzungsperiode von 18 Jahren als Vater bestehen kann. Dies gilt besonders für die übernatürlichen alltäglichen Härten innerhalb einer Standeskultur.

Die in der natürlichen Gesellschaftsorganisation relativ gesicherte gesunde Fortpflanzung des Menschen wurde durch die patriarchale Standeskultur in einer extrem folgenreichen Weise gestört und verzerrt. Dadurch führt vor allem die Ausbildung einer zwanghaften pseudo-symbiotischen Mutter-Sohn- und Mutter-Tochter Beziehungs-Verstrickung bis heute zu überaus nachhaltigen Folgen für die Familiengestaltung und die Gesellschaftsgestaltung. Der Grund dafür ist, dass Kleinkinder gar keine andere Wahl haben als sich an die Forderungen ihrer Mutter anzupassen da diese Anpassung innerhalb einer Standeskultur eine Frage des Überlebens ist. Kinder spüren das bereits sehr frühzeitig und organisieren sich dementsprechend.

Eine zwanghafte pseudo-symbiotische Beziehungs-Verstrickung mit der Mutter führt zu einer ungemein schwerwiegenden und hartnäckigen Fehlentwicklung der kindlichen Beziehungs-Organisation, die selbst bei einem 50 Jahre alt gewordenen Kind wieder wirksam wird, sobald sich Mutter und Kind wieder begegnen. Wir haben es daher mit einem totalitär sich auswirkenden Übergriff der Mutter oder auch des Vaters auf die Selbstorganisation der eigenen Kinder zu tun, bei der eine besondere Fixierung der Kinder auf die eigene Mutter oder den eigenen Vater entsteht.

Die in einer zwanghaften pseudo-symbiotischen Mutter-Kind Verstrickung in der Regel entstehende Konditionierung des Kindes zugunsten der sozialen Bedürfnisse der Mutter führt in einer regelrechten Weise zu einer gegenseitigen psychischen Abhängigkeit, die in der psychologischen Fachsprache als Co-Abhängigkeit bezeichnet wird. Die sich im Lauf der Zeit verfestigende psychische Abhängigkeit der betroffenen Kinder führt dazu, dass sie regelrechte psychische und auch körperliche Entzugserscheinungen entwickeln, sobald sie versuchen, sich von der Mutter abzugrenzen. Selbst wenn die Kinder bereits erwachsen geworden sind zeigen sich diese Entzugserscheinungen, sobald sie beschließen die Beziehung zur Mutter für eine längere Zeit zu unterbrechen oder gar zu beenden.

Der Mensch ist in der Standeskultur grundsätzlich versucht emotionale Affekte der unerträglichen Art durch die Zauberformel „Wo kein Ich, da kein Schmerz“ zu neutralisieren. Daher bleibt der Prozess der Co-Abhängigkeit innerhalb einer zwanghaften pseudo-symbiotischen Mutter-Kind Verstrickung relativ unbemerkt. In einer zwanghaften pseudo-symbiotischen Mutter-Kind-Beziehung achtet die Mutter stets in einer übertriebenen Weise darauf, dass die Aufmerksamkeit des Kindes auf dem Willen und dem Gefühlszustand der Mutter liegt. Dadurch werden die Kinder im Lauf der Zeit zu einem Schatten ihrer selbst, weil sie sich zu sehr mit der Mutter und zu wenig mit sich selbst beschäftigen. Diese „Beziehungs-Logistik“ setzt sich bei den betroffenen Kindern oft bis ins hohe Alter in allen neuen Bekanntschaften und Partnerschaften fort, wodurch diese Beziehungen früher oder später jeweils schmerzhaft scheitern. Je mehr ein Kind in eine zwanghafte pseudo-symbiotische Beziehungs-Verstrickung gerät, desto mehr normalisiert das Kind eine schwerwiegende generelle und absolutistische Selbstlosigkeit. Dadurch versäumt es das Kind, eigene Anschauungen, einen eigenen Willen und ein entsprechendes natürliches Ich zu entwickeln. Menschen die auf diese Art erwachsen werden wählen für ihre Beziehungen schließlich bevorzugt übergriffige narzisstische Menschen, die egozentrisch sind, da diese sozusagen den gewohnten Gegenpol für ihre praktizierte absolutistische Selbstlosigkeit darstellen.

Wir können daher schlussfolgern, dass ein manipulativer kindlicher Missbrauch, der zu einer krankhaften Beziehungs-Verstrickung von Mutter und Kind führt, das natürliche selbstverantwortliche erwachsen Werden der Kinder blockiert. Dies schließt eine entsprechende mangelhafte Entwicklung der kindlichen Psyche ein. Die sadistischen und narzisstischen „Herrenmenschen“ innerhalb einer Standeskultur nutzen diese krankhafte Entwicklung in einer systematischen Weise aus, da Menschen, die im biologischen Sinne nicht erwachsen werden leichter zu beeinflussen und zu lenken sind. Solche Menschen passen sich auch leichter und leichtsinniger an die unnatürlichen Kultur- und Beziehungsverhältnisse einer Standeskultur an.

Eine destruktive pseudo-symbiotische Mutter-Kind Verstrickung führt sehr häufig dazu, dass die davon betroffenen erwachsen gewordenen Kinder nicht heiraten und jede feste Bindung meiden. Dies rührt auch daher, dass Kinder, die in eine zwanghafte pseudo-symbiotische Beziehung verstrickt sind durch ihre im Lauf der Zeit entstehende Du-Fixierung ein unnatürliches übertriebenes empathisches Einfühlungsvermögen für das jeweilige Du entwickeln. Dies führt mitunter dazu, dass ein Kind nur noch froh sein kann, wenn auch die Mutter froh ist. Das Kind wird dadurch bisweilen so anhänglich und so abhängig von der Mutter, dass sich bei jeder Trennung von der Mutter, wie etwa durch die Entwicklung einer tieferen Freundschaft mit einem anderen Kind oder mit einem Erwachsenen ein Gefühl der Traurigkeit und Unsicherheit im Kind einstellt. Die krankhafte Verstrickung in einer zwanghaften pseudo-symbiotischen Mutter-Kind-Beziehung führt daher manchmal zu einer derart schwerwiegenden psychischen Abhängigkeit des Kindes, dass wir von einer Art Besessenheit in der Form einer Sucht sprechen können.

Wie bei allen Suchtentwicklungen führt auch der Versuch einer Ablösung von der Droge Mutter für das Erreichen einer natürlichen Selbständigkeit zu regelrechten psychischen und körperlichen Entzugserscheinungen wie z.B. zu Angstattacken, zu schwerwiegenden Schuldgefühlen, zu einem schlechten Gewissen und zu einem regelrechten Gedankenkreisen. Dazu kommen körperliche Symptome in Form von Rückenschmerzen, Migräne, Bauchschmerzen und weitere körperliche Symptom-Erscheinungen hinzu. Wir haben es daher mit einer klassischen Suchtentwicklung zu tun, die in den Betroffenen bei jedem Versuch diese Abhängigkeit zu beenden das Aufkommen von schwerwiegender Irritationen und Störungen verursacht. Diese Störungen können bis zu der Angst reichen, von einem bösen Geist besessen zu sein.

Viele Betroffene die nicht erkennen, dass sie an einer zwanghaften pseudo-symbiotischen Verstrickung in der Form einer Co-Abhängigkeit leiden, bleiben ihr Leben lang in dieser Sucht gefangen. Sobald sie versuchen sich von der Mutter zu distanzieren, werden sie mit als unheimlich empfundenen Entzugserscheinungen konfrontiert, die wochenlang anhalten können, bis sie schließlich verschwinden. Dadurch brechen die meisten Betroffenen die Versuche einer Auflösung ihrer zwanghaften pseudo-symbiotischen Beziehung zur Mutter vorzeitig ab.

In einer krankhaften pseudo-symbiotischen Mutter-Kind Verstrickung entwickelt sich auch eine psychische Abhängigkeit der Mutter vom Kind. Dies führt dazu, dass die Mutter aktive Gegenmaßnahmen ergreift, sobald sich das Kind von der Mutter abzugrenzen versucht, „Wie kannst du nur so undankbar sein“ „Ich habe so viel für dich getan, und nun das!“ „Mir geht es sehr schlecht, bitte kümmere dich um mich“, „das ist Verrat“ „Was findest du nur an deiner Freundin/deinem Freund“, usw.

Dies ist mehr oder weniger für alle zwanghaften pseudo-symbiotischen Beziehungs-Verstrickungen, die eine Standeskultur produziert, der Fall. Wir finden heute in vielen Familien auch eine zwanghafte pseudo-symbiotische Vater-Kind Verstrickung und eine zwanghafte pseudo-symbiotische Verstrickung zwischen Geschwistern. Auch am Arbeitsplatz kann zwischen einem Vorgesetzten und einem Untergebenen eine zwanghafte pseudo-symbiotische Beziehungs-Verstrickung entstehen, die über eine lange Zeit vorhalten kann. Eine solche Beziehung lässt sich leichter als in einer Familie durch einen Arbeitsplatzwechsel beenden. Solange den Betroffenen das pseudo-symbiotische, tendenziell sado-masochistische Beziehungsmuster in seiner Beschaffenheit kein hinreichender Begriff ist, können sich die gleichen Beziehungsmster am nächsten Arbeitsplatz wieder einstellen.

Der heute so oft und gern kritisierte blinde Gehorsam der bürgerlichen Untertanen ist nichts anderes als eine zwanghafte pseudo-symbiotische Beziehungs-Verstrickung zwischen einem Staat und seinen Bürgern. Eine solche Beziehung kommt in der Regel erst ab dem 18. Lebensjahr eines Bürgers voll zur Geltung, wenn der besondere Status des Kindes in der Kultur zu einem Ende gelangt und das adoleszente Kind in die „Welt der Erwachsenen“ eintaucht.

Auch die Religionsformen der monotheistischen Standeskultur können zu einer abstrakten zwanghaften pseudo-symbiotischen Beziehungs-Verstrickung der Gläubigen mit einem imaginären personifizierten Gott führen, die eine psychische Abhängigkeit der Gläubigen von diesem Gott erzeugt. Da der Gläubige dadurch seine Macht an Gott abgibt (ohnmächtiger Diener eines allmächtigen Gottes) und sich die göttliche Allmacht in den monotheistischen Standeskulturen auf die Herrenmenschen (Statthalter Gottes auf Erden) überträgt, werden diese „gottgewollten“ Priester-Herrenmenschen im Weltbild der Gläubigen übermächtig.

Die monotheistische Religionsformen sind auf eine gezielte Art so gestaltet, dass sie einerseits die sozialen Nöte der Kulturmenschen aufgreifen und an einen allmächtigen Gott delegieren und andererseits den Menschen eine tiefgehende Angst vor einem willkürlich belohnenden und strafenden Gott verursachen. Dadurch entsteht eine ganz besondere zwanghafte pseudo-symbiotische Beziehungs-Verstrickung zwischen dem monotheistischen Gott und den Gläubigen, die bereits bei jedem Zweifel an diesen Gott schwerwiegende Ängste und Schuldgefühle in den Gläubigen auslösen kann. Aus dieser psychologischen Gemengelage können Wahnvorstellungen, psychische Erkrankungen, ein religiöser Fanatismus oder eine Besessenheit von bestimmten religiösen Vorstellungen entstehen. Die zwanghafte pseudo-symbiotische Beziehungs-Verstrickung ist daher nicht nur die gefährlichste, sondern auch die am weitesten verbreitete soziale Fehlentwicklung innerhalb der monotheistischen Standeskulturen.

 

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Die kulturbedingten Überlebensstrategien der Kinder und die daraus entstehenden ideologischen Stolperfallen

 

Ein Kind ist für seine natürliche Reifeentwicklung auf symbiotische Familienbeziehungen angewiesen. Daher strebt es bei einem Mangel an derartigen Beziehungserlebnissen unweigerlich danach, diesen Mangel irgendwie zu beheben. In der Regel studiert das Kind dazu die eigenen Eltern und erforscht deren Wünsche, Hoffnungen und deren Forderungen an das Kind. Auf dieser ideologischen Grundlage entsteht eine kindliche Verhaltensstrategie, die den Eltern auf eine betonte Weise gefällig ist, um ein ausreichendes soziales Sicherheitsgefühl zu realisieren. Kein Kind rechnet innerhalb dieser Bemühungen damit, dass sich der Homo sapiens in Bezug auf seine Gemeinschaftsorganisation in eine unnatürliche, den Menschen krankmachende Standeskultur verirrt hat. Daher weiß das Kind auch nicht, dass nicht symbiotische Familienverhältnisse und Gemeinschaftsbeziehungen, sondern ein sado-masochistischer Geschlechterkrieg, Generationenkrieg und Familienkrieg den Alltag in der eigenen Kultur kennzeichnen. So scheitern in der Regel alle Versuche der Kulturkinder dauerhafte sozial-symbiotische Familienbeziehungen gemäß ihren inneren Bedürfnissen zu erreichen. Dadurch wirken die Verhaltensstrategien der Kinder mit zunehmendem Alter oftmals überzogen, wodurch die Eltern-Kind-Beziehungen noch schwieriger werden als sie ohnehin schon sind.

