Der politische Diskussionskreis

 

Der politische Diskussionskreis ist ein wirksames Instrument, für eine dauerhafte Aufrechterhaltung einer konstruktiven Gesellschaftsgestaltung. Da ein politischer Diskussionskreis absichtlich ans „Eingemachte” einer Gesellschaft geht, ist eine Beschränkung auf maximal 10 Personen sinnvoll. Zudem ist ein Regulierungsmittel für die politische Diskussion in Form eines Redestabs wichtig, den die Diskussionsgruppe bei einem Spaziergang im Wald sucht und anschließend aufbereitet, so dass jeder ein Stück des Redestabes bearbeitet (entrinden, weiche Stellen wegschnitzen, schleifen und polieren). Dies hilft allen Gruppenmitgliedern einen Respekt vor dem Redestab zu entwickeln, der eine wichtige Aufgabe hat. Bei einer politischen Diskussion ist es sehr hilfreich, dass nur der reden darf, der den Redestab in der Hand hält, wobei der Redestab im Uhrzeigersinn herumgereicht wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Gruppe die meiste Zeit zuhört und etwas aus der Diskussion mitnimmt, dass oftmals erst nach einer längeren Zeit eine inspirierende Wirkung auf die Diskussionsgruppe hat.

Es hat sich zudem als äußerst hilfreich und stabilisierend erwiesen, wenn die Mitglieder zu Beginn eines Diskussionskreises rekapitulieren, was sie aus der letzten Diskussion behalten und gelernt haben.

Auch eine Phase des lockeren Ausklangs einer politischen Diskussion durch freie Zwiegespräche haben sich in der Praxis als sinnvoll erwiesen, da auf diese Weise die innerhalb der Diskussionsrunde entstandenen emotionalen Spannungen auf eine konstruktive Weise abgebaut werden können.