Kinder rechnen auch nicht damit, dass sie zu Sündenböcken ihrer Eltern werden könnten, sobald diese ihren Frust über die eigenen kulturbedingten Enttäuschungen auf den Schultern ihrer Kinder abladen und die Kinder dadurch hoffnungslos überfordern. Daraus können schwerwiegende Forderungen der Kinder an sich selbst entstehen, die bis zu dem Punkt reichen können, dass Kinder sich selbst pauschal zurückstellen und sich an dem von den Kirchen gezeichneten Jesus Ideal orientieren. Die Idealisierung der Selbstlosigkeit, des pauschalen Vergebens und des Verzeihens können daher zu einer kindlichen Gewohnheit werden, durch welche die Kinder bei allen Beziehungsproblemen mit den Eltern die Last und die Schuld pauschal auf sich selbst übertragen. Dies beinhaltet oftmals eine starke Selbstdisziplin und eine Selbstbestrafung im Falle des Versagens, um die Familienbeziehungen auf jeden Fall konstruktiv zu halten. Eine solche kindliche Agenda bedeutet für die Eltern dieser Kinder einen sozialen Freifahrtschein und einen Persilschein gleichermaßen. Dies gilt später in der Regel auch für alle Kulturautoritäten, da sich die erwachsen gewordenen Kinder nach wie vor an das Idealbild von Jesus halten und dazu tendieren, alle Schuld auf sich zu nehmen, um alle ihre Beziehungen möglichst „harmonisch“ zu gestalten.

Da die Eltern einer Standeskultur dazu neigen, ein solches masochistisches kindliches Verhalten als „brav“ zu bewerten und als einen Erziehungserfolg zu betrachten, werden die tiefer gehenden Eltern-Kind-Beziehungen im Lauf der Zeit zu einem regelrechten Hindernislauf für die Kinder. Dadurch entsteht eine sogenannte hörige Selbstorganisation, durch die das Kind stets darauf achtet was die Eltern und die Autoritäten der Kultur sagen. Auf diese Weise kommen die betroffenen Kinder in der Regel in ihrer Pubertät erstmals an ihre natürlichen Grenzen. Da sich die menschliche Natur innerhalb der Pubertät stark zu Wort meldet, setzt bei vielen pubertierenden Kindern eine innere Gegenwehr gegen ihr masochistisches Überlebensrezept ein und führt zu starken inneren Konflikten und zu Konflikten mit den Eltern und den Kulturautoritäten. Sobald die Pubertät vollzogen und die innere Stimme der Natur wieder leiser wird, legen sich diese Konflikte wieder. Die meisten Jugendlichen schaffen es daher nicht, ihre kindlichen Beziehungsstrategien zu verändern, da ihnen nicht klar ist, was diesen Beziehungsstrategien zugrunde liegt.

Von den Erwachsenen in der Kultur kann ein erwachsen werdendes Kind keine Hilfe erwarten, weil die Erwachsenen (Eltern) in der Regel selbst nicht wissen, wodurch ihre eigene kulturelle Hörigkeit und ihr eigenes soziales Scheitern verursacht worden sind. Seit 5000 Jahren leistet die Standeskultur in dieser Hinsicht ganze Arbeit, da sie den Kulturmenschen in einer übernatürlichen Weise polarisiert, so dass der Kulturmensch in einer regelrechten Weise zwischen einer übernatürlichen Begeisterung und einer übernatürlichen Angst oder auch Depression hin und her polarisiert und dabei die gesunde symbiotische Mitte der menschlichen Beziehungsnatur in einer regelrechten Weise außen vor bleibt. Die natürliche menschliche Beziehung richtet sich nach einen relativen sozialen Verhaltensrahmen, der sich durch die einander fortwährend ausgleichende Polarisierung einer relativen Ordnung und einer relativen Freiheit auszeichnet. Daher gibt es in den natürlichen zwischenmenschlichen Beziehungen auch keine absolute Autorität oder absolute Prinzipien gleich welcher Art, wie sie von den Standeskulturen seit 5000 Jahren „kultiviert“ werden.

Der heutige Mensch findet daher nur dann eine nachhaltige Lösung für seine zahlreichen Beziehungs- und Organisationsprobleme, wenn er das grundlegende Verlangen des Homo sapiens nach einer natürlichen und sozialen Familien und Gesellschaftsorganisation angemessen respektiert und sich nicht länger in dem Streben verirrt, alles „besser“ wissen zu wollen als die Natur selbst. Solange es dazu kommt, dass Kinder keine andere Wahl haben als das normale asoziale und widernatürliche Unwesen einer Standeskultur zu ertragen, sitzt der Homo sapiens zwangsläufig in einem selbstgemachten sozialen Teufelskreis fest.

 

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Die gegenwärtigen Folgen eines kulturbedingten Jähzorns

 

Eine wesentliche Falle, in welche vor allem die Männer seit 5000 Jahren in den Standeskulturen gehen, ist der Glaube, dass die unerträglichen sozialen Verhältnisse innerhalb einer Standeskultur durch Aggressionsventile neutralisiert werden können. Die Wut, welche durch die in der Standeskultur gefrorenen willkürlichen Ungerechtigkeiten in den Kulturmenschen entsteht, braucht ein Ventil, damit die Aggressionen sich nicht stauen, da sie sich ohne einen Ausweg erfahrungsgemäß gegen die Betroffenen selbst zu richten beginnen. Aus diesem Grund sind seit dem Bestehen der Standeskultur auch der Geschlechterkrieg, der Familienkrieg, der Generationenkrieg und der innere ideologische und emotionale Krieg in jedem Menschen obligatorisch geworden. Nimmt der Aggressionsdruck trotzdem innerhalb einer Standeskultur überhand, dann versucht die Standeskultur einen Krieg gegen fremde Menschen, Völker oder Standeskulturen vom Zaun zu brechen, um eine Erlösung von den aufgestauten inneren Aggressionen zu erreichen.

Diese für den Homo sapiens wenig schmeichelhaften kulturellen Fakten machen besser greifbar, dass sich der Mann innerhalb der Kulturgeschichte dazu hat verleiten lassen, seine kulturbedingte Wut auf eine tragische Weise zu kultivieren, um vor allem im Krieg eine kriegerische Raserei zu entwickeln. Die sogenannten Berserker sind dafür innerhalb der Kulturgeschichte berühmt geworden.  https://de.wikipedia.org/wiki/Berserker. Bereits in den älteren geschichtlichen Schriften wird in Bezug zu diesem rasenden Jähzorn darauf hingewiesen, dass er auch zur „Unzeit“ entstehen konnte und oftmals für die Betroffenen schwer zu bändigen war.

Dem Menschen ist bis heute nicht hinreichend bewusst, dass der sogenannte Heldenmut in der Form einer kriegerischen Raserei die Grenzen des natürlichen menschlichen Verhaltens überschreiten und einen Dämon der bodenlosen Rachsucht und Zerstörungslust im Menschen erzeugen kann. Durch die Geschichte der weiblichen Intrigen wurde deutlich, dass eine solche bodenlose Rachsucht und Zerstörungslust nicht immer mit einem lauten Kampfgetümmel einhergeht, sondern sich auch durch eine stille Hinterlist verwirklichen kann.

Der Versuch eines Menschen, seine persönliche Wut über die erfahrenen bodenlosen Ungerechtigkeiten innerhalb einer Standeskultur und über das damit oftmals einhergehende verletzte Ehrgefühl durch einen Vergeltungsakt der offenen oder versteckten Art wieder zu befrieden, kann erfahrungsgemäß ebenfalls dazu führen, dass in den Betroffenen ein innerer Dämon des Jähzorns entsteht. Ein solcher Jähzorn ist auf die Dauer nur äußerst schwer zu kontrollieren. Die Reizschwelle für die Auslösung des Jähzorns kann mit der Zeit so weit sinken, dass die Betroffenen ihre Lust an der Rache und der Zerstörung nur noch durch einen starken Willen im Zaum halten können. Vor allem in „offiziellen“ Kriegszeiten kann ein Mensch dadurch zu einem verheerenden, alles zerstörenden Ungeheuer werden, wenn er seinen inneren Jähzorn nicht länger bändigen muss. Männer, die sich nicht beherrschen können und in Friedenszeiten ihre Frauen und Kinder schlagen, gehören daher zu den weniger dramatischen Fällen eines unkontrollierten Jähzorns innerhalb der menschlichen Kulturgeschichte.

Wir können dabei insgesamt von einem destruktiven Verhaltensfluch sprechen, den die Standeskultur insbesondere bei Männern, aber auch bei Frauen erzeugt, sobald die erfahrenen kulturellen Ungerechtigkeiten einen brennenden inneren Zorn auslösen. Die dadurch entstehenden zeitweiligen jähzornigen Übersprungshandlungen sind in der Lage enorme soziale Schäden innerhalb einer Gesellschaft anzurichten.

Eine wesentliche Quelle für die Entstehung eines „dämonischen“ Jähzorns ist der Krieg, der den Soldaten nicht nur ein berserkerhaftes Verhalten gestattet, sondern auch ein solch „mutiges“ Verhalten mit einer Tapferkeitsmedaille belohnt. Durch diesen Freibrief wird im Krieg in der Regel auch über die Vergewaltigung der gegnerischen Frauen durch die eigenen Soldaten hinweggesehen. Notwendig entwickeln sich dadurch die betroffenen Vertreter des Homo sapiens zu gefühllosen primitiven Wesen, denen nichts mehr heilig ist und die für sich selbst und für andere zu einer ständigen Gefahr werden.

Alleine der Versuch eine rasende innere Wut kontrollieren zu wollen, ist bereits eine Gefahr für die Betroffenen, sobald dadurch der normale soziale Verhaltensrahmen vorübergehend ausgesetzt wird. Ein Mensch, der sich z.B. wie ein Boxer daran gewöhnt seinen sozialen Verhaltensrahmen während der Boxkämpfe auszusetzen um ein erfolgreicher Kämpfer und Sieger zu werden, entwickelt häufig ein asoziales und megalomanisches Denken und Verhalten, sobald er sich daran gewöhnt, regelmäßig wie auf Knopfdruck zu einer Kampfmaschine zu mutieren. Solche Kämpfer werden in den verschiedenen Kampfsportarten von vielen Menschen verehrt, wodurch sie auch für viele Kinder zu Kulturhelden werden. Eine Standeskultur kann sich daher auf verschiedenen Wegen selbst vergiften und zerstören, zügig oder auch auf eine schleichende, untergründige Weise.

Innerlich mit Aggressionen kämpfende Menschen entwickeln oftmals einen brennenden Ehrgeiz in ihrem Metier „der Beste“ zur werden und trampeln auf ihrem Karriereweg alles nieder, was ihnen im Weg steht. Ein solcher zorniger Ehrgeiz kann vor allem durch ein Streben nach Reichtum und Macht großes Unheil in den Gesellschaften anrichten. Derartige Menschen können heute angesichts der technologischen kulturellen Möglichkeiten für den Homo sapiens und für die Evolution der Erde überaus gefährlich werden, weil sie durch den Verlust ihres natürlichen Verhaltensrahmens nicht mehr fähig sind, eine natürliche Empathie für das Leben in ihrem Innern aufrecht zu erhalten. Das hat bis heute dazu geführt, dass die Standeskulturen trotz der zur Verfügung stehenden Informationen über den Zustand der Natur auf der ganzen Erde nicht aufhören, in allen Lebewesen und Naturschätzen ein „gutes Geschäft“ zu sehen.

Dadurch kommen die belastete Luft und die kontaminierten Böden und Flüsse im menschlichen Denken und Handeln genauso wenig zum Tragen, wie die Klimaerwärmung, die nach neuen Erkenntnissen zügig voranschreitet. Dies macht deutlich, wie sehr der heutige Kulturmensch in einer widernatürlichen kapitalistischen Denkblase gefangen ist. Viele Menschen sind heute zu Meistern darin geworden, alles zu verdrängen, was das alltägliche kulturelle Erfolgsstreben irgendwie beeinträchtigen könnte.

Dementsprechend gestalten sich die zwischenmenschlichen Beziehungen mitunter auf eine morbide Weise. Der Mensch hat noch nicht hinreichend begriffen, dass er sich bereits in einem fortschrittlichen kulturellen Teufelskreis befindet, den heute jeder Mensch auf eine leichtsinnige Weise durch sein eigenes „normales“ Denken und Handeln antreibt. Dadurch wird das Kulturleben langsam aber sicher zu einem Tanz auf einem Vulkan, der zunehmend unkontrollierbar wird.

Viele Menschen haben dadurch bereits Probleme ihre Emotionen zu kontrollieren. Dadurch nimmt auch die Angst davor zu, dass andere Menschen mit einem unerträglichen Verhalten eine bodenlose Wut im eigenen Innern auslösen könnten. In diesem Teufelskreis steckt der Kulturmensch bereits seit 5000 Jahren, da die „Herrenmenschen“ eine kalte Professionalität für die Erzeugung von unerträglichen kulturellen Situationen und Beziehungskonstellationen entwickelt haben. Dadurch wurden und werden diejenigen, die panisch, allergisch oder gar jähzornig reagieren jeweils beschuldigt von einem bösen Geist besessen zu sein und müssen auch heute noch schwerwiegende kulturelle Konsequenzen befürchten. Daher geraten Menschen bisweilen in kulturelle Situationen, die sich für die besondere soziale Natur des Menschen wie eine Hölle ausnehmen.

Solange sich der Homo sapiens durch eine Standeskultur organisiert, so lange wird er auch in die verschiedenen Fallen der Standeskultur, wie z.B. in die Falle des Jähzorns geraten. Erst wenn der heutige Mensch sein kulturbedingtes Denken und Handeln bewusst überprüft und auf eine biologische Weise korrigiert, lösen sich die meisten Probleme, mit denen der heutige Mensch zu kämpfen hat, nach und nach wie von selbst auf.

 

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Die menschliche Suchtentwicklung - ein wesentliches Symptom der Standeskultur

Sigmund Freud hat durch seine Auseinandersetzungen mit den menschlichen Lustanlagen ein Modell der natürlichen Lustorganisation des Menschen gezeichnet, das bis heute durch das sogenannte 5 Phasenmodell dargestellt wird:

Die orale Phase (1. Lebensjahr)

Die orale Lustanlage finden wir bei allen Tieren. Sie fördert die Nahrungsaufnahme, die für ein grundsätzliches Überleben der Tiere sorgt. Die orale Lust zeigt sich bei den Kindern bereits sehr frühzeitig, wie z.B. beim Saugen des Babys an der Mutterbrust, durch ein exzessives Lutschen an den verschiedensten Gegenständen und die im Lauf der Zeit sich bei vielen Kindern entwickelnde regelrechte Sucht nach lutschbaren Süßigkeiten.

Eine solche kindliche Suchtentwicklung entsteht in der Regel durch eine normal werdende kindliche Unterversorgung an taktilen, geistigen und/oder emotionalen Reizen durch eine entsprechende Familienrealität und durch ein entsprechendes soziales Umfeld. Dies hat insgesamt deutlich gemacht, dass bereits Kleinkinder eine übernatürliche Manipulation ihrer primären Lustanlagen verwirklichen können, die unnatürliche Verhaltensweisen mit destruktiven Folgewirkungen nach sich ziehen kann.

Die anale Phase (2.-3. Lebensjahr)

Die sogenannte anale Lusteinrichtung sorgt für das Überleben aller Tiere, indem sie die Ausscheidung der nicht mehr verwertbaren Nahrungsreste fördert. Ab etwa dem 2. Lebensjahr gehen die Kinder erstmals aufs Töpfchen und lernen langsam aber sicher ihren Stuhlgang zu kontrollieren. Bereits ab diesem Alter können Kinder, ähnlich wie bei einer Manipulation der oralen Lustfunktion, durch ein kontrolliertes manipulatives Zurückhalten des Stuhlgangs eine Verlängerung und Verstärkung der analen Lustreize erreichen.

Auch durch eine übernatürliche anale Lustmanipulation können bereits Kleinkinder eine zwanghaft werdende Angewohnheit zur Lustmanipulation entwickeln. Seit Freud wird eine solche Lustfixierung, die sich in einem Menschen im Lauf der Zeit verfestigt hat mit einer übertriebenen Zurückhaltung (Geiz) oder mit einem unnatürlichen Hang zu Entbehrungen (Puritanismus) in Verbindung gebracht. Derartige Verhaltensweisen können mit der Zeit in eine masochistische Verhaltenserkrankung münden.

Die phallische Phase (4. bis 7. Lebensjahr)

In der phallischen Phase entwickelt das Kind eine zunehmende Sensibilität für eine taktile Reizung seiner Genitalien, die unter anderem zu einem intensiver werdenden Lustgewinn bei einer gezielten Manipulation der Urinentleerung führt. Die urinale Lust, die ähnlich wie die anale Lustgewinnung durch ein aktives Zurückhalten der Entleerung und durch ein „erlösendes“ Loslassen funktioniert, hat Sigmund Freud nicht näher thematisiert. Vielmehr hat er sich auf die psychischen Veränderungen innerhalb der phallischen Entwicklungsphase durch eine stärker werdende extravertierte Ausrichtung der Kinder konzentriert.

Die Latenzphase (7. bis 11. Lebensjahr)

Die sogenannte Latenzphase stellt einen Zeitraum in Bezug auf die Lustorganisation des Menschen dar, in der keine weiteren essenziellen Lustquellen entwickelt werden. Trotzdem erreichen viele Kinder in dieser Phase eine immer effektiver werdende Manipulation ihrer essenziellen Lustanlagen. Eine zur Gewohnheit werdenden Lustmanipulation wird wie alle Verhaltensgewohnheiten im Lauf der Zeit durch das menschliche Kleinhirn in „selbstverständliche“ Verhaltensweisen verwandelt, die mitunter das ganze Leben lang vorhalten.

Die genitale Phase (ab dem 12. Lebensjahr)

In der genitalen Phase erwacht der natürliche Geschlechtstrieb und damit eine durchschlagende und bisweilen rüde auftretende tierische Sexualität in den Jugendlichen. Dadurch beschäftigen sich die Gedanken, Emotionen und alle Sinne der Jugendlichen zunehmend häufig und intensiv mit den in ihnen stattfindenden Veränderungen und der sexuellen Attraktion des jeweils anderen Geschlechts. Dies geht in der Regel mit starken Lustgefühlen und Emotionen einher.

In der Regel wird dabei heute übersehen, dass der in dieser Phase zu lernende Umgang mit der Sexualität eine große Bedeutung für das weitere Leben hat. Der Mensch muss für seine Arterhaltung eine äußerst lange Fortpflanzungsperiode von etwa 18 Jahren meistern, wobei die dafür notwendige Familienorganisation auch durch eine beständig aktive menschliche Sexualität motiviert wird. Die sexuelle Lustorganisation innerhalb der Pubertät wird nach und nach in die bereits in der Kindheit entwickelte grundlegende Lustorganisation eingebunden. Daher kann sich eine bereits ausgebildete ständige Manipulation der primären menschlichen Lustanlagen auch auf die sich ausbildenden sexuellen Neigungen und Verhaltensweisen der davon betroffenen Jugendlichen auswirken.

Wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die menschliche Lustorganisation

Die anale und die urinale Lustanlage unterscheiden sich von der oralen und der genitalen Lustanlage auf eine erhebliche Weise, da sie durch eine bewusste Polarisierung von Zurückhaltung und Loslassen erweitert und verstärkt werden kann. Eine künstliche orale und genitale Luststeigerung funktioniert dagegen durch eine übernatürliche einseitige Steigerung der Manipulations-Intensität, so dass sie in eine maßlose Suchtentwicklung münden kann, ohne dass die Betroffenen es bemerken.

Wir können heute anhand der umfassenden Erkenntnisse der Sozialwissenschaften sagen, dass eine Unterversorgung der Kinder an taktilen Reizen (Berührungen), an emotionaler Zuwendung oder an geistiger Anregung seitens der Eltern viele Kinder auf der Suche nach einer Ersatzbefriedigung in eine übertriebene Manipulation ihrer primären Lustanlagen führt.

Die Ausbildung einer übertriebenen analen und urinalen Lustmanipulation begünstigt in einer regelrechten Weise die Entwicklung von introvertierten, passiv-rezeptiven und masochistischen Verhaltensweisen. Eine übertriebene orale, phallische oder genitale Lustschöpfung begünstigt in der Regel eine entsprechende Suchtentwicklung und macht die betroffenen Kinder für weitere Suchtentwicklungen anfällig. Derartige Suchtentwicklungen haben vor allem innerhalb der Pubertät einen starken Einfluss darauf, ob es den Betroffenen gelingt, eine symbiotische Geschlechterbeziehung und eine konstruktive Familienorganisation zu verwirklichen.

Erst ein hinreichendes Bewusstsein über die langfristigen Folgen einer oralen, analen, phallischen oder genitalen Lustfixierung in der Kindheit machen ein reales Manko in den meisten heutigen Standeskulturen deutlich. Die übernatürlichen Arbeits- und Leistungsanforderungen in den heutigen Standeskulturen haben eine regelrechte Vernachlässigung der Kinder und des Familienlebens zur Folge. Dadurch kann bereits in den frühen Lebensjahren eines Kindes eine ungünstige Selbstorganisation in Gang gesetzt werden, die erhebliche lebenslange Verhaltensverirrungen und Beziehungsschwierigkeiten zur Folge haben kann.

Wie noch nie zuvor in der Kulturgeschichte entwickelt der heutige Kulturmensch eine große Anzahl von verschiedenen Suchtentwicklungen. Die wesentliche Ursache dieser Suchtentwicklungen ist die relative Unerträglichkeit der Standeskultur für die besonders sozial und symbiotische sich organisierende menschliche Natur.

Vor allem das Milieu, in das heute ein Kulturmensch gerät, entscheidet darüber, ob die Betroffenen eine harte, stoffgebundene Drogensucht (Fentanyl, Heroin, Amphetamin, Kokain, Crack) oder aber eine „weiche“ stoffgebundene Drogensucht entwickeln (Kaffee, Nikotin, Alkohol, Süßigkeiten).

Darüber hinaus entscheiden die individuellen Umstände und Neigungen eines Menschen, ob er eine stoffgebundene oder aber eine stoffungebundene Sucht entwickelt (Automatenspiel, Actionspiele, Sexsucht, Pornosucht, Leistungssport, etc.)

Allen diesen Suchtentwicklungen ist gemein, dass die gefühlte innere Unerträglichkeit, die den Betroffenen in ihrem jeweiligen Alltagsleben entsteht durch einen Dopaminrausch im Belohnungszentrum des menschlichen Gehirns gemildert oder aufgehoben werden kann. Umso stärker die gefühlte Unerträglichkeit in einem Menschen ist, um so stärkere Drogenkicks benötigt er dazu (Prostituierte, psychisch belastete Menschen). Um den normalen Alltag innerhalb der heutigen kapitalistischen Standeskulturen mit seinen starken sozialen Entbehrungen zu verkraften, greifen Menschen in der Regel zu Kaffee, Nikotin, Alkohol, Zucker und zu einem allgemeinen Konsum, um durch eine individuelle persönliche Mischung dieser Drogen regelmäßige Dopamin-Kicks zu organisieren. Vor allem junge Menschen nutzen aus finanziellen Gründen und aufgrund einer privaten relativ unsichtbar bleibenden Nutzungsmöglichkeit stoffungebundene Drogen. Dabei nutzen heute die meisten jungen Menschen Social-Media-Plattformen, da bereits das Erhalten von „Likes“ Dopamin-Kicks in der Form von sozialen Erfolgs-Belohnungen hervorrufen kann.

Der „Vorteil“ bzw. Nachteil einer stoffungebundenen Sucht besteht darin, dass die „Drogengabe“ über einen langen Zeitraum erfolgen kann, da sie keine sichtbaren körperlichen Beeinträchtigungen verursacht. Gerade aus diesem Grund sind stoffungebundene Suchtentwicklungen die gefährlichsten heutigen Suchtentwicklungen, da sie in der Regel eine nachhaltige Wirkung auf die davon Betroffenen haben. Kinder, die eine Social Media Zeit oder eine Spielzeit von 4 Stunden täglich realisieren, können nach einigen Jahren nicht nur eine mangelhafte körperliche Feinmotorik aufweisen, sondern verändern auch oft dadurch, dass sie ihr Belohnungszentrum ständig mit Dopamin füttern ihr Sozialverhalten. Diese Veränderungen resultieren aus einer zunehmend sich intensivierenden Mediensucht, die durch verlängerte Spielzeiten und durch die Nutzung von immer „sensationelleren“ Spielen entsteht. Durch eine Gewöhnung an bestimmte Spiele und Medienformen schüttet das Belohnungszentrum des Gehirns immer weniger Dopamin aus. Dadurch erhöhen viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihren Grad der Sucht, indem sie einen immer „sensationelleren“ Medienkonsum (Gewaltspiele, Pornos) betreiben, wobei sie dies in der Regel nicht hinreichend registrieren.

Daher ist auf die Dauer eine Beeinträchtigung der geistigen, emotionalen und kreativen Fähigkeiten der Betroffenen nicht auszuschließen. Es ist daher durchaus von Bedeutung, dass sich der heutige Mensch der möglichen Folgen einer Mediensucht oder Spielsucht hinreichend bewusst wird und seine Nutzung der modernen Medien überprüft und falls notwendig korrigiert.

Seit der globalen Gleichschaltung der Corona-Politik ist in vielen Menschen das Vertrauen in die Kultur und in den Menschen fortschrittlich erodiert, da die Politik in vieler Hinsicht zu tief in die menschliche Intimsphäre eingegriffen hat. Sie hat dabei auch die Gesundheit des Menschen auf eine fahrlässige und leichtsinnige Weise gefährdet. Die wesentliche Ursache für alle Suchtentwicklungen des heutigen Kulturmenschen ist und bleibt die Standeskultur selbst, die durch ihre regelrechten sado-masochistischen Beziehungsnormen und durch ihre „normalen“ narzisstischen Machtbestrebungen heute ganze Industrien kultiviert, die sich auf die lukrative Ausbeutung der Suchtentwicklungen des Kulturmenschen spezialisiert haben. Dabei befeuern sie die Suchtentwicklungen ständig nach Kräften durch Werbungen und durch eine professionelle mediale Verharmlosung dieser Suchtentwicklungen.

Vor allem die skurrile Politik der Entscheidungsträger, für nicht ausreichend getestete Impfpräparate indirekte oder direkte Impfzwänge zu erzeugen, hat die Grenze des für den Menschen erträglichen in vielen Ländern überschrittengefährdet. In Deutschland ist es zu der besonders skurrilen Nötigung gekommen, dass der Geimpfte eine Übernahme der Verantwortung für die Impfung unterschreiben musste. Dies hat in vielen Betroffenen eine tiefe Vertrauenskrise in die Politik und in die eigenen Mitmenschen verursacht. Dadurch wurde selbst in den Familien eine tiefe ideologische und emotionale Spaltung verursacht.

Dies hat insgesamt dazu geführt, dass der Drogenkonsum ab 2022 förmlich explodiert ist, da der Grad der empfundenen kulturellen Unerträglichkeit für viele Menschen stark zugenommen hatte. Bis heute ist der fundamentale Vertrauensbruch des Menschen in seine Kultur und in seine Mitmenschen nicht hinreichend diskutiert und aufgearbeitet worden, weshalb auch der erhöhte Drogenkonsum nicht abreißt und tendenziell immer weiter zunimmt. Wir haben es daher mit einem gesellschaftlichen Bruch zu tun, der nach wie vor von denjenigen Menschen bestärkt wird, die aus einer fatalen Machtsucht heraus sowohl die natürlichen Ressourcen als auch die menschlichen Ressourcen für diese Machtsucht bedenkenlos missbrauchen.

Vor allem der Mangel an symbiotischen Beziehungen (Kameradschaft, Freundschaft und Liebe) führt in einem Menschen zu einem Gefühl der Unerträglichkeit, sobald er mit entsprechenden Situationen und Beziehungen konfrontiert wird. Daher bleibt vor allem die Standeseinteilung der Menschen innerhalb einer Kultur für eine „normale“ politische und wirtschaftliche Ausbeutung des Menschen die wesentliche Ursache für jede Art der Suchtentwicklung, die wir in den heutigen Kulturen finden.

 

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Der notwendig gewordene Abschied vom ideologischen Konzept des platonischen Idealismus

 

Eine wesentliche Voraussetzung für die Rückkehr des Menschen zu einem gesunden biologischen Denken und Handeln ist der bewusste Abschied vom ideologischen Konzept des sogenannten Idealismus, der heute eine erhebliche Gefahr für alle Menschen geworden ist.

Der griechische Philosoph Plato war der Vater des idealistischen Konzeptes, wobei er von der Existenz von reinen göttlichen Ideen ausging, die allen weltlichen Erscheinungen auf der Erde zugrunde liegen. Da jedoch die irdischen Umsetzungen dieser göttlichen Ideen in der Regel unvollkommen und fehlerhaft sind, kann und muss sich der Mensch laut Plato den reinen göttlichen Ideen immer weiter annähern, um selbst so rein und so vollkommen wie nur möglich zu werden und sich schließlich auf eine perfekte Weise zu organisieren.

Dieses idealistische Konzept wurde von der Römisch Katholischen Kirche übernommen und durch eine übernatürliche Polarisierung derart intensiviert, dass dadurch das Himmlische zur Heimat des Guten und das niedrigere Irdische zur Heimat des Bösen im Weltbild des Menschen geworden ist. Die willkürlichen ideologischen Kunstgriffe von Plato und der Römisch Katholischen Kirche führen die Idealisten bis heute zu einem Streben nach dem Absoluten, Göttlichen, Perfekten als einem Gegensatz zu einer niedrigen irdischen, relativen Unvollkommenheit. Dadurch tendieren die Idealisten dazu, das praktische irdische Leben auf eine pauschale, oft unbemerkte Weise abzuwerten und zu denunzieren und das Streben nach „Perfektion“ zu verherrlichen und zu verabsolutieren.

Diese ideologische Unart drückt sich bis heute vor allem in den ideologischen Konzeptionen aus, welche der Mensch mit der Endung eines „ismus“ versieht; Konzepte, denen eine Göttlichkeit bzw. eine absolute Gültigkeit und Richtigkeit zugesprochen wird. Der Katholizismus, Evangelismus, Kapitalismus, Kolonialismus, Imperialismus, Materialismus und nahezu alle anderen „ismus“ Konzepte führen bis heute zu der auffälligen Unfähigkeit des Menschen, sich in den meisten Organisationsfragen und Beziehungsfragen auf einen nachhaltigen Konsens zu einigen, weil eine relative Freiheit und eine relative Ordnung nie gut genug sind und der Mensch dadurch ständig über alle konstruktiven biologischen Zielsetzungen hinausschießt. Dadurch ist der Idealismus seit der Jahrtausendwende zur Wurzel aller sozialen, biologischen und kulturellen Missstände geworden, die der Mensch bis heute wider besseres Wissen beibehält.

Wir finden den Idealismus heute nicht nur in der Form eines hartnäckigen Festhaltens des Menschen an seinen politischen und wirtschaftlichen Kulturkonzepten, sondern auch in vielen anderen einfacheren ideologischen und religiösen Konzeptionen wie z.B. der Esoterik, der Theosophie und der Sektenbildungen. Durch den Esoterik-Boom der 80er-Jahre ist deutlich geworden, dass viele Frauen auf eine besondere Weise zu einer Kultivierung von idealistischen Vorstellungen tendieren, da die Frau durch ihre natürlichen sozialen Neigungen eine in der Standeskultur regelrechte Sehn„sucht” nach „perfekten“ sozialen Beziehungsverhältnissen entwickelt, die bodenlos werden kann. Dadurch ist eine Neigung zu einem extremen Kitsch in der Kultur entstanden und der Hang, sich ein persönliches Wolkenkuckucksheim in der Art einer in sich geschlossenen ideologischen Echokammer zu schaffen.

Der Idealismus erzeugt die grundlegende Tendenz, alle ideologischen Ansichten und Konzepte in ein „heiliges“ Gedankengut zu verwandeln und dadurch einen ideologischen Fanatismus bei den Betroffenen zu erzeugen. Wird ein durch die Phantasie entstehendes Gedankengut mit einem absoluten Gültigkeitsanspruch der göttlichen Art versehen und anderen Menschen aufgenötigt, dann kann daraus eine Mentalität der eifrigen Bekehrung anderer entstehen. Eine idealistische Verherrlichung von ideologischen Vorstellungen und Konzepten kann daher auch eine ideologische Waffe für eine psychologische Kriegsführung werden, durch die sich ein Volk selbst vergiften kann.

Eine derartige idealistische Selbstvergiftung findet seit der Jahrtausendwende über die modernen Medien in allen Ländern des westlichen Kulturkreises statt, da die „Robber Barons“ im westlichen Kulturkreis eine systematische willkürliche „Meinungsfreiheit“ fördern, die in einer regelrechten Weise die natürlichen Grenzen des sozialen Respekts überschreitet. Dadurch verursacht die „erlaubte“ Meinungsfreiheit ohne Grenzen in den sozialen Beziehungen und Medien heute schwere seelische Intoxikationen und Verletzungen.

Eine der größten Gefahren für das Weiterbestehen des Homo sapiens geht daher heute von einem willkürlichen Gebrauch der menschlichen Phantasie für die Erzeugung willkürlicher Ideen, Vorstellungen und Konzepte aus, die durch das idealistische Konzept von Plato willkürlich mit dem Etikett der Göttlichkeit, der Absolutheit und Perfektheit versehen werden. Ein dadurch entstehender „von Gott gewollter, bzw. göttlich immunisierter“ Ideen-Komplex kann dann gleichsam aus sich selbst heraus alleine durch die kreative Erzeugung willkürlicher Glaubensakte uneingeschränkt und absolut verfochten werden.

Das idealistische Konzept von Plato ist daher in den westlichen Kulturen im Begriff zu einem Multiplikator einer „freien“ absolutistischen Meinungswillkür zu werden, durch das sich alles verabsolutieren und „heilig“ bzw. auch „unheilig“ sprechen lässt. „Das ist verrückt“ ist die einzige spontane Reaktion, die diese für den Menschen heute entstandene akute Gefahr einigermaßen adäquat kommentiert, da der Mensch dadurch im Begriff ist, an einer leichtsinnigen bodenlosen geistigen und emotionalen Selbstvergiftung zu scheitern.

Bereits der „Fasch„ismus“ und der Kommun„ismus“ haben im 20. Jahrhundert gezeigt, wie fanatisch der Kulturmensch durch die Übernahme von idealistischen Glaubenskonzepten werden kann. Die in sich abgeschlossenen idealistischen Konzepte führen den Menschen in eine absolutistische Abgrenzung gegen alle jeweils „Andersdenkende“ und „Ungläubige“, die sich sehr zügig zu einer konkreten Feindschaft auswachsen kann. Dies gilt grundsätzlich auch für eine links-idealistische Politik, die einer rechts-idealistischen Politik den Krieg erklärt und die alle, die nicht die links-idealistischen Ansichten vertreten, in einer aggressiven und ungerechten Weise bloßstellt und stigmatisiert (Ausländerhasser, Covidiot etc.). Je mehr und je willkürlicher daher der Idealismus das soziale Geschehen innerhalb einer Gesellschaft bestimmt, desto mehr wird der Kulturalltag zu einem ideologischen Kriegsschauplatz, der eine natürliche gesellschaftliche Konsensbildung verhindert. Dies kann schließlich so weit ausarten, dass eine Gesellschaft unfähig wird, ihre grundlegenden Organisationsaufgaben in einer hinreichenden Weise zu meistern.

Das Problem, mit dem sich der Mensch gegenwärtig zunehmend konfrontiert sieht, ist die Bündelung vieler verschiedener Formen eines prekären Idealismus, die teilweise ineinander greifen und sich gegenseitig in ihren ungünstigen Wirkungen auf die Gesellschaft potenzieren. Viele der heutigen politischen und wirtschaftlichen Experten reproduzieren in Fernseh-Talkshows den Inhalt ihrer jeweiligen idealistischen Echokammern bereits seit 20 und mehr Jahren, ohne dass dabei irgendeine Veränderung oder tiefer gehende Sensibilisierung für die realen biologischen Kulturverhältnisse erkennbar wird. Dies macht deutlich, dass der persönliche Idealismus bei vielen Menschen zu einem absoluten Glaubens-Gefängnis geworden ist, das jede heute dringend gewordenen Veränderung der globalen menschlichen Selbstorganisation blockiert.

 

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Die heute immer gefährlicher werdende monotheistische Religion

 

Damit sich eine Standeskultur von Herrenmenschen, Dienermenschen und Sklavenmenschen dauerhaft auf eine hierarchische Weise organisieren kann, muss der „oberste“ Wille der Herrenmenschen innerhalb der Kultur dauerhaft durchgesetzt werden. Der Zweck der Religionskonstitutionen bestand daher bereits in den frühen Standeskulturen darin, den natürlichen Eigenwillen des Menschen für eine adäquate Eingliederung in die Militärmaschine, die Wirtschaftsmaschine und die bürokratische Maschinerie in einer erheblichen Weise zu reduzieren, bzw. zu schwächen. Dieses Ziel ist vor allem dadurch erreicht worden, dass man im einfachen Menschen sowohl eine übernatürliche Begeisterung als auch eine übernatürliche Angst in Bezug auf die himmlische Götterwelt produziert hat, was in vieler Hinsicht bis heute maßgeblich für das Denken und Verhalten vieler Kulturmenschen geblieben ist.

Wie die Inschriften von gefundenen Tontafeln gezeigt haben, wurde eine solche religiöse „Agenda“ bereits in der frühen Hochkultur in Mesopotamien auf eine systematische Weise umgesetzt. Wir können angesichts der überaus komplex gewordenen modernen Standeskultur psychologisch gut nachvollziehen, dass die kulturelle Agenda der Erzeugung einer übernatürlichen religiösen Begeisterung und einer übernatürlichen religiösen Angst die natürliche Wechselpolarität von Aktivität und Passivität innerhalb der Standeskultur in eine übernatürliche Wechselpolarität von Tätigkeitsmanie und Depression verwandelt hat.

Die Machtentfaltung der Priesterschaften in den frühen Hochkulturen war aufgrund eines von vielen Göttern bewohnten Himmels begrenzt, da sich ein Mensch bei einem ethischen Problem auch an einen anderen Gott mit einer anderen Priesterschaft wenden konnte. Erst das Wegfallen dieser Wahlmöglichkeit durch die sich im jüdischen Volk erstmals durchsetzende monotheistische Religion macht die fundamentalen Konsequenzen einer dadurch in den Gläubigen geförderten dauerhaften passiv-rezeptiven bzw. einer ständigen unnatürlichen Selbstorganisation deutlich.

Wir können heute nachvollziehen, dass die Gefangenschaft der Juden in Babylon zu einer Degeneration des jüdischen Gemeinschaftswesens geführt hat. Daher haben die Religionsstifter unter den Juden auf der Suche nach einer Lösung die Vorstellung eines einzigen allmächtigen Gottes und den Juden als dem Volk dieses Gottes entwickelt, um eine außergewöhnliche Ermutigung und Hoffnung für das jüdische Volk zu erzeugen. In diesem länger andauernden Entwicklungsprozess gingen die Religionsstifter so weit, auch die Sklaverei in 2 der 10 jüdischen Gebote ein Stück weit zu regulieren und damit durch den monotheistischen Gott selbst zu legitimieren.

Der grausame Zug, der dadurch bis heute vom jüdischen Monotheismus und dem Alten Testament in vieler Hinsicht ausgeht, ist psychologisch gesehen äußerst bedenklich. Bis heute vermitteln die jüdischen und die christlichen „Statthalter Gottes auf Erden“ den Kindern in ihrem Kulturkreis die Vorstellung, dass der „liebe Gott“ im Himmel alle ihre Taten und Gedanken sieht und diese Taten und Gedanken nach dem Leben eines Menschen von Gott abgewogen und beurteilt werden. Dadurch entscheidet sich schließlich, ob der Mensch nach seinem Tod in den Himmel oder aber in die Hölle kommt. Es gibt bis heute keine psychologische Erzählung, die einen Menschen in einer wirksameren Weise in eine bodenlose Zwangsneurose durch ein ständiges Kontrollieren seiner eigenen Gedanken und Taten führen und das natürliche Lebensgeschenk des Menschen auf eine nachhaltige Weise in ein künstliches Leben verwandeln kann.

Die Angst vor dem Tod und was nach dem Tod kommt, führt auch heute noch bei vielen Menschen dazu, dass sie alles was sie tun im Voraus auf eine „moralische“ Unbedenklichkeit prüfen und über alles, was sie gesagt und getan haben, im Nachhinein selbst Gericht halten, um eine etwaige göttliche Strafe so gering wie möglich zu halten. Dadurch bleiben die Betroffenen in einem übernatürlichen Maß auf sich selbst fixiert und es bleibt ihnen zu wenig seelischer und geistiger Spielraum für eine spontane natürliche Lebenserfahrung. Eine solche Selbstorganisation kann daher ein noch spontan und natürlich handelndes Kind in einen krankhaft sich organisierenden Erwachsenen verwandeln, der das tägliche Geschehen in einer zwanghaften absolutistischen Weise zu kontrollieren versucht. Eine derartige absolutistische Selbstkontrolle kann sich auch auf eine absolutistische Kontrolle der Mitmenschen ausdehnen, so dass sich sowohl masochistische als auch sadistische Verhaltenssequenzen in den Betroffenen ausbilden und immer weiter intensivieren können. (nach Oben buckeln und nach Unten treten).

Die menschliche Natur weist die Besonderheit auf, dass Sie im Vergleich zu den Tieren die Fähigkeiten zu einer besonderen Kreativität und zur Phantasie besitzt, was dem Menschen eine besondere freiheitliche Gestaltung seines Lebens ermöglicht. Eine solche Fähigkeit hat nicht nur Vorteile, sondern bringt auch Nachteile mit sich, da die Instinkte für die Tiere eine vorgegebene, relativ stabile und sichere Verhaltensordnung bedeuten. Um eine solche Verhaltensordnung muss sich der Mensch beständig in einer aktiven Weise bemühen, da ein erheblicher Teil der tierischen Instinkte im Menschen nicht wirksam ist.

Aus diesem Grund sind für die Selbstorganisation des Menschen feste Gewohnheiten, eine stabile Lebensgemeinschaft und intensive soziale Bindungen wichtig, da der Mensch einerseits für seine ganzheitliche Fortpflanzung einen 18 Jahre dauernden Reifeprozess durchlaufen muss. Daher müssen auch die den Instinkt ersetzenden Normen und Richtlinien innerhalb seiner Selbstorganisation und seiner Gemeinschaftsorganisation effektiv bleiben. Eine solche ständige aktive Fürsorge in eigener Sache ist sowohl für den Einzelnen, als auch für die menschliche Gemeinschaftsbildung unerlässlich, da der Mensch ansonsten, anders als die Tiere, in ein willkürliches Verhaltenschaos gerät. Die besonders freiheitliche menschliche Selbstorganisation und Gemeinschaftsorganisation hat daher einen besonderen Preis, der von allen Menschen gleichermaßen entrichtet werden muss.

Erst dieses Grundverständnis für die besondere und komplexe freiheitliche Lebensgestaltung des Menschen macht deutlich, weshalb die menschliche Gemeinschaftsorganisation durch eine Standeskultur keine wirkliche Lösung für den Menschen sein kann. Die Konstituierung einer Standeskultur verhindert per se ein für den Menschen notwendiges organisatorisches Gleichgewicht zwischen einer relativen natürlichen Ordnung und einer relativen natürlichen Freiheit innerhalb seiner Selbstorganisation und seiner Gemeinschaftsorganisation. Stattdessen erzeugt die Standeskultur durch ihre Verabsolutierung einer autoritären kulturellen Hierarchie ein einseitiges Ungleichgewicht zugunsten einer diktatorischen Ordnung in der Kultur, die in einer notorischen Weise zu Lasten der natürlichen Freiheit der Menschen geht. Dadurch normalisiert die Standeskultur asymbiotische, asoziale und parasitäre Beziehungen der sado-masochistischen Art, die durch ein relativ destruktives Macht-Ohnmacht-Gefüge gekennzeichnet sind. Die Konstitution der Standeskultur war daher nie ein für die besondere menschliche Natur tatsächlich bekömmliches Kulturmodell und wird es auch niemals sein, da eine solche Kultur dem natürlichen Wesen des Menschen zuwider läuft und im Lauf des erwachsen Werdens die empathische soziale Natur im Menschen zunehmend zersetzt.

Mehr als jedes andere Lebewesen auf der Erde braucht der Mensch ein sicheres Revier (Familienrefugium, Dorfgemeinschaft) und eine natürliche Freiheit für die kreative Gestaltung seiner individuellen sozialen Beziehungen und Vergemeinschaftungen. Dadurch kann er einerseits an den bereits erprobten sozialen Normen und Gewohnheiten innerhalb seiner Gemeinschaft anknüpfen und sie auf eine konstruktive, kreative Weise innerhalb seiner persönlichen und gemeinschaftlichen Beziehungen modifizieren, so dass diese Beziehungen lebendig bleiben. Eine solche ausgeglichene menschliche Selbstorganisation können wir angesichts der sozialen Wissenschaften heute als ein Grundrezept für eine glückliche menschliche Lebensgestaltung begreifen.

Ist eine solche Lebensgestaltung nicht möglich, wie dies seit jeher in der Standeskultur der Fall war und ist, führt der Mensch zwangsläufig ein künstliches Leben und ist im Sinne seiner besonderen Natur nicht wirklich er selbst. Die grundlegende Abweichung vom natürlichen Menschsein (Sünde) innerhalb der Standeskultur ist zu einem kulturbedingten „Schicksal“ des Homo sapiens geworden, nachdem er vor 5000 Jahren die Sklaverei und die Standeskultur erfunden hat. Seither sorgen vor allem die religiösen Vorstellungen einer Standeskultur dafür, dass der Mensch für die ihm entstandene organisatorische Problematik kein ausreichendes Bewusstsein entwickelt, um diese Problematik auflösen zu können.

Bis heute verhindern die entstandenen religiösen Glaubenskomplexe die menschliche Erkenntnis, wie der Mensch auf eine natürliche Weise sein persönliches und kulturelles Leben gestalten kann und dass im Grunde jeder Mensch an jedem neuen Tag sein gesellschaftliches „Schicksal“in die eigenen Hände nehmen muss. Um ein solches für den Menschen natürliches Ziel erreichen zu können, muss der heutige Mensch lediglich erkennen, wie und weshalb sich die Standeskulturen und ihre Religionsformen seit jeher auf eine spezifisch absolutistische, zentralistische und hierarchische Weise organisieren.

Dies schließt auch die bewusste Infragestellung einer für den Menschen „normal“ gewordenen autoritären Religion ein, deren Konzept der „pädagogischen“ Belohnung und Bestrafung für alle Kinder und Erwachsenen sich bis heute von einer effektiven menschlichen Domestikation der Tiere ableitet. Eine zusätzliche Überprüfung der viele Menschen auch heute auf eine übernatürliche Weise verängstigenden absolutistischen Polarisierung des menschlichen Weltbildes durch die Kategorien von Gut und Böse macht deutlich, dass diese pauschalen Kategorien bis heute die Befreiung des Menschen aus seinem kulturbedingten „Schicksal“ in einer effektiven Weise verhindern. Gut und böse sind abstrakte moralische Kategorien, in die der krankhaft nach Macht und Kontrolle strebende Mensch alles einordnen kann, was ihm jeweils gefällt oder aber nicht gefällt. Eine solche bequeme Möglichkeit der Durchsetzung einer gesellschaftlichen Macht bieten die natürlichen Kategorien von gesund und krank oder die Kategorien natürlich und unnatürlich nicht, da sie von der natürlichen Evolution auf der Erde selbst erzeugt werden. Sie bieten daher allen Menschen einen verlässlichen Anhalt für ein konstruktives Denken und Handeln.

Die absolutistische, autoritäre Religion ist seit 5000 Jahren vor allem ein Helfershelfer der jeweiligen Herrenmenschen einer Standeskultur. Sie beherrscht dadurch bis heute das Weltbild vieler Menschen wie ein strenger Herrscher und entscheidet bis heute in vielen Gemeinschaften auf eine mitunter despotische Weise über Leben und Tod. Eine solche Herrschaft wird für einen Menschen vor allem dann allgegenwärtig, wenn sein Gottesbild auch eine göttliche Herrschaft nach dem Tod beinhaltet, die darüber entscheidet, ob ein Mensch nach seinem Leben im Paradies oder aber in die Hölle lebt.

Wie einschneidend derartige Vorstellungen werden können, macht die wissenschaftliche Entdeckung deutlich, dass das Gehirn durch den sogenannten WYSIWYG-Modus funktioniert (What You See Is What You Get, bzw. was du siehst ist Realität). Dadurch bedarf es lediglich einer ständigen Wiederholung der immer gleichen Botschaften, damit sich das jeweils gewünschte Weltbild in einem Kulturmenschen zu einer definitiven persönlichen Realität verfestigt. Das gilt selbst für das Konzept der Standeskultur von Herrenmenschen, Dienermenschen und Sklavenmenschen, das für den Menschen bis heute so selbstverständlich geworden ist, als hätte es nie eine andere Organisationsform des Menschen gegeben. Dieses Phänomen ist vergleichbar mit dem Phänomen eines Kindes, das nach und nach das Gehen gelernt hat und schließlich so selbstverständlich geht, als wäre es nie anders gewesen.

Bis heute sorgt die Standeskultur in einer ungebrochenen Weise für die Aufrechterhaltung ihrer jeweiligen Religion, weil sie für die Gläubigen eine wirkmächtige Fessel der Angst geblieben ist. Dies führt auf eine tragische Weise dazu, dass viele Betroffene aus einer bodenlosen inneren Angst heraus nach einer scheinbar erlösenden absoluten autoritären Obrigkeit in der Kultur verlangen, die ihnen alles Denken, alle Verantwortung und damit auch alle ihre inneren Ängste abnimmt. Ein solcher Effekt lässt sich durch eine absolute nihilistische Selbstlosigkeit mit der biologischen Zauberformel „wo kein Ich, da kein Schmerz“ erreichen. Durch eine solche „Erlösung“ entsteht ein religiöser Teufelskreis, der die Betroffenen zu Gefangenen ihrer eigenen religiösen Vorstellungen und ihres kulturbedingten Weltbildes macht.

Eine aktuelle religiöse Strömung, die alle beschriebenen Symptome und Eigenarten eines absolutistischen Monotheismus aufweist, vollzieht sich seit einiger Zeit in einem extremistisch agierenden Flügel der amerikanischen Evangelikalen, vor allem in den ehemaligen Sklaven haltenden Südstaaten von Amerika. Diese extremistische, fundamentalistische Religionsgemeinschaft, für welche die Bibel den Willen Gottes repräsentiert und die ein baldiges biblisches Armageddon und die Rückkehr von Jesus erwartet, hat in den vergangenen 10 Jahren einen starken politischen Einfluss in Amerika erreicht.

Ein Teil der etwa 60 Millionen Evangelikalen in Amerika, die bei den letzten Präsidentschaftswahlen einen Stimmanteil von ca. 25 % erreicht haben, ist davon überzeugt, dass die Wiederkehr und die globale Machtübernahme von Jesus erst dann erfolgen wird, wenn Jerusalem wieder in den Händen der Juden ist. Daher hat eine entsprechende evangelikale Vereinigung Israel 2021 mit einer Spende von 3 Milliarden Dollar für den Kauf von Waffen unterstützt, um eine solche Entwicklung zu fördern. Diese vor allem von den Baptisten betriebene Vermischung von Religion und Staat übt seit ca. 40 Jahren in Amerika einen zunehmenden Einfluss auf die Politik und die allgemeine Gesellschaftsgestaltung aus. Diese Einflussnahme wird durch die aktive Übernahme von politischen und bürokratischen Ämtern beständig erweitert, um die evangelikale Zielsetzung einer zukünftigen amerikanischen Theokratie zu befördern.

Viele Evangelikale verstehen die Juden heute als das von Gott auserwählte Volk und Amerika als das von Gott auserwählte neue Land (God's own country) so dass sie sich ebenfalls als ein von Gott auserwähltes Volk betrachten. Die daraus resultierenden religiösen Vorstellungen haben dabei nur noch wenig mit den Vorstellungen einer christlichen Nächstenliebe zu tun. Sie basieren vielmehr auf der Vorstellung eines bevorstehenden biblischen Armageddon als dem letzten Kampf von Gut und Böse, durch welchen sich viele Evangelikale als „Krieger Gottes“ verstehen. Daher halten die betroffenen Evangelikalen ein fundamentales Patriarchat und eine strenge moralische Ordnung in ihren Gemeinden aufrecht, um an der Seite von Jesus gegen alles moralisch Verdorbene in den heutigen Kulturen kämpfen zu können.

Die Evangelikalen in Amerika haben ihre Wurzeln vor allem in den Puritanern und anderen reformatorischen Glaubensformen, die jeweils eine besondere Mischung der Lehren von Luther und Calvin vertreten. Daher kommt heute in den meisten Evangelikalen von heute auch der calvinistische Glaube an von Gott auserwählten Menschen und von unerwählten Menschen in vielen Aspekten ihres religiösen Weltbildes zum Ausdruck. Der Glaube an die Auserwähltheit der Evangelikalen fand bereits in der moralischen Rechtfertigung einer Ausrottung der Ureinwohner Amerikas und der Sklavenhaltung in den Südstaaten Amerikas einen klaren ideologischen und politischen Ausdruck. Die Unmenschlichkeit, die daher in Amerika durch den religiösen Terminus der Auserwähltheit zu einem selbstverständlichen rassistischen Standesdenken und zu einer entsprechend religiös untermauerten politischen Selbstorganisation in Amerika geführt hat, erlebt heute durch die Spitzenentwicklung der neoliberalen Agenda in Amerika eine starke Blüte. Die in der amerikanischen Verfassung beschlossene Trennung von Staat und Kirche löst sich bereits seit der Präsidentschaft von Ronald Reagan in einer fortschrittlichen Weise in Amerika auf und führt zu immer brisanteren gesellschaftlichen Blüten einer ins Bodenlose tendierenden ideologischen und politischen Willkür.

Eine dadurch gegenwärtig in Amerika immer selbstverständlicher werdende seltsame religiöse und politische Vermischung innerhalb der Partei der Republikaner, hat unter anderem zu einem Abtreibungsverbot vor allem in den ehemaligen Sklavenstaaten geführt. obwohl die Abtreibung für die Evangelikalen in Amerika vor 60 Jahren noch kein Thema war. Es findet daher seit der Einführung der neoliberalen Agenda durch Ronald Reagan und durch Margret Thatcher eine gegenseitige Wechselwirkung von Politik und Religion in Amerika statt, die für die Amerikaner und in der Folge auch für alle Völker der Welt überaus gefährlich werden kann.

Die heutigen kulturellen Entwicklungen machen eine Brisanz der grundlegenden menschlichen Anfälligkeit für eine destruktive ideologische und religiöse Beeinflussung deutlich, die sich gegenwärtig durch die Möglichkeiten der modernen Mediengestaltung in einer bodenlosen Weise potenziert. Dadurch wird vor allem am Beispiel der Entwicklungen in Amerika unübersehbar, dass sich der Mensch in Hinsicht auf die grundsätzliche mediale Anfälligkeit seiner kreativen Natur auf eine wirkungsvolle, aktive Weise schützen muss.

Dies kann der heutige Mensch nur dadurch erreichen, dass die Mehrzahl aller Menschen nach einem moralischen und kulturellen Tabu für jede unnatürliche, absolutistische, sado-masochistische, narzisstische und machtsüchtige menschliche Einflussnahme auf den Menschen verlangt und in Form eines ungeschriebenen Gesetzes in seiner Lebensgestaltung und in seinen persönlichen Beziehungen vollzieht. Anders lässt sich eine lebenswerte Zukunft für den Homo sapiens heute nicht mehr denken, bzw. erreichen.

https://www.youtube.com/watch?v=FHaKVySsPOQ Armageddon – Evangelikale und die letzte Schlacht ARTE

https://www.youtube.com/watch?v=c3wQomBEGuY Welchen Einfluss haben Evangelikale auf die US-Politik? | Sternstunde Religion | SRF Kultur

https://www.youtube.com/watch?v=eCjp1YlUTLI Evangelikale und ihre Macht über Trump | Philip Gorski erklärt | Sternstunde Religion | SRF Kultur

In 2025 ist, wie noch nie zuvor, klar geworden, dass die Herrenmenschen der Standeskulturen in den letzten 5000 Jahren im Grunde ein unwiderstehliches Verlangen danach hatten, Götter in denen von ihnen selbst erschaffenen absolutistischen Kulturwelten zu spielen. Dabei entsprach ihr Selbstverständnis jeweils dem Bild, das sich die jeweiligen Standeskulturen von den Göttern oder aber von einem monotheistischen Gott im Himmel gemacht haben. Wer die heutige Führungsriege in Amerika betrachtet, mit all ihren mächtigen Finanz- und Medienoligarchen, die von einem König der Oligarchen regiert werden, kommt schwerlich zu einer anderen Schlussfolgerung.

Solange der Mensch daher für relativ pauschale absolutistische religiöse oder esoterische Konzepte überaus anfällig und leichtgläubig ist, weil er dadurch die Unerträglichkeit des Kulturlebens innerhalb seiner Standeskultur neutralisieren kann, so lange werden auch alle anderen idealistischen Konzepte von Erlöser- und Heldenmythen oder eines materialistischen kapitalistischen Paradieses eine schleichende Selbstzerstörung des Homo sapiens fortschrittlich schüren.

 

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Der zunehmend notwendig werdende adäquate Respekt vor der besonderen menschlichen Natur

 

Die Erziehungspädagogik der Belohnung und Bestrafung ist in den letzten 400 Jahren derart selbstverständlich für den Kulturmenschen der Standeskultur geworden, dass die meisten Menschen heute automatisch davon ausgehen, dass die jeweils gewährten Belohnungen für den erzogenen Menschen konstruktive Belohnungen sind. Wie wir heute jedoch feststellen können führen die Belohnungen der traditionellen Pädagogik allzu oft zu einer Sucht der „Belohnten“ nach diesen Belohnungen. Auch die Belohnung durch eine offizielle Bestätigung eines „einfachen“ Menschen durch eine kulturelle Autorität oder durch eine unpersönliche Menge von Zuschauern bei einer Großveranstaltung kann für einen Menschen zu einer Droge werden.

Die Hintergründe dazu werden vor allem durch die Analyse der Situation eines Kindes deutlich, das die elterlichen Belohnungen als eine Erlösung von einer ansonsten schmerzhaft ausbleibenden symbiotischen Zuwendung der Eltern erfährt. Ein daraus resultierendes ständiges Streben der Kinder nach einer belohnenden Aufmerksamkeit durch die Eltern, das sich später auf die Kulturautoritäten durch das jeweils in der Kultur „anerkannte“ Verhalten übertragen kann, wird für viele Betroffene zu einem Zwangsverhalten durch eine regelrechte Sucht nach Bestätigung durch andere Menschen. Viele der modernen Suchtgewohnheiten des Kulturmenschen (Süßigkeiten, Alkohol, Spiele) beinhalten daher eine innere soziale Konsequenz, die den Betroffenen oft nicht hinreichend bewusst ist. Eine autoritäre Erziehungspädagogik durch eine Belohnungs- und Bestrafungs-Agenda kann daher überaus destruktive Konsequenzen sowohl für die Gemeinschaftsorganisation des Kulturmenschen als auch für seine zwischenmenschlichen Beziehungen haben.

Eine Belohnungs- und Bestrafungs-Pädagogik führt stets zu einer Beziehung, die einen mächtigen Beziehungspartner einerseits und einen ohnmächtigen Beziehungspartner andererseits erschafft, so dass daraus eine „normale“ sado-masochistische Beziehungsnorm entstehen kann. Daher stellt sich die Frage, wie die Belohnungs- und Bestrafungs-Pädagogik innerhalb der Standeskultur entstanden ist, die bis heute auf eine regelrechte Weise Herrscher und Sklaven in der Kultur produziert.

Wir finden die Ursprünge der Belohnungs- und Bestrafungs-Pädagogik in der menschlichen Tierhaltung durch die Verwirklichung einer sogenannten Domestikation. Im Unterschied zu der auf den Menschen übertragenen Erziehung erzeugt eine Belohnungs- und Bestrafungs-Domestikation der Tiere zur Normierung eines gewünschten Verhaltens keine elementaren Folgeschäden für die Selbstorganisation der Tiere. Tiere organisieren sich hauptsächlich durch ein festgelegtes Instinktprogramm, nach dem sie sich in einer grundlegenden Weise richten.

Das durch die Evolution entstandene tierische Instinktprogramm wurde innerhalb der besonderen Evolution des Homo sapiens zu einem beträchtlichen Teil durch die Fähigkeiten eines freien Bewusstseins, eines lebendigen Verstandes und durch eine besondere Fähigkeit zur Phantasie ersetzt. Dadurch organisiert sich der Mensch auf eine ganz besondere, einzigartige Weise. Aus diesem Grund kann die Anwendung einer Belohnungs- und Bestrafungs-Pädagogik bei Kindern, anders als z.B. bei einem Hund, überaus unselige und krankhafte Folgewirkungen zeitigen. Die soziale Organisation der Wölfe, mit denen der Mensch seine eigene Organisation bis heute gerne vergleicht, gestaltet sich in einer spezifischen Weise dadurch, dass sich nur das sogenannte Alphapärchen fortpflanzt. Der Mensch hingegen organisiert sich durch besondere Familienbindungen, so dass es kein Alpha-Pärchen in der menschlichen Gemeinschaftsorganisation gibt. Dabei kennzeichnet sich die besondere Familienorganisation des Homo sapiens durch eine beständig aktiv bleibende menschliche Sexualität, die für die Eltern eines Kindes eine wichtige dauerhafte Motivationsquelle bedeutet. Diese besondere natürliche Logistik des Menschen trägt zu einer stabilen Familienbildung und damit zu einer natürlichen Versicherung der Kinder innerhalb der langen menschlichen Fortpflanzungsperiode bei.

Die Kinder des Homo sapiens müssen daher neben einer allgemeinen sozialen Beziehungsfähigkeit auch eine sexuelle Beziehungsfähigkeit entwickeln. Ein derart aufwendiger kindlicher Reifeprozess kann durch eine autoritäre Belohnungs- und Bestrafungs-Pädagogik in einer erheblichen Weise beeinträchtigt und gestört werden. Ein Beispiel für eine solche Störung innerhalb der modernen Standeskulturen ist die Entstehung von „normalen“ sado-masochistischen Denk- und Handlungsabläufen innerhalb der heutigen sexuellen Beziehungen. Die dadurch entstehende krankhafte Lust an einer sexuellen Macht über die jeweiligen Beziehungspartner kann die natürliche Familienbildung, die auf eine symbiotische Beziehungskultur angewiesen ist, vollständig vereiteln.

Ein bereits im Säuglingsalter produzierter Vertrauensverlust der Kleinkinder in die eigenen Eltern und in die Welt führt bei vielen betroffenen Kindern dazu, dass sie ihr ganzes Leben lang Angst davor haben, von anderen Menschen im Stich gelassen zu werden. Der Mensch ist und bleibt daher aus vielerlei Gründen auf eine symbiotische Familien- und Gesellschaftsorganisation angewiesen. Wird diese einfache und elementare Tatsache nicht hinreichend von allen Menschen respektiert, dann hat dies für die davon betroffenen Menschen schwerwiegende seelische, geistige und körperliche Konsequenzen.

Die heute durch die Medien verwirklichte „sanfte“ Verhaltens-Erziehung durch die Agenda „steter Tropfen höhlt den Stein“, findet bereits durch eine schamlos gewordene offensichtliche Manipulation statt, die auf die Effektivität der ständig wiederholten gleichen Botschaften setzt. Dadurch ist es bereits vielen Menschen gleichgültig geworden, wie skurril, abwegig und abartig diese Botschaften sind. Es geht bei diesen seltsamen Kulturentwicklungen heute um nichts Geringeres als um die soziale und empathische Natur des Menschen, die mehr denn je durch ein bodenloses kapitalistisches Monopolyspiel besetzt und in einer noch nie dagewesenen, äußerst „effektiven“ Weise ausgebeutet wird. Das weitere „Schicksal“ des Menschen hängt daher davon ab, ob der Mensch in der Lage ist einen ausreichend hohen Grad des Respekts vor seiner besonderen Natur zu entwickeln, damit diese seltsam abartig sich zuspitzenden Kulturverirrungen von heute ein zügiges Ende finden.

Das Erreichen eines solchen Respekts ist kein einfacher Prozess, da der Kulturmensch seit 5000 Jahren von Geburt an mit unnatürlichen, der Standeskultur dienenden Informationen, Ansichten und Haltungen gefüttert wird. Die dadurch in jedem Menschen bis heute entstehende kulturbedingte ideologische und emotionale Echokammer muss durch eine entsprechende Analyse dieses jeweiligen individuellen Kunstprodukts wieder aufgelöst werden. Insbesondere der Glaube an eine moralische Polarität im Universum durch „das absolut Gute“ und „das absolute Böse“ als zwei vom Menschen unabhängigen universalen Instanzen bilden bis heute eine zentrale ideologische und emotionale Machtbasis der Herrscher der Kultur, da sie dadurch auf eine willkürliche Weise bestimmen können, was in der Kultur jeweils als gut und was jeweils als böse zu erachten ist. Dies ermöglicht den kulturellen Machthabern die Erzeugung einer tendenziösen absolutistischen „Moral“ und eine Abwertung und Verurteilung der jeweils anders denkenden Menschen.

Die Erfindung der menschlichen Betrachtung des Universums als einem Ort, an dem das Gute gegen das Böse kämpft, wird heute vor allem Zarathustra zugeschrieben, der um etwa 1000 v. Chr. gelebt hat. Seitdem wurde diese Interpretation durch die Verabsolutierung des Judentums, des Christentums und des Islam zu einem Mittel des Krieges gegen „bösartige“ Ungläubige oder Andersgläubige. Bis heute ist diese letztlich unnatürliche, weil absolutistische Polarisierung des Universums durch die moralischen Kategorien von Gut und Böse ein gerne genutztes zentralistisches Machtinstrument in den Standeskulturen geblieben. Daher muss der Einzelne dieses ideologische Instrument ganz bewusst in sich selbst entschärfen, damit er nicht selbst zu einem lebendigen Instrument einer fatalistischen kulturellen Machtpolitik wird.

Die wesentlichen Probleme mit denen die meisten Menschen heute zu kämpfen haben, sind soziale Probleme. Da der Mensch durch seine lange und komplexe Reifezeit von 18 Jahren sowohl auf eine Familie als auch auf eine Gemeinschaft von mehreren Familien (Dorfgemeinschaft) angewiesen ist, lösen alle Störungen des persönlichen sozialen Beziehungsgefüges ein deutliches inneres Warnsignal im Menschen aus. Derartige Störungen produzieren die Herrenmenschen der Standeskultur seit 5000 Jahren in einer professionellen Weise, weshalb der „Herrenmensch“ bis heute ein ständig an der Seele des Menschen nagendes Problem für den Kulturmenschen geblieben ist.

Dies wird vor allem durch die Analyse einer Beziehung zwischen einem „Herrenmenschen“ und einem „einfachen“ Menschen deutlich: Sobald ein Mensch versucht eine friedliche soziale Beziehung mit einem „Herrenmenschen“ herzustellen, nutzt der Herrenmensch dieses „Entgegenkommen“ dazu, immer unverschämter werdende asoziale Ansprüche innerhalb der Beziehung durchzusetzen. Wer diese Agenda der Herrenmenschen (Das Machtstreben steht über dem sozialen Streben) nicht erkennt, setzt sich mit den dadurch entstehenden Beziehungskonflikten beständig in einer vergeblich bleibenden Weise auseinander. Auf diese Weise kann der „Herrenmensch“ ohne jede konstruktive Leistung alleine durch die gezielte Produktion von immer neuen sozialen Störfaktoren innerhalb seiner Beziehungen eine ständige Aufmerksamkeit (Energie) erfahren und einen erheblichen Einfluss auf seine Beziehungspartner ausüben. Darüber wird ein „Herrenmensch“ innerhalb einer naiven Gemeinschaft nicht selten zu einer „herausragenden“ Persönlichkeit. Erkennt der einfache Mensch diese soziale „Trickkiste“ des Herrenmenschen nicht, die an der „Schwäche“ des Homo sapiens ansetzt, ein besonderes soziales Wesen zu sein, dann bereichert sich der „Herrenmensch“ zunehmend an einer naiven Gemeinschaft und gewinnt in einer fortschrittlichen Weise an Einfluss und an materieller Macht.

Früher oder später führt eine in dieser Hinsicht ungelöste Kulturorganisation zu einer übernatürlichen Herrschaftsgewalt der „Herrenmenschen“ in der Kultur, die nicht nur brisant, sondern in aller Regel auch lebensbedrohlich für die Kulturgemeinschaft wird. Auch der heutige Kulturmensch kann die Wirkungen eines „Herrenmenschen“ nicht länger ignorieren und durch ein ständiges Nachgeben gegenüber den Forderungen der „Herrenmenschen“ eine realistische Lösung für den Erhalt seiner Gesellschaften erreichen. Denn jeder Kompromiss zwischen natürlichen sozialen Interessen und übernatürlichen menschlichen Machtinteressen ist kein natürlicher sondern ein fauler Kompromiss, der heute die Verelendung der menschlichen Seele und der irdischen Natur extrem befördert, nur damit einige wenige Menschen immer noch mehr Geld machen und ihre Macht auf der globalen Ebene immer weiter steigern und konzentrieren können. Es ist daher nicht von ungefähr, dass die historischen Forschungen in Bezug auf den ersten programmatischen Einsatz des Geldes einen unweigerlichen Zusammenhang von Geld, Rüstung und Krieg im Sinne eines Teufelskreises erkannt haben, der sich bis heute zunehmend intensiviert hat. https://www.youtube.com/watch?v=PF3xLNCfy34 Im Dienst der MACHT | Die fabelhafte Geschichte des Geldes (2/4) | Doku HD |ARTE

Weshalb sollte daher ein wissenschaftlich gebildeter Mensch von heute noch an diesem bereits über 2500 Jahre andauernden Teufelskreis dieses ständigen „Fortschritts“ weiter festhalten? Dieser Fortschritt erfüllt die heutige Definition des Wahnsinns: immer das Gleiche zu tun und dennoch in einer unverbesserlichen Weise ein anderes, als das sich jeweils einstellende Ergebnis zu erwarten.

Erst wenn sich der einfache Mensch über diese elementare soziale Problemkonstellation hinreichend bewusst wird, kann er den schwierigen gordischen Knoten in der sozialen Beziehung zu einem „Herrenmenschen“ lösen. Dies erreicht er dadurch, dass er fortan die Beziehung zu Herrenmenschen innerhalb seiner Selbstorganisation meidet und dass er offen dafür einsteht, unverbesserliche Herrenmenschen aus dem Gesellschaftsleben auszuschließen. In dieser harten Konsequenz wohnt eine schwere Prüfung für den Einzelnen, da eine solche Entscheidung dem sozial geeichten Homo sapiens grundsätzlich schwer fällt. Die generativ in den Familien weitergegebene Angst vor den Mächtigen und die Übernahme der entsprechend passiv-rezeptiven elterlichen Verhaltensweisen und Ansichten durch die Identifikation der Kinder mit den Eltern, bedeuten auch heute noch ein inneres psychologisches Hindernis für viele Kulturmenschen, das es zu überwinden gilt.

Eine derartige Entscheidung ist jedoch heute im Begriff alternativlos zu werden, da der Herrenmensch durch sein übernatürlich gewordenes manisches Streben nach einer “perfekten” materiellen Lebensversicherung ein für alles irdische Leben gefährlich gewordenes fatalistisches Wesen mit einer täuschenden positivistischen Fassade geworden ist.

 

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Der fundamentale heutige Unterschied zwischen Recht und Gesetz durch die Erfindung der Sklaverei


 

Die Sklaverei ist eine traditionelle „gesetzlich geregelte“ Einrichtung der Standeskultur, deren Beschaffenheit einseitig und grobschlächtig ist: keine Rechte, aber beständige übernatürliche Pflichten. Da ein solches widernatürliches asoziales „Schicksal“ für einen Menschen nicht auf die Dauer erträglich ist, wurde das eingeforderte unterwürfige Verhalten der Sklaven und der „niederen“ Kulturstände in den traditionellen Standeskulturen durch ein religiöses Weltbild untermauert. Der Fund entsprechender Tontafeln aus den mesopotamischen Stadtstaaten bestätigen diese kulturelle „Logistik“ ab etwa 3000 v. Chr.

Mit der Erfindung des Monotheismus in der Form einer übernatürlichen göttlichen Willkürherrschaft und einer menschlichen Erziehung durch Belohnung und Bestrafung ist die Religion zu einer regelrechten „evolutionären“ Entwicklungskraft für die Standeskultur geworden. Die Herrschaft des „Herrgotts“ über den „einfachen“ Menschen weist dabei bis heute die fundamentale Modalität „Keine Rechte, aber übernatürliche Pflichten“ für den gläubigen Kulturmenschen auf. Dadurch wurde ein sklavenartiges, passiv regressives und masochistisches Verhalten für die meisten religiösen Menschen selbstverständlich, allgegenwärtig und ewig.

Dies erklärt auch die Tatsache, dass wir bereits in den ursprünglichen 10 Geboten der Juden in zwei Geboten eine relative „göttliche“ Regulierung der Sklaverei finden. Paulus hat diese göttliche Einstellung zur Sklaverei, die wir in der Bibel an weiteren Stellen finden, in das Christentum übernommen, weshalb es auch hier entsprechende Bestätigungen der Sklaverei in den erhalten gebliebenen Schriftwechseln der frühen Christen gibt. Dies mag einer der Gründe dafür gewesen sein, das Kaiser Konstantin die Katholische Kirche zur römischen Staatsreligion erklärt hat und zum „13. Apostel“ der Römisch Katholischen Kirche wurde. Das Römische Reich, das mitunter einen Sklavenanteil an der Gesamtbevölkerung von mehr als 20 % erreicht hat, hatte aufgrund einer militärischen Schwäche zur Zeit Konstantins bereits mit einer Sklavenflucht zu kämpfen, die vor allem für die römische Landwirtschaft brisant geworden war.

Mit der Verwirklichung der von der römisch-katholischen Kirche mit der Wirkung eines Präzedenzfalls erlassenen Bullen wurde der Kolonialismus und Imperialismus als einem „erlaubten“ sadistischen und parasitären Gewinnstreben zu einem „selbstverständlichen“ Erfolgsstreben des westlichen Kulturkreises. Diese Entwicklung hat die traditionelle sklavische Beziehungskonstitution innerhalb der Standeskultur fortschrittlich erweitert, ideologisch verfeinert und in ihren Auswirkungen drastisch potenziert. Das heutige Ergebnis davon ist ein „normaler“ globaler Hochleistungsmensch, der das Leben einer ständig mit einer kulturellen Leistung beschäftigten Arbeiterameise führt, so dass sich der Alltag in allen Kulturen der Welt auf eine entsprechend instinktive, automatisierte Weise gestaltet. Dadurch hebt der heutige Homo sapiens seine besondere evolutionäre Natur einer freiheitlichen und kreativen Existenz in vieler Hinsicht selbst wieder auf und automatisiert sein Leben in einer fortschrittlich funktionalen Weise.

Seit der Jahrtausendwende schickt sich die Agenda des sogenannten Neoliberalismus an, den heutigen sklavisch denkenden und handelnden kulturellen Hochleistungsmenschen in allen Kulturen der Welt zu „standardisieren“ und durch eine immer effektiver gestaltete globale Kulturökonomie auszubeuten. In diesem Sinne wurde bereits 1985 durch eine Kooperation von Ronald Reagan und Margret Thatcher der sogenannte Washington Consensus beschlossen, der die Kreditvorgaben für die Dritte Weltländer unter anderem durch die Bedingung des Abbaus des jeweiligen Sozialstaates reguliert. Dadurch wurde die Entwicklung für eine allgegenwärtige und allmächtige globale ökonomische und finanzielle Weltherrschaft der Wenigen in der Form einer „normalen“ monotheistisch-kapitalistischen Standeskultur eingeläutet. Diese Agenda ist heute im Begriff zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung einer kulturellen Apokalypse zu werden, da sich diese Agenda nicht länger an einem sozialen und biologischen Verstand, sondern an übernatürlichen destruktiven „Interessen“ orientiert.

Wer diese groben Entwicklungszüge einer tragischen widernatürlichen Fehlentwicklung der menschlichen Kulturorganisation durch die Erfindung der Sklaverei nachvollziehen kann, der ist auch in der Lage den gravierenden Unterschied zwischen dem natürlichen menschlichen Rechtsempfinden und dem traditionellen kulturellen Gesetz zu begreifen. Der heute gravierend gewordene Unterschied zwischen Recht und Gesetz in den Standeskulturen wird durch die Tatsache besser greifbar, dass im alten germanischen Naturrecht Gerichtsverhandlungen ohne die absolutistische Entscheidungsgewalt eines Richters stattfanden. Dabei wurde eine Rechtsstreitigkeit so lange verhandelt, bis eine Partei „Freudsche Fehlleistungen“ (durch ein schlechtes soziales Gewissen) produziert hat, was als ein Eingreifen der Götter gewertet wurde.

Diese Praxis wurde durch das römisch-katholische Christentum auf eine willkürliche Weise modifiziert, in dem zusätzliche „Gottesurteile“ durch Kämpfe und durch besondere Prüfungen in die Rechtsprechung eingeführt wurden. Dadurch konnte jede Partei nach den Gerichtsverhandlungen einen Kämpfer als einen Stellvertreter für sich bestimmen, so dass ein Streit durch den Sieg eines Kämpfers in der Form eines „Gottesurteils“ entschieden wurde. Dadurch konnte vor allem die römisch-katholische Kirche ihre Streitigkeiten jeweils für sich entscheiden, da sie sich in der Regel den jeweils stärksten Kämpfer leisten konnte. Auf diese Weise hat sich ein grobschlächtiges, primitives „Recht des Stärkeren“ und die kulturelle Agenda „Der Sieger schreibt die Geschichte“ im westlichen Kulturkreis ihren Anfang genommen und setzt sich bis heute in einer „normalen“ Weise durch.

Wahlweise konnte auch ein „Gottesurteil“ gewählt werden, durch das eine angeklagte Person ihre Unschuld beweisen konnte, indem sie z.B. ihre Hände ins Feuer hielt. Verheilten die Blasen gut, war sie unschuldig. Entzündeten sich die Blasen war sie schuldig. Eine andere Variante bestand darin, dass man den Beschuldigten mit einem Seil durch einen Fluss zog, was oft tödlich endete. Nach heutigen Maßstäben haben diese „Gottesurteile“ keinerlei biologische oder soziale Beweiskraft.

Wir können durch diese Beispiele den Übergang vom einfachen Naturrecht zu einem künstlich gestalteten Kulturrecht nachvollziehen, das wir heute in einer idealistischen Manier als „positives Recht“ bezeichnen. Dabei handelt es sich um eine gefestigte, vom sozialen Empfinden und der bio“logischen“ Vernunft abstrahierte willkürliche Rechtssetzung, die wir in ihrer gesammelten Form als ein verabsolutiertes „Gesetz“ in allen Kulturen vorfinden. Die entsprechenden Gesetze sind bis heute streng idealistisch und abstrakt gehalten und distanzieren sich dadurch klar von dem, was wir als ein natürliches soziales Rechtsempfinden des Menschen bezeichnen können. Nur durch diese übernatürliche, künstlich formalistische Rechtsgestaltung der „objektiven“, idealistischen Art war es der Standeskultur bis heute möglich, ihre traditionelle „soziale“ Konstitution aufrecht zu erhalten. Dadurch konnte auch der Neoliberalismus als einer Agenda der Reichen und Mächtigen durch das „positive“ Gesetz das eigene „interessengeleitete“ Denken und Handeln auch ohne eine Rücksicht auf Gefühl, Sitte und Moral in allen Kulturen „erfolgreich“ durchsetzen und zu einer „Normalität“ im heutigen Weltbild des Kulturmenschen machen. Durch das heute fest in den Köpfen der Kulturmenschen verankerte absolutistische idealistische Gesetz als einem wesentlichen Teil einer diktatorischen Staats-Doktrin glauben viele Menschen zwangsläufig auf eine irrtümliche Weise daran, dass sie in einer Demokratie leben, da ihr natürliches Rechtsempfinden durch dieses Gesetz „erfolgreich“ ausgesetzt wurde. Der sich auch dadurch konsequent aufrecht erhaltende heutige kulturelle Machtapparat ist daher an und für sich zu einem Neutralisator für das natürliche menschliche Rechtsempfinden geworden. Je „liberaler“ (neoliberaler) die Kulturen dadurch werden, desto mehr lösen sich auch die ungeschriebenen Gesetze der natürlichen menschlichen Sozialmoral und der Fairness in den Kulturen auf.

Ein derart gestalteter Staat ermöglicht es den „Herren“ der heutigen Kulturen auch unethische, unmoralische oder parasitäre Ansprüche „per Gesetz“ durchzusetzen. Daher ist das Recht für die meisten heutigen Menschen zu einem Glücksspiel geworden, da sie sich durch das jeweilige Gesetz eines Landes eine Durchsetzung ihres natürlichen Rechts in der Regel finanziell nicht leisten können. Das Gesetz ist heute in allen Kulturen so komplex und kompliziert gestaltet und in einer regelrechten „Fremdsprache“ für das gemeine Volk gehalten, dass der „einfache“ Mensch zur Durchsetzung seines Rechts einen Rechtsanwalt oder einen Steuerberater benötigt. Auch dadurch ist das Gesetz innerhalb der jüngsten neoliberalen Kulturgeschichte zu einem effektiven Herrschaftsinstrument für die Reichen und Mächtigen in allen Standeskulturen geworden.

Eine derartige kulturelle Entwicklung produziert entsprechende „Nebenwirkungen“, die unter anderem darin bestehen, dass der heutige Kulturmensch langsam aber sicher sein soziales und biologisches Gewissen verliert und selbst nach dem „Vorbild“ der Reichen und Mächtigen ein „fortschrittliches“ asoziales und parasitäres Denken und Verhalten „kultiviert“. Dadurch gerät der auf seine sozialen Beziehungen in einer besonderen Weise angewiesene Mensch in eine tragische innere Haltlosigkeit. Vor allem der zunehmende Glaube, dass der Mensch von Natur aus ein asoziales und parasitäres Wesen sei bedeutet daher zwangsläufig das Ende eines natürlichen Lebenssinns für den Homo sapiens.

Durch die ab 1960 stattfindende Intensivierung einer kapitalistischen Massenproduktion ist der Mensch durch fortschrittliche kulturelle „Sachzwänge“ zu einem sich selbst beständig „optimierenden“ masochistischen Hochleistungswesen für die monotheistisch-kapitalistische Standeskultur geworden. Dadurch haben sich zunehmend viele Kulturmenschen daran gewöhnt, ihr Leben auf eine immer künstlichere Weise zu gestalten. So ist es dazu gekommen, dass die meisten Menschen nicht mehr spüren, wie sie sich durch diese „normale“ Lebensweise ständig gegen ihre eingeborene menschliche Natur vergehen. Die Ohnmacht, Schwäche, Gekränktheit, Reizbarkeit und Kränklichkeit, mit welcher heute viele Menschen ständig zu kämpfen haben, sind daher auch nichts Neues, sondern ein traditionelles „soziales“ und psychologisches Produkt der Standeskultur.

Die Auswirkungen einer „fortschrittlich“ effektiv agierenden Standeskultur von heute sind für alle Menschen zu einer Existenzgefahr geworden. Vor allem die dadurch entstandene drastische bis fanatische menschliche Fixierung auf eine materielle Lebensversicherung hat zu einer einseitigen, das Soziale in einer regelrechten Weise übergehenden Jagd nach materiellen Gütern geführt. Dadurch verwandelt der Mensch heute die Kulturwelt auf der gesamten Erde zunehmend in einen unnatürlichen und unerträglichen Ort.

Wir haben es dabei heute vor allem bei der christlich-kapitalistischen Standeskultur des westlichen Kulturkreises mit einem sich in der Entwicklung befindenden kulturellen Karzinom zu tun, das der Homo sapiens des Westens nicht länger leichtsinnig „kultivieren“ darf. Dafür muss der heutige Mensch vor allem erkennen, dass er seine besonderen evolutionären Begabungen zu einer freiheitlichen und kreativen Lebensgestaltung nicht länger verhindern und blockieren darf, um weiterhin auf eine äußerst tragische Weise eine widernatürliche, automatisierte asoziale und parasitäre Kulturkonstitution zu unterstützen.

Die Idee und die Umsetzung der Sklaverei kann nur einem psychopathischen menschlichen Denken ohne jede natürliche Empathie entsprungen sein. Daher hat der heutige Mensch auch keine Veranlassung oder gar eine Verpflichtung einem entsprechenden Kulturgeist ständig weiter zu folgen. Wir können die Erfindung der Sklaverei heute durchaus als den Beginn dessen bezeichnen, was der Mensch traditionell als eine Sünde begriffen hat, eine willkürliche Trennung des Menschen von seiner sozialen Natur. Seit etwa 5000 Jahren (170 Generationen) verdirbt der Mensch dadurch in einer tragisch „gekonnten“ Weise an jedem neuen Tag sein eigenes besonderes Lebensgeschenk.

Dadurch ist der Mensch heute technisch und logistisch das klügste und sozial und psychologisch gesehen das dümmste Lebewesen der Erde geworden. Die daraus entstandene seltsame Art der übernatürlichen Polarisierung im menschlichen Denken und Handeln realisiert sich für viele Kulturmenschen heute durch einen Teufelskreis von depressiven Stimmungen und manischen Handlungen. Ändert der Mensch seine heutige überaus tragische Art der destruktiven Lebens- und Kulturgestaltung nicht durch eine grundlegende biologische Korrektur, dann wird dies in absehbarer Zeit ein unrühmliches Ende des Homo sapiens als der am wenigsten erfolgreichen Spezies der natürlichen Evolution der Erde besiegeln.

Noch nie zuvor hat es innerhalb der Evolution der Erde ein derart rasantes Artensterben aufgrund der heutigen Beeinträchtigung und Vergiftung der Natur durch den Kulturmenschen und seine „übernatürlichen“ Erfindungen gegeben. Der Kulturmensch sollte sich daher dringend mit seinem traditionellen idealistischen Denken und Handeln auseinandersetzen, durch das nicht nur die monotheistische Religion, sondern auch der diktatorische Staatsapparat zu einer das Leben des Menschen normierenden Gewalt im destruktiven Sinn geworden ist. Dieses „Schicksal“ kann der Mensch vor allem dadurch auflösen, dass er durch ein bewusstes biologisches und empathisches Denken, Empfinden und Handeln wieder zu einer Hoffnung für sich selbst, für seine Nächsten und für die natürliche Evolution der Erde wird.

 

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